VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder

Kritik: Finn und die Magie der Musik (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

In Franz Weisz' Kinderfilm müssen die wilden Kerle und Fußballfreunde Platz machen für einen verträumten Außenseiter und die ganz leisen Töne. Genau wie sein Titelheld erweist sich nämlich auch "Finn und die Magie der Musik" meist als zurückhaltend und nachdenklich. Mit einem unaufgeregten Tonfall und anhand einer sich behutsam entwickelnden Dramaturgie inszeniert Weisz die melancholische Geschichte um den Jungen, dessen Mutter bei der Geburt verstorben ist und der lernen muss, sich im Leben zu behaupten. Kindgerecht werden dabei ernste Themen wie Tod, Trauer und Freundschaft angesprochen und durch die märchenhafte Stimmung aufgefangen.

Leider überfrachtet Weisz seine im Kern einfache und daher leicht verständliche Erzählung immer wieder unnötig mit bedeutungsschwerer religiöser Symbolik und aufgesetzter Sentimentalität. Das ist umso bedauerlicher, da die Geschichte an sich genug Kraft hätte, um zu fesseln und zu überzeugen. Das liegt unter anderem auch an der Leistung der Schauspieler, allen voran dem jungen Hauptdarsteller Mels van der Hoeven, der sich hier erfolgreich an der Seite erfahrener Mimen wie Jan Decleir behauptet und seine Rolle glaubwürdig verkörpert.

Fazit: Franz Weisz' "Finn und die Magie der Musik" ist ein märchenhafter Kinderfilm, der sich behutsam ernsten Themen widmet und mit einer guten Besetzung aufwartet. Leider gibt sich der Film immer wieder allzu bedeutungsschwer und setzt auf rührselige Momente.




Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.