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Cats & Dogs 3 - Pfoten vereint!
Cats & Dogs 3 - Pfoten vereint!
© Warner Bros.

Kritik: Cats & Dogs 3 - Pfoten vereint! (2020)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Regisseur Sean McNamara, der seit vielen Jahren erfolgreich als Drehbuchautor, Filmemacher und Schauspieler aktiv ist, wurde mit dem Dreh dieses dritten Teils des "Cats & Dogs"-Franchise beauftragt. Seit jeher liegen viele Jahre zwischen den einzelnen Produktionen. Kam "Cats & Dogs" bereits 2001 in die Kinos, erschien die Fortsetzung erst 2010. Beide Teile spielten gemeinsam fast 320 Millionen Dollar ein.

Im Gegensatz zu den ersten beiden Filmen über die illustre Tier-Schar krankt "Pfoten vereint!" in erster Linie an einer recht faden und schwachen Story, die einfach keinen kompletten Film von 90 Minuten Laufzeit trägt. Hätten die Macher sich spannende Nebenhandlungen ausgedacht oder den Seitenstrang um die Teenager Max (Callum Seagram Airlie) und Zoe (Sarah Giles), das Herrchen bzw. Frauchen von Roger bzw. Gwen, erweitert, wäre mehr drin gewesen.

So aber dümpelt die Action-Komödie dramaturgisch weitestgehend vor sich hin und ist – wenn überhaupt – wohl einzig für junge Kinobesucher unter zehn Jahren amüsant. Zumal eine Liebe zu Haustieren ohnehin unabdingbar ist, um den komödiantischen Szenen ein Schmunzeln abzugewinnen. Die Botschaft ist darüber hinaus wenig überraschend: Es braucht gute Freunde und Zusammenhalt, um das Böse zu besiegen. Das gilt sowohl für Tiere als auch für Menschen. Negativ fällt darüber hinaus die Technik-Fixierung des Films auf. In Sachen technischer Gerätschaften und Gadgets sowie technologischer Ausstattung ist "Pfoten vereint!" heillos überladen.

Das erkennt man bereits an der hochmodernen, maschinellen Zentrale des Überwachungssystems – es blinkt und leuchtet überall, dazwischen sieht man undefinierbare Netzwerke, Knöpfchen und Schalter, die den Eindruck der "Über-Technisierung" und der ausladenden Ausstattung bestätigen. Immerhin: Sympathisch im Auftreten und kreativ gestaltet sind viele der anderen (Haus-)Tiere sowie tierischen Nebenfiguren, von denen die meisten zwar nur kurze Auftritte haben. Diese sorgen aber zumindest gelegentlich für Abwechslung und Witz.

Fazit: Reichlich unausgegoren, vorhersehbar und vage ist dieses unmotivierte Tier-Action-Abenteuer geraten, in dem lediglich die tierischen Statisten und der gelungene Mix aus Dressur, Puppenspiel und CGI überzeugen.




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