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FBW-Bewertung: Die Winzlinge - Abenteuer in der Karibik (2018)

Prädikat besonders wertvoll

Jurybegründung: Ein Kinderfilm ganz ohne Worte, der zudem Realität und Animation virtuos mixt und der ganz nebenbei noch Werte wie Freundschaft, Solidarität, Weltoffenheit und soziales Miteinander vermittelt - das klingt beinahe schon wie die Beschreibung eines eigentlich unmöglichen Films - und doch gelingt Hélène Giraud und Thomas Szabo in der Fortsetzungzu ihrem Film DIE WINZLINGE - ABENTEUER ZUCKERDOSE das Kunststück, all dies und noch einiges mehr unter einen Hut und auf die Leinwand zu bringen.

Der sanfteÜbergang vom Realfilm in die Welt der Animation ermöglicht das Eintauchen in die Welt der Insekten, die nonverbale Kommunikation, bei der die Insekten summen und die Ameisen Morsezeichen von sich geben, macht aus dem Film nicht nur ein Vergnügen für Kinder, sondern auch für Erwachsene und füralle Menschen rund um den Globus, die diesem Leinwandspaß ohne große Schwierigkeiten folgen können.

Obwohl der kleine Marienkäfer und sein Vater, die durch einen dummen Zufall in die Karibik geraten, immer wieder brenzlige Situationen durchstehen müssen, sind selbst diese Abenteuer bestens auch für kleine Kinozuschauer*innen geeignet und selbst eine fiese Spinne kommt so flauschig und kuschelig daher, dass sie fast schon wie ein Sympathieträger wirkt. Nur an ganz wenigen Stellen wird es dann vielleicht doch ein wenig gruselig.

Erstaunlich ist dabei auch, wie es dem Film ohne jeglichen Dialog, aber mit viel Gespür für feine Nuancen gelingt, den einzelnen Tiere unverwechselbare Wesenszüge zu verleihen. Mit sichtbarem Spaß geht auch die Ausstattung zu Werke, die gerade bei den Szenen in der Konservenfabrik in Frankreich, in der der kleine Marienkäfer in die Kiste in Richtung Karibik gerät, mit spürbarviel Freude am Detail eine liebenswerte kleine Welt entwirft, durch die mancher sich gerne bewegt und die mit vielen schönen Überraschungen aufwarten kann.

Einzig die manchmal etwas zu?große? Filmmusik, die aus Sicht der Jury in manchen Momenten ein wenig zu bedeutungsschwanger wirkt, störte in wenigen Szenen den Fortgang der Handlung, was aber angesichts der vielen anderen Vorzüge des Films kaum je ins Gewicht fiel.






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