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Kritik: The D-Train (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Nicht wenige Kritiken zu "The D-Train" sind von Verständnislosigkeit und teilweise sogar harscher Ablehnung bestimmt, was zum Teil an der unglücklichen Vermarktung liegen dürfte. Denn auch wenn Jack Black in der Hauptrolle und der Trailer zum Film eine gut gelaunte Komödie versprechen, so erweist sich das Regiedebüt von Jarrad Paul und Andrew Mogel bei allem Humor doch mehr als ein ernsthaftes Drama, das bisweilen recht dunkle Töne anschlägt.

Über den genauen Inhalt soll an dieser Stelle nichts verraten werden, besteht der Reiz des Films doch vor allem in seiner Abweichung von gewissen Konventionen. Dabei sind es im Großen und Ganzen jedoch bloß kleine Brüche mit für selbstverständlich genommenen Erwartungshaltungen, die manche Zuschauer verstören könnten, während sie andere wohl vollkommen kalt lassen werden. Im Grunde verläuft die Story aber nach bekanntem Schema.

Das ist schade, denn so entsteht der Eindruck, dass die beiden Regisseure, die auch für das Drehbuch verantwortlich sind, ihrem Stoff nicht gerecht werden und dessen Eigenarten lediglich als Gimmick nutzen. Der Wechsel zwischen den Tonarten misslingt ebenso wie einen starken erzählerischen Fokus zu finden und so wirkt vieles in "The D-Train" im Ansatz zwar vielversprechend, im Resultat allerdings unterreflektiert und ausbaufähig.

Darstellerisch kann lediglich James Marsden überzeugen, während der Part der eigentlich starken Kathryn Hahn leider vom Drehbuch zu wenig entwickelt wird. Als vollkommene Fehlbesetzung erweist sich hingegen Jack Black, dem es nicht gelingt, die emotionale Tiefe seiner Figur auszuloten und der selbst in dramatischen Momenten spielt, als befände er sich in einer zotigen Komödie.

Fazit: Das Regiedebüt von Jarrad Paul und Andrew Mogel bietet vielversprechende Ansätze. Der Wechsel zwischen Komödie und Drama mag allerdings nicht gelingen und sowohl die Regisseure als auch der Haupdarsteller Jack Black scheinen von der Komplexität des Stoffs überfordert zu sein.





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