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Ella und der Superstar
Ella und der Superstar
© Film Kino Text

Kritik: Ella und der Superstar (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Die "Ella"-Buchreihe des finnischen Schriftstellers und Ex-Lehrers Timo Parvela gehört in Finnland zur Pflicht-Schullektüre. Dort kennt jedes Kind die Geschichten der kleinen aufgeweckten Schülerin, von der es bis heute elf Bücher gibt. "Ella und der Superstar" ist nach "Ella und das große Rennen" die zweite Ella-Verfilmung für die große Leinwand. Wie schon beim Vorgänger, schrieb Ella-Erfinder Parvela, der seine Erfahrungen als Grundschul-Lehrer gut in seine Reihe einfließen lassen kann, auch beim zweiten Teil erneut das Drehbuch. "Ella und der Superstar" ist ein liebenswürdiger, gut gemeinter Filmspaß mit sympathischer Botschaft und farbenprächtiger Optik, der vor den Gefahren des Superstar-Daseins warnen will. Ein Film mit gelegentlichem inhaltlichem Leerlauf, der niemandem weh tut und vor allem durch seine niedlichen Hauptfiguren zu unterhalten vermag.

Die Botschaft des Films wird schnell klar: als junger Mensch sollte man sich von den Verlockungen und (scheinbar) positiven Seiten eines Daseins als Super- oder Musikstar nicht voreilig verlocken lassen. Wichtiger ist, die Schule bzw. Ausbildung vernünftig zu Ende zu bringen und keine unerfüllbaren Lebenszielen zu träumen. Diese Message ist aller Ehren wert und kann im Zuge der medialen Reizüberflutung von Kindern und Jugend heutzutage durch Casting- und Unterhaltungsshows nicht oft genug betont werden. An die Vernunft und die Dringlichkeit des schulischen Erfolges erinnert immer wieder Pekkas Klassenlehrer, der als mahnende Instanz auftritt und als großer Tollpatsch auch für die meisten Lacher im Film zuständig ist.

Etwas unrealistisch im Film ist, dass Pekka es so weit mit seinen Plänen bringt, einen Auftritt mit dem Star Elvira zu absolvieren und z.B. auch von einem professionellen Manager betreut wird, obwohl sich die Sangeskünste des kleinen niedlichen Jungen in etwa so überzeugend gestalten wie die eines Dieter Bohlen. Auch will die Handlung in der Mitte des Films nicht so recht vorankommen, die Story tritt zu sehr auf der Stelle. Abgesehen davon verfügt der Film aber über eine vergnügliche, lebensbejahende Grundstimmung, sympathische Kinderdarsteller und eine leuchtende, farbintensive Optik, die sehr zur positiven Stimmung des Films beiträgt.

Fazit: Der inhaltliche Leerlauf wird durch die wichtige Botschaft sowie die farbenprächtigen Bilder weitestgehend wett gemacht. Am Ende bleibt ein sympathischer, liebevoll umgesetzter Kinderfilm.





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