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Goblin Slayer the Movie: Goblins Crown
Goblin Slayer the Movie: Goblins Crown
© 24 Bilder © AniMoon Publishing

Kritik: Goblin Slayer the Movie: Goblins Crown (2020)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

"Goblins Crown" ist ein Sequel zur Serie "Goblin Slayer", die von AniMoon Publishing auf DVD und Blu-ray veröffentlicht wurde. Das in Potsdam beheimatete Unternehmen ist auf die Vermarktung, die Lizenzierung und den Vertrieb von Anime-Serien in Form hochwertiger DVDs und Blu-rays spezialisiert. Der Goblin-Slayer-Kosmos geht zurück auf den japanischen Regisseur und Anime-Künstler Takaharu Ozaki, der 2015 mit der zwei Episoden umfassenden Mini-Serie "Gunslinger Stratos" als Regisseur debütierte

Wie man es von ihm kennt macht der Goblin Slayer auch in "Goblin’s Crown" kurzen Prozess – vor allem natürlich mit den kleinen grünen, hinterlistigen und von ihm so verachteten grünen Plagegeistern. Im jüngsten Abenteuer des sich im Silberrang befindlichen Ritters geht es gleich zu Beginn schnörkellos und ziemlich blutig zur Sache. Bereits in den ersten zwanzig Minuten finden dutzende Goblins ihren Tod, oft – aber nicht nur – durch das (immer wieder auch fliegende) Schwert des Goblin Slayers. Ozaki setzt auf eine wenig zimperliche, temporeiche Inszenierung mit harten Kampfszenen, gespaltene oder durchbohrte Goblin-Schädel inklusive. Doch das ist genau das was man von ihm erwartet.

Abwechslungsreich wird es, da sich in den dringlichen, mitreißenden Fight- und Schlachtszenen gleichsam des Ritters Begleitmannschaft beweisen darf. So der eher introvertiertere Echsenmann oder die wild durch die Lüfte wirbelnde Hochelfin, die mit ihren Pfeil-und-Bogen-Stunts für einige der stärksten, gelungensten Schauwerte sorgt. Immer ganz dicht bei den Protagonisten: Ozaki mit seiner Kamera, der den so grundverschiedenen Charakteren stets dicht folgt und ihnen quasi über die Schulter filmt.

Apropos Schauwerte: Bildgewaltig und imposant geht es in den Szenen im hohen Norden zu, spätestens als die Abenteuertruppe den prächtigen Palast erreicht. Wenn sich der Schnee blutrot färbt und Ozaki seinem Talent für irrlichternde Farbkompositionen sowie Licht-Schatten-Spiele frönt, dann kann man sich an "Goblin’s Crown" ebenso rein ästhetisch und visuell nicht sattsehen. Darüber hinaus dürfen der lieb gewonnene, augenzwinkernde und subtil eingestreute Humor (etwa wenn der Ritter seinem fast schon zwanghaften Zählen der bislang getöteten Kobolde nachgeht) ebenso wie sinnvoll eingebaute Rückblicke in die Vergangenheit der Figuren nicht fehlen.

Fazit: Rundherum gelungenes, in Sachen Rasanz und Action elektrisierendes, schauwertiges Abenteuer um Zusammenhalt, Mut – und den blutig in Szene gesetzten Kampf gegen die garstigen Goblins.




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