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Lieber Antoine als gar keinen Ärger (2018)

En liberté!

Krimikomödie: Eine Polizistin wird mit der Korruption ihres toten Gatten konfrontiert – und will einem Geschädigten heimlich helfen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 4 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Yvonne Santi (Adèle Haenel) lebt mit ihrem kleinen Sohn Théo (Octave Bossuet) in einer Stadt in Südfrankreich. Vor zwei Jahren hat sie ihren Ehemann – den Polizeichef Jean (Vincent Elbaz) – verloren. Auch Yvonne arbeitet als Polizistin. Nach einer Razzia muss sie in einem Verhör erfahren, dass ihr verstorbener Gatte, der in der ganzen Stadt als Held gilt, in korrupte Geschäfte verwickelt war. Das Haus, in welchem Yvonne und Théo wohnen, und den Schmuck, den Yvonne trägt, konnte sich Jean nur durch seine Kontakte mit der Unterwelt leisten.

Überdies kommt Yvonne dahinter, dass Jean vor acht Jahren dafür sorgte, dass der völlig unschuldige Goldschmied Antoine (Pio Marmaï) für einen angeblichen Juwelenraub ins Gefängnis gehen musste. Als er entlassen wird, beschließt Yvonne, den Mann unbemerkt zu unterstützen. Doch trotz des liebevollen Empfangs durch seine Freundin Agnès (Audrey Tautou) fällt Antoine die Resozialisierung extrem schwer. Nachdem er abermals von der Polizei aufgegriffen wurde, wird Yvonne noch aktiver. Alsbald entsteht zwischen den beiden eine starke Anziehung.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Der 1964 geborene Filmemacher Pierre Salvadori hat schon in zahlreichen seiner Arbeiten – etwa in "Der Killer und das Mädchen" (1993), "Alle lieben Blanche" (2003) oder "Liebe um jeden Preis" (2006) – Romantik mit Chaos, schwarzem Humor und Kriminalität verbunden. Auf unterhaltsame Weise gelingt ihm dies auch in seiner neuen Arbeit "Lieber Antoine als gar keinen Ärger", in welcher die verwitwete Polizistin Yvonne Wiedergutmachung für die Taten ihres betrügerischen Gatten leisten will und sich deshalb an die Fersen des frisch entlassenen Antoine heftet, der unschuldig im Knast saß.

Dies führt rasch zu Situationen voller Irrwitz und Absurdität, die Salvadori mit dem nötigen Tempo auf die Leinwand bringt. Das Skript, das der Regisseur gemeinsam mit Benoît Graffin und Benjamin Charbit geschrieben hat, und die Inszenierung sind nicht frei von ein paar Kruditäten; nicht jeder Gag vermag zu funktionieren. "Lieber Antoine als gar keinen Ärger" erweist sich jedoch als Quelle herrlicher Screwball-Passagen. Yvonne und Antoine bauen eine Beziehung zueinander auf, die auf etlichen Missverständnissen basiert – während Antoine zugleich seine Freundin Agnès liebt und Yvonne von ihrem Kollegen Louis angehimmelt wird. Die Gefühlswirrungen innerhalb dieses Quartetts sind erfreulich unvorhersehbar – und werden von Adèle Haenel ("Das unbekannte Mädchen"), Pio Marmaï ("Der Wein und der Wind"), Audrey Tautou ("Die fabelhafte Welt der Amélie") und Damien Bonnard ganz wunderbar gespielt.

Zu den vielen Ideen, mit denen der Film aufwartet, gehören die Gutenachtgeschichten, die Yvonne ihrem Sohn erzählt: Während der Ehemann beziehungsweise Vater darin zunächst als strahlender Actionheld erscheint, werden die Schilderungen immer fieser, nachdem Yvonne die Wahrheit über ihren verstorbenen Gatten erfahren hat. Hinzu kommen überdrehte Slapstick-Einlagen und ein paar überraschend zauberhafte Dialoge.

Fazit: Ein widerspenstiger Mix aus Liebe und Gaunerei mit einer Fülle an Einfällen und einem sympathisch-beherzt agierenden Schauspiel-Quartett im Zentrum.




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Land: Frankreich
Jahr: 2018
Genre: Komödie
Länge: 108 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 24.10.2019
Regie: Pierre Salvadori
Darsteller: Adele Haenel als Lieutenant Yvonne Santi, Pio Marmaï als Antoine Parent, Audrey Tautou als Agnès Parent
Verleih: Neue Visionen

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