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Gotthard Graubner - Farb-Raum-Körper
Gotthard Graubner - Farb-Raum-Körper
© Film Kino Text © Die FILMAgentinnen

Kritik: Gotthard Graubner - Farb-Raum-Körper (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

"Dialog ist wichtig", sagt Gotthard Graubner einmal. Doch er scheint sich hier mehr auf die Kommunikation der Farben zu beziehen als auf geschwätzige Mitmenschen oder die eigene Redseligkeit. So ist "Gotthard Graubner – Farb-Raum-Körper" eine ruhige Dokumentation, die den Unwillen des Protagonisten sein Werk zu erklären vollends respektiert. Während die Auskünfte des Künstlers spärlich bleiben, so kommen allerdings doch Galeristen und Sammler zu Wort, die das Werk Graubners kunsthistorisch sowie biografisch einordnen.

Der Regisseur Tilman Urbach flechtet diese Kommentare von Kennern zwar immer wieder in seinen Film ein, doch dessen eigentlichen Kern macht eher die stumme Beobachtung aus. Die Kamera begleitet voller Neugierde am Geschehen, wie Graubner in seinem Atelier arbeitet oder die Hängung seiner Bilder im Museum überwacht, und hält sich mit auffallenden inszenatorischen Einfällen dabei zurück.

Als Annäherung an das künstlerische Werk des Protagonisten, einer von Repräsentationspflichten befreiten Malerei scheint Urbachs Zugang zu Graubner äußerst stimmig. Das unspektakuläre Format lässt das Publikum sehen ohne zu drängen oder zu rationalisieren und entfaltet seinen besonderen Ton – genau wie Graubners Farbraumkörper – in zarten Nuancen und feinen Details.

Fazit: Tilman Urbach nähert sich mit seinem Dokumentarfilm auf stimmige Weise dem malerischen Werk Gotthard Graubners an. Der neugierige Blick auf Nuancen und Details macht den besonderen Reiz dieses ruhigen, unspektakulären Porträts aus.





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