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An American in Paris - The Musical
An American in Paris - The Musical
© Trafalgar Releasing

Kritik: An American in Paris - The Musical (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5

Das Musical "Ein Amerikaner in Paris" beruht auf dem gleichnamigen Musical-Klassiker von Regisseur Vincente Minnelli aus dem Jahr 1951. Die Hauptrollen spielten Gene Kelly und Leslie Caron. Die Musik wurde größtenteils von George Gershwin komponiert und wurde zu einem Welterfolg. 2014 wurde "Ein Amerikaner in Paris" dann erfolgreich für den Broadway adaptiert. Es erhielt den Tony Award und entwickelte sich im Londoner West End zu einem Straßenfeger. Und Kritikerliebling: 28 Fünf-Sterne-Bewertungen durch britische Musical-Kritiker machten "Ein Amerikaner in Paris" zur meistgefeierten Show im Jahr seiner Premiere.

Die Broadway-Version von "Ein Amerikaner in Paris" besticht durch die gelungene, stimmige Kombination aus Schauspiel, Kulisse, Musik und Tanz und findet aus diesem Grund verdientermaßen den Weg auf die große Leinwand. Eine Ehre, die nicht vielen Musicals zuteilwird. Drei Stunden dauert dieses Liebesepos, dessen große Kunst es ist, die magische Atmosphäre der Stadt der Liebe glaubhaft heraufzubeschwören. Die historischen Umstände und zeitlichen Hintergründe, vor denen sich die Geschichte entfaltet, empfinden die Pariser – im MGM-Filmklassiker wie auch auf der Broadway-Bühne – als ambivalent: viele bedeutende Bauwerke und einst prächtige Stadtviertel liegen 1945 in Trümmern. Zerstört durch die Bomben des Nazi-Regimes.

Doch Hoffnung und Mut keimen immer mehr auf, denn der Schrecken des Krieges ist endgültig vorbei. Diese langsam erwachende Lebensfreude spiegelt sich authentisch auch in den Begegnungen der Menschen wieder, die sich an den für die Metropole an der Seine so typischen Orten und Plätzen treffen. Sie verwandeln sich auf der großen Musicalbühne in beeindruckende und täuschend echt gestaltete Kulissen: ob als prächtige Boulevards, mächtige Litfaßsäulen, gemütliche Cafés, steinerne Brücken oder verrauchte, urige Jazzkeller. Oft werden die Bühnenbilder bzw. Kulissen und damit die Szenerie im Sekundentakt gewechselt, wodurch noch mehr Schwung in die Handlung und in die ohnehin schon dynamische Inszenierung gebracht wird.

Hinzu kommen eine abwechslungsreiche Musik – mal schmissige Stimmungslieder, mal melodiöser Chanson, mal sentimentaler Jazz – und spektakuläre Tanz-Szenen. In erster Linie die Ballett-Einlagen überzeugen mit Extravaganz und spektakulärer Choreografie, gerade im bombastischen, regelrecht bildgewaltigen Finale.

Fazit: Stimmungsvolles, tänzerisch famoses Broadway-Musical mit authentisch-atmosphärischen Kulissen, das dem 50er-Jahre-Filmklassiker in jeder Szene gerecht wird. Ein Fest für Freunde bombastischer Musical-Unterhaltung.




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