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FBW-Bewertung: Hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch! (2017)

Prädikat besonders wertvoll

Jurybegründung: In dieser Familie scheinen die Rollen von Tochter und Mutter vertauscht zu sein. Die kleine Sita kümmert sich ums Frühstück und darum, dass die Mutter mit einem Pausenbrot zur Arbeit fährt. Erst dann macht sie sich auf den Schulweg, wobei ihr netter Klassenlehrer sie auf seinem Fahrrad (denn ihr eigenes hat einen Platten) mitnimmt. Dies ist eine stimmige und witzige Exposition, bei der das junge Zielpublikum sich schnell mit der quicklebendigen Heldin identifizieren kann und die Erwachsenen eher ebenbürtige Freunde als Autoritätspersonen sind. Und schon bald wird deutlich, dass auch der beliebte Lehrer die Hilfe von Sita dringend nötig hat, denn wenn in seiner Gegenwart Frösche auch nur erwähnt werden, werden zuerst seine Hände grün und aufgebläht und bald sitzt er selber als kleiner Frosch auf dem Boden. Nur wenn er eine Fliege fängt, verwandelt er sich wieder zurück und Sita beschützt ihn zuerst alleine und dann gemeinsam mit ihrer ganzen Klasse, indem sie immer einegefangene Stubenfliege für ihn bereithält. Doch der neue Schulleiter hat es auf den netten Lehrer abgesehen. Und er heißt nicht nur Storch, sondern verwandelt sich auch regelmäßig in solch einen Raubvogel, der am liebsten Frösche frisst. Diese fantastische Geschichte wird kindgerecht und fröhlich in Szene gesetzt. Kleine Konflikte wie jener zwischen Sita und ihrer Mutter, die zu wenig Zeit für sie hat, werden spielerisch durchgespielt und aufgelöst, und es wird nie zu bedrohlich, denn der wunderbar storchenhaft wirkende Schulleiter ist keine wirkliche Bedrohung für die pfiffigen Kinder, die ihn dann auch von seiner Einsamkeit erlösen, indem sie ihm mit einer schönen Storchendame in einen Käfig sperren. Die Regisseurin Anna van der Heide ist ganz bei den Kindern, erzählt einfühlsam aus deren Blickwinkel. Dabei vermittelt sie, ohne dabei je pädagogisch zu wirken, positiveWerte wie Freundschaft, Solidarität, Verantwortung und Toleranz.



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