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Kritik: Campo (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

"Campo" sei ein Film, "der auf die Flüchtigkeit, die Würde und die Absurdität des Lebens auf diesem Planeten verweist", sagt dessen Regisseur Tiago Hespanha und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Der studierte Architekt hat seine Mischung aus Dokumentarfilm und Essay rund um Europas größten Militärübungsplatz gebaut. Von dort aus unternimmt er mal ganz reale Reisen zu den Bewohnern und Anrainern, mal welche in Gedanken.

Die Kamera nimmt das Gelände (Pflanzen, Tiere, Menschen) in den Blick, und der Regisseur stellt in einem Off-Kommentar seine Überlegungen dazu an. Mal denkt er vermittels griechischer Mythen über die Ursprünge der Menschheit nach, mal erkundet er den Ursprung des Wortes "Campo", mal erzählt er Anekdoten über die Weltraumfahrt und setzt sich so mit möglichen Wendepunkten und Endpunkten der Menschheit auseinander.

Der Wechsel aus ruhigen Einstellungen und Interviews, reflektierendem Kommentar und klassischer Musik, die ab und an die schönen Bilder untermalt, verleiht "Campo" einen philosophischen Anstrich. Ein nachdenklicher Film, der zum Nachdenken anregt: über die Bedeutung und Bedeutungslosigkeit des Menschen, über Unendlichkeit und Endlichkeit.

Fazit: "Campo" ist ein Mix aus Dokumentarfilm und Essay, ein Nachdenken über den Menschen und seine Bedeutung in der Unendlichkeit des Weltalls. Ein gelungener Hybrid mit philosophischem Anstrich, der die Zusehenden selbst zum Nachdenken anregt.




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