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Kritik: Vivo (2020)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

"Vivo – Voller Leben" von Kirk DeMicco und Brandon Jeffords ist das erste Musical-Abenteuer aus dem Hause Sony Pictures Animation. Während die Songs zwar nett, aber überwiegend nur wenig eingängig ausfallen, sind die Bilder sowie die menschlichen und tierischen Figuren des Films sehr gelungen.

Der Plot, der eine chaotische Reise von der kubanischen Hauptstadt Havanna nach Key West und schließlich ins kosmopolitische Miami schildert, ist fraglos konventionell, überzeugt indes durch viele humorvolle Situationen. Der kleine Kapuzineraffe Vivo ist ein sympathischer Held – und auch die rebellische Schülerin Gabi ist in ihrer unbekümmerten Art einnehmend. Zum weiteren Personal gehört eine böse Schlange, ein frisch verliebtes Vogel-Pärchen und ein überambitioniertes Trio junger Tierschützerinnen. Erzählt wird von Freundschaft, von Solidarität und auch von einer Mutter-Tochter-Beziehung. Im Original sind u.a. Lin-Manuel Miranda ("Mary Poppins' Rückkehr"), Zoe Saldana ("Avatar") und die einflussreiche Sängerin Gloria Estefan zu hören.

Die Bebilderung von "Vivo" lebt insbesondere vom Einsatz der Farben. Die Backstory des alten Straßenmusikers Andrés und seiner großen Liebe Marta wird etwa in nostalgisch anmutenden Neonfarben gestaltet. Später erstrahlen die Lichter der nächtlichen Stadt Miami in Florida. So wird der Film nicht unbedingt zu einem unvergesslichen Klassiker, doch gewiss zu einem angenehmen audiovisuellen Vergnügen.

Fazit: Ein charmant animiertes Abenteuer mit witziger Titelfigur und schönen Bildern, das gute Unterhaltung bietet.




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