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Rettet den Zoo
Rettet den Zoo
© Capelight Pictures

Kritik: Rettet den Zoo (2020)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Die südkoreanische Komödie "Rettet den Zoo" von Son Jae-gon, der in seiner Heimat bereits drei Spielfilme als Regisseur realisiert hat, basiert auf dem gleichnamigen Webtoon von Hun. Dass sich der Film in Südkorea zu Beginn des Jahres im Kino als veritabler Publikumserfolg erwiesen hat, ist durchaus nachvollziehbar – denn er bietet amüsante Unterhaltung mit sympathischen Figuren.

Fraglos ist die Story von "Rettet den Zoo" recht formelhaft: Dass sich der Protagonist Tae-soo, der zunächst aus rein egoistischen Karriere-Gründen handelt, zum Positiven wandeln wird, ist gewiss ebenso vorhersehbar wie die Tatsache, dass der von Tae-soo erdachte Schwindel zur titelgebenden Zoo-Rettung früher oder später auffliegen wird. Dennoch ist der Weg dorthin witzig geschildert. Wenn der alte Direktor Seo (Park Young-kyu), die engagierte Tierärztin So Won (Kang Sora) sowie das chaotische Duo Gun-wook (Kim Sung-oh) und Hae-kyung (Jeon Yeo-been) in lebensechte Kostüme schlüpfen, um den Leuten vorzugaukeln, es säßen echte Tiere in den Gehegen, steckt vor allem in der Übungsphase viel Humor. Obendrein sind die Kostüme – ein Eisbär, ein Löwe, ein Gorilla und ein Faultier – überaus liebevoll gestaltet. Der Film setzt auf absurde Momente, thematisiert am Rande aber auch Kapitalismus, Tierschutz und Loyalität. Das Finale ist für ein weitgehend familientaugliches Werk indes etwas zu Action-lastig geraten.

Neben Hauptdarsteller Ahn Jae-hong überzeugt insbesondere Kang Sora mit ihrem zurückhaltenden Spiel als besorgte Ärztin; Kim Sung-oh und Jeon Yeo-been sind zudem wunderbare Sidekicks.

Fazit: Gute Komödien-Unterhaltung mit einnehmendem Ensemble und tollen Tierkostümen.




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