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Gabrielle - (k)eine ganz normale Liebe
Gabrielle - (k)eine ganz normale Liebe
© Alamode Film

Kritik: Gabrielle - (k)eine ganz normale Liebe (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Der Publikumspreis beim Filmfest von Locarno, zwei Preise beim Angoulême-Filmfest, eine Oscar-Nominierung als bester nicht-englischsprachiger Film 2014. Die Liste der Auszeichnungen für das gefühlvolle Drama "Gabrielle" ließe sich endlos fortsetzen. "Gabrielle" eröffnete auch das letztjährige Filmfest Hamburg und sorgte dort für ausnahmslos berauschende Publikumsreaktionen. "Gabrielle" von Louise Archambault gehört zu den meistgefeierten Indie-Dramen der letzten Zeit. Zu verdanken ist dies zum einen dem Mut, eine in der Gesellschaft weitgehend unbekannte Erkrankung ins Zentrum zu rücken und eine herausragende Darstellerin zu besetzten, die selber unter dieser Behinderung leidet. "Gabrielle" ist gleichsam ein mitreißendes Liebesdrama und mutiges Plädoyer für die Liebe gegen jegliche gesellschaftliche Aburteilungen und Schranken.

Dass "Gabrielle" so ausgezeichnet als realitätsnahes Liebesdrama funktioniert, hat der Film zunächst seiner hohen Authentizität zu verdanken. Ein Großteil der im Film zu sehenden Personen, vor allem ein Gros der Mitglieder des Chores, leiden allesamt unter einer geistigen Behinderung. Dieser Umstand verlieht dem Film einen hohen Realitätsgrad und als Zuschauer wird man hautnah Zeuge des Alltags von Menschen mit geistiger Behinderung. "Gabrielle" zeigt die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Behinderung. Allein dass die kanadische Regisseurin Louise Archambault dieses schwierige Thema ins Zentrum ihres Filmes rückt, verlangt Respekt ab. Die Hauptdarstellerin des Films dann aber mit einer tatsächlich unter dem Williams-Beuren-Syndrom leidenden Frau zu besetzen, unterstreicht den unerschrockenen Wagemut der Filmemacherin nochmals nachhaltig.

Der Publikumspreis beim Filmfest von Locarno, zwei Preise beim Angoulême-Filmfest, eine Oscar-Nominierung als bester nicht-englischsprachiger Film 2014. Die Liste der Auszeichnungen für das gefühlvolle Drama "Gabrielle" ließe sich endlos fortsetzen. "Gabrielle" eröffnete auch das letztjährige Filmfest Hamburg und sorgte dort für ausnahmslos berauschende Publikumsreaktionen. "Gabrielle" von Louise Archambault gehört zu den meistgefeierten Indie-Dramen der letzten Zeit. Zu verdanken ist dies zum einen dem Mut, eine in der Gesellschaft weitgehend unbekannte Erkrankung ins Zentrum zu rücken und eine herausragende Darstellerin zu besetzten, die selber unter dieser Behinderung leidet. "Gabrielle" ist gleichsam ein mitreißendes Liebesdrama und mutiges Plädoyer für die Liebe gegen jegliche gesellschaftliche Aburteilungen und Schranken.

Dass "Gabrielle" so ausgezeichnet als realitätsnahes Liebesdrama funktioniert, hat der Film zunächst seiner hohen Authentizität zu verdanken. Ein Großteil der im Film zu sehenden Personen, vor allem ein Gros der Mitglieder des Chores, leiden allesamt unter einer geistigen Behinderung. Dieser Umstand verleiht dem Film einen hohen Realitätsgrad und als Zuschauer wird man hautnah Zeuge des Alltags von Menschen mit geistiger Behinderung. "Gabrielle" zeigt die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Behinderung. Allein dass die kanadische Regisseurin Louise Archambault dieses schwierige Thema ins Zentrum ihres Filmes rückt, verlangt Respekt ab. Die Hauptrolle des Films dann aber mit einer tatsächlich unter dem Williams-Beuren-Syndrom leidenden Frau zu besetzen, unterstreicht den unerschrockenen Wagemut der Filmemacherin nochmals nachhaltig.

Der Liebesgeschichte zwischen Gabrielle und Martin (ein im wahren Leben gesunder Schauspieler) wird viel Raum zugestanden, "Gabrielle" lässt den beiden Hauptfiguren genügend Zeit, sich anzunähern und kennenzulernen. Über allem liegt jedoch der entwaffnende Charme und die ansteckende Lebensfreude der energiegeladenen, lebens-bejahenden Hauptdarstellerin Gabrielle Marion-Rivard. Zwar entsprechen ihre kognitiven Fähigkeiten nicht denen einer gesunden Zwanzigjährigen, dennoch hat sie den unbedingten Drang sich zu verwirklichen und strebt nach Selbstständigkeit.

Fazit: Einfühlsamer, authentischer Einblick in die Lebensrealität von Menschen mit Behinderung und deren Familien.




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