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Meine Welt ist die Musik - Der Komponist Christian Bruhn
Meine Welt ist die Musik - Der Komponist Christian Bruhn
© Filmperlen

Kritik: Meine Welt ist die Musik - Der Komponist Christian Bruhn (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Mit "Meine Welt ist die Musik – Der Komponist Christian Bruhn" legt die Filmemacherin Marie Reich nach einer Idee ihres Produzenten und Co-Drehbuchautors Constantin Ried und ihres zweiten Kameramanns Markus Götzfried ein dokumentarisches Porträt vor: Sie hat Christian Bruhn mit ihrem Team über drei Jahre begleitet und zeigt den 1934 geborenen, sehr humorvollen Mann unter anderem in seinem Arbeitszimmer – umgeben von zahllosen Schallplatten, CDs, Büchern und Dokumenten –, im Tonstudio, bei einem Ausflug und bei seiner eigenen Geburtstagsfeier. Der arrivierte Unterhaltungsmusik-Macher gibt Einblick in sein Leben, lässt seinen Werdegang Revue passieren – und lässt gelegentlich das Klavier erklingen, um die Entstehung eines Stücks zu schildern.

Der Film arbeitet mit Fotografien und kurzen TV-Ausschnitten, in denen einige der Ohrwürmer zu hören sind, die Bruhn in Form von Schlager-Songs oder Einstiegsmelodien für Fernsehserien kreierte. Zudem kommen Personen aus Bruhns Umfeld – etwa der Komponist und Produzent Ralph Siegel – zu Wort. Die Sängerin Katja Ebstein, die zu Bruhns Ex-Ehefrauen zählt, äußert sich treffend zu Bruhns musikalischem Talent, wenn sie erläutert, dass die leichte Form – das Einfache, Schlüssige – oft besonders schwer zu erzeugen ist. Sehr interessant sind auch die Aussagen von Johannes Bruhn, der wie sein Vater als Musiker tätig ist und durch das gemeinsame Musizieren eine ganz neue Verbindung zu diesem aufbauen konnte.

Nicht zuletzt lebt das Werk von Bruhns beschwingter Art. Der Komponist, der Mozart verehrt und "im Herzen ein Jazzer" ist, hat spürbaren Spaß daran, seine Erinnerungen zu teilen und ist zugleich überaus aufgeschlossen, Neues kennenzulernen: Wenn ihm das Duo DJ Hell und DJ Sepalot einen Techno-Remix seines "Timm Thaler"-Themas präsentiert, reagiert er darauf mit großer Begeisterung.

Fazit: Ein sympathischer Film über einen ebenso sympathischen Menschen. Marie Reich fängt das Leben und die Karriere von Christian Bruhn überzeugend ein.




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