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FBW-Bewertung: König Laurin (2015)

Prädikat wertvoll

Jurybegründung: Der?Rosengarten? ist ein Südtiroler Gebirgsmassiv der Dolomiten und von dort entstammt auch die berühmte alte Volkssage um den Zwergenkönig Laurin. Die Sage erklärt das Alpenglühen des Rosengartens als Folge eines Fluches, bei dem der von Dietrich von Bern besiegte Zwergenkönig Laurin den Übergang zwischen Tag und Nacht vergaß.
Regisseur Matthias Lang verwob diese Sage in einem selbst verfassten Drehbuch zu einer phantasievollen Erzählung um König Dietrichs schmächtigen Sohn Theo und seine Freundschaft zum Zwergenkönig Laurin. Zum Leidwesen des Königs ist Theo weniger sein zukünftiger heldenhafter Nachfolger als ein naturliebender Schöngeist. Dazu ist der König aufgrund eines Vorkommnisses in der Vergangenheit mit denZwergen bitter verfeindet, sodass er diese Verbindung seines Sohns mit Laurin gar nicht gerne mitansieht.
Wie es in einem Märchenfilm aber so sein muss, siegt letztlich das Gute über das Böse und es gelingt die Versöhnung zwischen Zwergen und Menschen.
Sehr sensibel und mit viel Liebe zum Detail wurde diese Geschichte erzählt. Ein Märchenfilm im mittelalterlichen Touch, der aber in seinem Sprachduktus mit deutlichen Anklängen an die heutige Zeit aufwartet. Das bietet dann auch einem jugendlichen Publikum Identifikationsmöglichkeiten. Mit besonderer Liebe hat auch das Team von Setdesign, Ausstattung und Kostümeein historisch zeitgemäßes Ambiente gestaltet. Hier war offensichtlich viel Improvisationsgeschick vonnöten und der Zuschauer merkt der Produktion insgesamt an, dass kein übermäßig großes Budget zur Verfügung stand. Dies zeigt sich auch an manchen Stellen im Spiel der Protagonisten. VolkerMichalowski als Laurin, Rufus Beck als König Dietrich und auch Florian Burgkart als Theo können aber in ihren Rollen auf ganzer Linie überzeugen. Ein Lob verdient die musikalische Begleitung durch David Reichelt und das Babelsberger Orchester, wenn auch bei einigen Sequenzen Schwächen in der Musikregie zu spüren sind. Als äußerst gut gelungen sieht die Jury die Effekte, insbesondere die digitale Gestaltung von Laurins ?Unsichtbarkeit?. Insgesamt, so ist sich die Jury sicher, wird ein jugendliches Publikum großen Spaß und spannende Unterhaltung bei diesem gelungenen Märchenspielfinden.




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