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Die Yes Men - Jetzt wird's persönlich
Die Yes Men - Jetzt wird's persönlich
© NFP marketing & distribution © Filmwelt

Die Yes Men - Jetzt wird's persönlich (2014)

The Yes Men Are Revolting

Im dritten Film des Aktivistenduos geben die Yes Men erstmals Einblicke in ihr Privatleben.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Seit mehr als einem Jahrzehnt sorgen die Globalisierungsgegner Jacques Servin und Igor Vamos, besser bekannt als die Yes Men, nun schon mit ihren Aktionen für Aufsehen: Meistens schlüpfen die beiden Künstler dabei in die Rollen von Vertretern der von ihnen kritisierten Organisationen und Unternehmen und überspitzen deren Forderungen und Anliegen ins Extreme. Das Ziel ist es, die menschenunwürdige Fratze des Kapitalismus so auf äußerst unterhaltsame Weise zu entlarven. Auch mit Hilfe von Dokumentarfilmen machen die Yes Men auf ihre Arbeit aufmerksam, "Die Yes Men – Jetzt wird’s persönlich" ist bereits der dritte Film von Servin und Vamos und zeigt neben den aberwitzigen Culture Jams auch erstmals die persönliche Seite der Yes Men.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse2 / 5

Der deutsche Titel verrät es bereits: Der neue Film der Yes Men präsentiert nicht nur neue konsumkritische Streiche von Jacques Servin und Igor Vamos, sondern gibt zudem Einblicke in das Privatleben der Aktivisten. Das zehrt nämlich zusätzlich zur künstlerischen Arbeit an den Nerven und stürzt die beiden in eine Schaffenskrise. Die Yes Men zweifeln erstmals an der Richtigkeit ihres Tuns und stellen sich selbst in Frage. Erst mit dem Beginn der weltweiten Occupy-Proteste fassen Servin und Vamos neuen Mut und setzen ihre ganz eigene Form des Culture Jammings fort.

Die Verknüpfung vor politischem Aktivismus und privater Motivation ist im Prinzip ein legitimer Ansatz, um einen weiteren Film der Yes Men zu rechtfertigen. Als sonderlich ergiebig erweist er sich allerdings leider nicht, zu oberflächlich bleiben dazu die Selbstreflexion und die Erkenntnisse der Filmemacher. So entsteht der Eindruck, dass vieles aus dem neuen Yes-Men-Streifen so ähnlich auch schon in den Vorgängerfilmen zu sehen war und ein Abnutzungseffekt stellt sich ein.

In filmischer Hinsicht ist "Die Yes Men – Jetzt wird’s persönlich" vollkommen uninteressant, die Inszenierung ordnet sich ganz den Inhalten unter. Ein wenig mehr Abwechslung wäre hier wünschenswert gewesen, so stellt sich immer wieder die Frage, was dieser Film auf der großen Leinwand verloren hat und ob er nicht besser im Fernsehprogramm aufgehoben wäre. Doch selbst hier würde die belanglose Yes-Men-Doku unter der Fülle an ähnlich gelagerten Produktionen wohl untergehen.

Fazit: Mit dem dritten Film der Yes Men stellt sich ein Abnutzungseffekt ein und es kommt immer wieder die Frage auf, was diese überraschungsfrei inszenierte Dokumentation auf der Kinoleinwand zu suchen hat. Der persönliche Ansatz der Filmemacher sorgt zudem für wenig Mehrwert, die Selbstreflexion der Protagonisten bleibt allzu oberflächlich.




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Land: USA
Jahr: 2014
Genre: Dokumentation
Kinostart: 20.08.2015
Regie: Andy Bichlbaum, Mike Bonanno, Laura Nix
Darsteller: Andy Bichlbaum, Mike Bonanno
Verleih: NFP marketing & distribution, Filmwelt

Zusatzinformation

Der Film "The Yes Men Are Revolting" wurde über Crowdfunding finanziert.

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