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FBW-Bewertung: Alles ist gut (2018)

Prädikat besonders wertvoll

Jurybegründung: Alles ist gut, so der Filmtitel. Aber eigentlich ist nichts gut im Leben von Janne und das wird sich auch bis zum Ende des Films nichtändern.

Ein eindrucksvolles Gesellschaftsbild bietet uns Autorin und Regisseurin Eva Trobisch. Im Zentrum der Geschichte steht Janne, eine starke junge Frau. Die Stärke braucht sie auch, um alle Schicksalsschläge, die ihr das Leben und vor allem die Männer in ihrem Leben zu bieten haben, meistern zu können. Gemeinsam mit ihrem Freund Piet muss sie nach einer Insolvenz beruflich wieder Fuß fassen. Der notwendige Umzug passt absolut nicht zu den neuen beruflichen Plänen von Janne und so beginnen die ersten negativen Schwingungen zwischen den Beiden. Die Party bei einem Klassentreffen endet zwischen Janne und Martin, dem Schwager des neuen Chefs, in einer Vergewaltigung mit Folgen, die Jannes Leben fast zielgerecht in eine menschliche Sackgasse führt.

Nicht nur Janne, sondern alle Personen in ihrem Umfeld haben auch ihre eigenen großen Probleme. Der Zusammenbruch bürgerlichen Lebens zeigt sich. Jeder ist auf sich fixiert und nicht bereit, auf andere zuzugehen. Nur Jannes Mutter kann auf gewisser Weise noch zu ihrem Schutzhafen werden. Aber so weit nur, wie sie dann selbst ihr Leben bewältigen muss. Die Besetzung der Charaktere ist bestens und ihr Spiel glaubhaft und überzeugend gut. Aenne Schwarz als Janne, in jeder Szene des Films gefordert, kann mit einer überragend präsenten Leistung aufwarten. Man leidet mit ihr, in jeder Minute. Eine gute Kameraführung und präzise Montage gehören zu den weiteren handwerklichen Leistungen dieses beachtlich sicher inszenierten wichtigen Films.



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