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Afrika - Das magische Königreich
Afrika - Das magische Königreich
© Constantin Film

Kritik: Afrika - Das magische Königreich (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5

Auf dieser spektakulären Reise zu den Naturwundern Afrikas erwarten den Zuschauer nicht nur herrliche Landschaftsaufnahmen, sondern auch hautnahe Begegnungen mit vielen Tierarten. Für die Produktion von BBC Earth Films wurde unter der Regie von Neil Nightingale und Patrick Morris zwei Jahre lang in menschenleeren Regionen, in der Regel Nationalparks, mit schwerem 3D-Equipment gedreht. In Regenwald, Wüste, Savanne, Bergland und unter Wasser entstanden dabei Aufnahmen von sensationeller Qualität, die sich zu einem sinnlichen, atemberaubenden Kinoerlebnis fügen.

Der Film richtet sich besonders auch an junge Zuschauer, denen am Beispiel Afrikas gezeigt werden soll, wie schön und schützenswert der Planet Erde ist. Die Welt der Tiere wird in lustigen, rührenden, ruhigen oder hochdramatischen Szenen präsentiert. Aber auch auf Wasserläufe, Eiskristalle, den Zug der Wolken und vulkanische Aktivität richtet sich der Blick der Dokumentarfilmer. Ganz am Schluss sieht man Kinder, die sich in einer westlichen Stadt an den Fontänen eines Springbrunnens ergötzen. "Natur umgibt uns überall und wir sind ein Teil von ihr", sagt der Off-Sprecher Christian Brückner. Der Text, den er rezitiert, liefert zu den Bildern die nötigen, wohldosierten Informationen und gelegentlich einen launigen Kommentar.

Die Tieraufnahmen stellen eine solche Nähe zum Betrachter her, als könnte man die Federn der Flamingos, das Fell der Gorillas und der Dschelada-Paviane mit den Fingern erspüren. Wenn eine Zwergpuffotter durch den rieselnden Wüstensand gleitet, erkennt man eindrucksvoll, wie schwierig die Fortbewegung auf einem solchen Untergrund ist. Die Bilder lassen den Zuschauer unmittelbar ins Geschehen eintauchen und vermitteln aufregende, emotionale Eindrücke, zum Beispiel wenn eine Herde Gnus völlig reglos im Gewitterregen steht oder sich in der dunstigen Dämmerung der schemenhafte Körper eines Löwen abzeichnet. Fressen und gefressen werden – auch dieser Aspekt der Wildnis wird hautnah gezeigt, und wenn ein Chamäleon einen Käfer verspeist, hört man das Knacken seines Panzers.
Als thematische Verbindung und Übergang zwischen den vorgestellten Regionen dient oft das Element Wasser, und sei es nur in Form ziehender Wolken. Zeitlupe und Zeitraffer werden sinnvoll und mit Augenmaß eingesetzt. Die Tiefenschärfe der Bilder und ihre Räumlichkeit in 3D sind auf der großen Kinoleinwand ein Genuss, der selbst das von den vielen hochwertigen Naturfilmen der jüngeren Zeit verwöhnte Publikum begeistern kann.

Fazit: Die unterschiedlichsten Naturparadiese Afrikas und ihre Bewohner werden mit der 3D-Kamera erkundet. Hautnahe Begegnungen mit Tieren der Wüste, des Dschungels oder des Meeres und imposante Landschaftspanoramen fügen sich zu einem sinnlichen, beglückenden Kino-Erlebnis von höchster optischer Qualität.





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