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Die Trauzeugen AG
Die Trauzeugen AG
© Sony Pictures

Kritik: Die Trauzeugen AG (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Kevin Hart spielt die Hauptrolle im ersten Kinofilm von Regisseur Jeremy Garelick, der sich bereits als Drehbuchautor einen Namen machte ("Trennung mit Hindernissen"). Hart zählt in den USA zu den erfolgreichsten und profiliertesten Comedians. Auch im Filmbereich hat er sich Beachtliches aufgebaut und seit 2001 in fast 50 Film- und TV-Produktionen (z.B. "Superhero Movie", Scary Movie 4") mitgewirkt. Hat man sich der mit wenig glaubwürdigen Story-Prämisse erstmal angefreundet, hat man mit der "Trauzeugen AG" knapp 100 Minuten lang viel Spaß. Der derbe Humor durchbricht zwar hier und da auch die Grenzen des guten Geschmacks, das stimmige Timing und die hohe Dichte an urkomischem Slapstick stimmen am Ende aber wieder versöhnlich.

"Hochzeit-mit-Hindernissen"-Komödien sind bei Weitem nicht neu und erwiesen sich schon in den 90er-Jahren als große Kassenerfolge, wie etwa "Eine Hochzeit zum Verlieben" mit Adam Sandler oder "Die Braut die sich nicht traut" mit Julia Roberts. Regisseur Garelick versucht sich in seinem Kino-Debüt nun ebenfalls an diesem Format – und er macht vieles richtig. Natürlich geht es in "Trauzeugen AG" humortechnisch heftiger und körperbetonter zu Sache als etwa in "Eine Hochzeit zu Verlieben", bei dem der Witz eher auf leisen Sohlen um die Ecke geschlichen kam.

Freunde rustikaler Späße und krachender Schenkelklopfer kommen hier voll auf ihre Kosten, wenn z.B. Dougs Oma am Esstisch in Flammen aufgeht oder wenn er in einem schlammigen Football-Match gegen rüstigen Rentner antreten muss. Besonders einfallsreich und kreativ sind jene Momente geraten, wenn die "falschen" Freunde gemeinsame Erlebnisse aus der Vergangenheit in einem riesigen Studiokomplex nachstellen. Ereignisse, die natürlich so nie stattgefunden haben, wie etwa ein Fallschirmsprung aus 3000 Metern Höhe und das Gletscherklettern in Patagonien. Überzeugend agiert auch Kevin Hart, der sich deutlich zurückhält und hier mal nicht den Möchtegern-Eddie-Murphy mit hyperaktiv-aufgedrehtem Wesen verkörpert, was zuletzt leider zu oft der Fall war. Wer sich an der abstrusen Grundprämisse des Films daher nicht weiter stört, erlebt einen heiteren, unterhaltsamen Kino-Abend.

Fazit: Freunde deftigen Humors und brachialer Situationskomik kommen bei dieser Hochzeit-Komödie voll auf ihre Kosten.





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