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Youth Unstoppable - Der Aufstieg der globalen...egung
Youth Unstoppable - Der Aufstieg der globalen Jugend-Klimabewegung
© Bundesverband Jugend und Film e.V.

Kritik: Youth Unstoppable - Der Aufstieg der globalen Jugend-Klimabewegung (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Slater Jewell-Kemker wurde die Liebe zu Bewegtbildern und dem Medium "Film" quasi in die Wiege gelegt. Die Eltern der aus Los Angeles stammenden Frau sind beide Filmemacher. Im Alter von 15 Jahren brach Jewell-Kemker ihre schulische Laufbahn ab und widmete sich fortan jenen beiden Dinge, die sie am meisten erfüllten: der Realisierung von (Dokumentar-) Filmen und ihrem Kampf gegen die Umweltzerstörung sowie für den Klimaschutz.

Es ist ein mutiger, beeindruckender Kampf, den Slater Jewell-Kemker mit ihren Mitstreitern der globalen Jugend-Umweltbewegung führt. "Youth unstoppable" ist immer ganz dicht bei der Protagonistin und begleitet sie hautnah bei diesem Kampf, der die junge Frau um die halbe Welt führt. Und dank der Dauerpräsenz ihrer Kamera nimmt Jewell-Kemker den Zuschauer mit auf diese Reise: etwa zu Konferenzen nach Brasilien, Dänemark oder Polen, bei denen die Zukunft unseres Planten diskutiert wird.

Spannend ist zudem der Blick zurück in die (jüngere) Vergangenheit, die dem Betrachter nochmals die – politischen – Rückschritte, Verfehlungen und Fehlentscheidungen der letzten Jahre vor Augen führt. Etwa die rückständige Klima- und Umweltpolitik der Trump-Administration sowie deren Entscheidung, aus dem Pariser Klimaabkommen auszutreten. Bilder von brennenden Wäldern, überschwemmten Inseln und globalen Naturkatastrophen sind zwar nicht neu, dennoch wählt Jewell-Kemker die in ihrer Drastik und Bildgewalt genau richtigen Impressionen, um ihren Forderungen Ausdruck zu verleihen – und unterlegt diese Aufnahmen darüber hinaus mit dringenden Appellen.

Der Film berücksichtigt ebenso die von Greta Thunberg angestoßene Massenbewegung der Jugendlichen. Jewell-Kemker war Thunberg gewissermaßen voraus, jedoch blieb ihr die große mediale Aufmerksamkeit verwehrt. Mit der schwedischen Aktivistin änderte sich dies. "Als Jugend stehen wir hier, damit unsere Stimmen gehört werden", äußert eine Jugendliche am Rande einer Protestaktion und ist den Tränen nahe. Da Jewell-Kemker stets unmittelbar beteiligt ist und zu einem Teil der Kundgebungen wird, vermittelt sie einen authentischen, realistischen Eindruck von der Energie und der Aufbruchsstimmung aber auch der Verzweiflung der um ihre Zukunft kämpfenden jungen Menschen.

Fazit: Ehrliche, kraftvoll bebilderte Doku über die weltweite Massenbewegung der Jugendlichen im Kampf für einen sauberen Planeten.




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