VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Die Yes Men - Jetzt wird's persönlich
Die Yes Men - Jetzt wird's persönlich
© NFP marketing & distribution © Filmwelt

Kritik: Die Yes Men - Jetzt wird's persönlich (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Der deutsche Titel verrät es bereits: Der neue Film der Yes Men präsentiert nicht nur neue konsumkritische Streiche von Jacques Servin und Igor Vamos, sondern gibt zudem Einblicke in das Privatleben der Aktivisten. Das zehrt nämlich zusätzlich zur künstlerischen Arbeit an den Nerven und stürzt die beiden in eine Schaffenskrise. Die Yes Men zweifeln erstmals an der Richtigkeit ihres Tuns und stellen sich selbst in Frage. Erst mit dem Beginn der weltweiten Occupy-Proteste fassen Servin und Vamos neuen Mut und setzen ihre ganz eigene Form des Culture Jammings fort.

Die Verknüpfung vor politischem Aktivismus und privater Motivation ist im Prinzip ein legitimer Ansatz, um einen weiteren Film der Yes Men zu rechtfertigen. Als sonderlich ergiebig erweist er sich allerdings leider nicht, zu oberflächlich bleiben dazu die Selbstreflexion und die Erkenntnisse der Filmemacher. So entsteht der Eindruck, dass vieles aus dem neuen Yes-Men-Streifen so ähnlich auch schon in den Vorgängerfilmen zu sehen war und ein Abnutzungseffekt stellt sich ein.

In filmischer Hinsicht ist "Die Yes Men – Jetzt wird’s persönlich" vollkommen uninteressant, die Inszenierung ordnet sich ganz den Inhalten unter. Ein wenig mehr Abwechslung wäre hier wünschenswert gewesen, so stellt sich immer wieder die Frage, was dieser Film auf der großen Leinwand verloren hat und ob er nicht besser im Fernsehprogramm aufgehoben wäre. Doch selbst hier würde die belanglose Yes-Men-Doku unter der Fülle an ähnlich gelagerten Produktionen wohl untergehen.

Fazit: Mit dem dritten Film der Yes Men stellt sich ein Abnutzungseffekt ein und es kommt immer wieder die Frage auf, was diese überraschungsfrei inszenierte Dokumentation auf der Kinoleinwand zu suchen hat. Der persönliche Ansatz der Filmemacher sorgt zudem für wenig Mehrwert, die Selbstreflexion der Protagonisten bleibt allzu oberflächlich.




Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.