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Wochenenden in der Normandie
Wochenenden in der Normandie
© Kairos Film

Kritik: Wochenenden in der Normandie (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Schon die unvermittelte Art, mit der die Filmemacherin Anne Villacèques in ihren Beziehungskosmos einführt, irritiert: "Wochenenden in der Normandie" beginnt mit einer Szene, die nur lose mit dem eigentlichen Plot verknüpft ist, und springt dann schließlich abrupt in die Handlung. Schlagartig befindet sich das Publikum inmitten der Figuren und ihrer Konflikte, von denen man aber noch nicht viel weiß und für die man daher anfangs nur schwer Interesse aufbringen kann.

Erst nach und nach entwickelt der minimalistische und ins Episodische driftende Zugang der Regisseurin zu ihrem Stoff einen gewissen Reiz. Ihren Unterhaltungswert verdankt die bisweilen arg unpointierte Dramödie dabei in erster Linie den guten Darstellern, zu denen unter anderem auch Ulrich Tukur gehört. Besonders Karin Viard als zwischen den emotionalen Extremen pendelnde Christine kann hier aber überzeugen und mit ihrem Spiel für sich einnehmen.

Die Inszenierung gibt sich unauffällig und erinnert mehr an eine durchschnittliche TV-Produktion als an großes Kino. Lediglich die sich im Laufe der Jahreszeiten wandelnde Normandie sorgt für einige Schauwerte, die Pierre Milon mit der Kamera gekonnt einfängt. Ansonsten ermüdet das Einerlei aus den beschränkten Schauplätzen und den stetig gleichen halbnahen Aufnahmen der Schauspieler rasch.

Im Großen und Ganzen erweist sich "Wochenende in der Normandie" als etwas zäh und ziemlich belanglos. Wenn so mancher Zuschauer auch sicherlich sein Vergnügen an dieser leichten und betont unspektakulären Art der Unterhaltung finden wird, so ist Villacèques uninspirierter Film doch zugleich ein Paradebeispiel dafür, warum "Arthouse-Kino" in gewissen Kreisen nur noch als Schmähwort taugt.

Fazit: Die guten Schauspieler sowie der Schauplatz Normandie sorgen zwar für einen gewissen Unterhaltungswert, im Großen und Ganzen erweist sich Anne Villacèques Dramödie allerdings als uninspiriertes und völlig belangloses Arthouse-Kino.





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