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Tangerine Dream - Revolution of Sound.
Tangerine Dream - Revolution of Sound.
© Real Fiction

Tangerine Dream - Revolution of Sound. (2016)

Tangerine Dream: Sound from Another World

Dokumentarfilm: Margarete Kreuzers Kinodebüt porträtiert die Band "Tangerine Dream" und gibt Einblicke in das Leben des 2015 verstorbenen Frontmanns Edgar Froese.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
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Edgar Froese war ein Mann, der sein Leben der Musik gewidmet hat. Nachdem er bereits in jungen Jahren in verschiedenen Jazz- und Rockbands spielte, gründete er 1967 gemeinsam mit Kommilitonen die Band, die ihn zu einer Musiklegende werden lassen sollte: Mit der Formation Tangerine Dream wurde Froese zu einem Wegbereiter der Berliner Schule und schuf bis dahin ungehörte Klänge zwischen Elektro und Prog-Rock. Was im Berliner Untergrund begann, führte den wagemutigen Komponisten und seine wechselnden Gefährten schließlich um die halbe Welt. Froese freundete sich mit Weltstars wie David Bowie und Brian Eno an, arbeitete mit Hollywood-Regisseuren wie Michael Mann und William Friedkin zusammen und kreierte letztlich einen immer komplexeren Klang-Kosmos, der auch nach Froeses Tod im Alter von 70 Jahren nichts von seiner Faszination eingebüßt hat.

Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Margarete Kreuzers Dokumentarfilm "Tangerine Dream – Revolution of Sound" war bereits im Fernsehen zusehen, doch nun erlaubt die erweiterte Kinofassung einen noch genaueren Einblick in den Werdegang der außergewöhnlichen Musikformation. In chronologischer Reihenfolge beleuchtet Kreuzer bedeutende Stationen der Band und konzentriert sich dabei vor allem auf den 2015 verstorbenen Frontmann Edgar Froese,der bis zu seinem Tod das einzige durchgängige Mitglied von Tangerine Dream war.

In seiner Machart ist "Revolution of Sound" zwar konventionell, aber keineswegs reizlos. Gerade die bewährte Kombination aus Archivmaterial und Interviewszenen erweist sich als ansprechender Weg, um in die auf den ersten Blick sperrige Welt von Tangerine Dream einzuführen. Dabei ist Kreuzers Dokumentarfilm nicht nur für Kenner und Liebhaber avantgardistischer Musik geeignet, sondern zeigt sich überraschend zugänglich.

Die entspannte Erzählweise, die zahlreichen prominenten Weggefährten sowie eine stimmige Kontextualisierung der Bandgeschichte erden "Revolution of Sound". Nicht zuletzt dank des ausgiebigen Filmmaterials, das Froese selbst als emsiger Beobachter seines Alltags aufgenommen hat, werden Historie und Protagonisten greifbar. Abgerundet wird diese persönliche Perspektive durch die Leistung des Erzählers Alexander Hacke, der hier auf charmante Weise Froeses eigenen Worten seine Stimme leiht.

Fazit: Margarete Kreuzers Dokumentarfilm erzählt auf konventionelle Weise von einer außergewöhnlichen Band. Gerade durch bewährte Inszenierungsmittel gelingt es, "Tangerine Dream – Revolution of Sound" in einen mitunter sperrigen Musik-Kosmos einzuführen und diesen auf stimmige Weise im Zeitgeschehen zu kontextualisieren. Eine nicht bloß für Kenner sehenswerte Bandgeschichte.




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Land: Deutschland
Jahr: 2016
Genre: Dokumentation, TV-Film
Länge: 87 Minuten
Kinostart: 07.09.2017
Regie: Margarete Kreuzer
Darsteller: Brian May, Bianca Acquaye, Volker Schlöndorff
Verleih: Real Fiction

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