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Sternenjäger - Abenteuer Nachthimmel
Sternenjäger - Abenteuer Nachthimmel
© Universum Film © 24 Bilder

Kritik: Sternenjäger - Abenteuer Nachthimmel (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5

Die Sternenfotografen Rohan Fernando, Sebastian Kentner, Johannes Backes und Hannah Leonie Prinzler reisten u.a. ins Outback Australiens, nach Indonesien, zu den Polarlichtern in Nordkanada, nach Norwegen, in die Atacama-Wüste sowie auf die chilenischen Hochebenen, die bis zu 5000 Meter über dem Meeresspiegel liegen. Leitender Regisseur des Films war der Berliner Christian Schidlowski, dessen letzte Doku ("7 Tage im Leben meiner Freunde") 14 Jahre zurück liegt.

Das Gute an der visuell regelrecht berauschenden Doku "Sternenjäger" ist, dass nicht nur Liebhaber des Nacht- und Sternenhimmels sowie (Hobby-)Astrologen auf ihre Kosten kommen. Auch wer erhabene Landschaften und prächtige Naturaufnahmen schätzt, wird hier mit entsprechendem, beeindruckendem Bildmaterial belohnt. Denn in "Sternenjäger" stehen diese, oft aus der Luft mit Hilfe von Drohnen eingefangenen Bilder fast gleichbedeutend neben den Himmelsaufnahmen.

So z.B. Impressionen der unendlichen Weite und der an Mondlandschaften erinnernden Landstriche der Atacama-Wüste, an der südamerikanischen Pazifikküste gelegen. Oder von den gewaltigen, majestätischen Naturwundern Norwegens sowie dem fernab jeglicher Zivilisation liegenden, unberührten Outback Australiens. Das alles wird hier ganz wunderbar dokumentiert und stimmig mit jenen Szenen zusammengeschnitten, die den Nachthimmel in all seiner Schönheit und Mystik einfangen. Ungemein faszinierend und hypnotisch muten dabei u.a. die Bilder der tanzenden Nordlichter an der kanadischen Polarregion an. Ein Naturphänomen, das nicht umsonst jährlich Hunderttausende anzieht.

Wenn man die entsprechenden Polarlichter-Aufnahmen in "Sternenjäger" sieht, weiß man wieso: psychedelisch und rauschhaft wirken die bunten, hell erleuchteten Schleier und skurrilen Farbenspiele am Himmel, die in dieser Form einzigartig sind. Früher meinten die kanadischen Indianer, dass Gott auf diese Weise leuchtend in Erscheinung tritt, um nach seinen Stämmen zu sehen. Auch diesem Aspekt widmet sich "Sternenjäger": dem Aspekt der Märchen, Legenden und Mythen und welche Bedeutung die Sterne für die unterschiedlichen Völker hatten bzw. nach wie vor haben. Welche Informationen lasen die indigenen Ureinwohner und deren Vorfahren vom Nachthimmel ab? Wieso eignet sich die nächtliche Himmelsbühne als Projektionsfläche überhaupt so wunderbar für Mythen und Sagen? Und wie deuten die verschiedenen, im Film auftretenden Kulturen die Sternenbilder am Himmel? All diesen Fragen widmet sich der spirituell angehauchte Film ausführlich.

Fazit: Optisch fesselnde, geistreiche Doku über einige der beachtenswertesten Naturphänomene am Himmel und an Land.




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