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Kein Weg zurück (2024)

Vejen hjem

Hochbrisantes Himmelfahrtskommando: Dänisches Drama über eine verzweifelte Rettungsaktion.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4.0 / 5

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Der Däne Christian (Nikolaj Lie Kaas) ist auf heikler Mission: Um seinen Sohn Adam (Albert Rudbeck Lindhardt) aus den Fängen radikaler Islamisten zu retten, begibt er sich nach Syrien und gibt vor, selbst Islamist zu sein. Vor Ort lernt er zwei weitere Dänen, Abu Amin (Besir Zeciri) und Abu Hassan (Arian Kashef), kennen, mit denen er sich zunächst einer Befreiungsarmee und später dem Islamischen Staat (IS) anschließt.

Auf der Suche nach Adam erhält Christian Hilfe von Bilal (Harki Bhambra), einem Briten mit syrischen Wurzeln, der in Syrien feststeckt und sein Geld als "Problemlöser" verdient. Doch bald schon stehen Christian, Bilal, Abu Amin und Abu Hassan selbst vor gewaltigen Problemen.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse4 / 5

"Kein Weg zurück": Verlorene Söhne

Der Mann hat sein Ziel fest vor Augen. Das machen die ersten Filmminuten unmissverständlich klar. Nachdem er gemeinsam mit einer kleinen Gruppe anderer Männer nahe der syrischen Grenze sich selbst überlassen wird, marschiert er voran. Die Stiefel fest geschnürt, der Blick fest entschlossen. Doch warum sich ausgerechnet ein Europäer wie er wie ein Flüchtling zu Fuß nach Syrien einschleicht, das wirft nicht nur beim Kinopublikum Fragen auf. Auch die Syrer, die ihn in Empfang nehmen und denen er sich als Konvertit vorstellt, beäugen den vollbärtigen Dänen kritisch. Er behauptet, für die gemeinsame Sache kämpfen zu wollen. Doch dem Publikum schwant, dass eine andere Motivation den Protagonisten antreibt.

Ernster Hintergrund

Der aus den Jussi-Adler-Olson-Adaptionen bekannte Nikolaj Lie Kaas spielt diesen Mann, der mit bürgerlichem Namen Christian heißt. Er ist auf der Suche nach seinem Sohn Adam, der sich radikalisiert hat. Im Zuge des Rettungsversuchs wird auch Christian zu immer radikaleren Mitteln greifen müssen. Und trotzdem wird es ihm nicht vergönnt sein, den verlorenen Sohn zurück nach Hause zu holen. Dafür rettet Christian eine andere verlorene Seele, der er zu einer Art Ersatzvater wird. Nikolaj Lie Kaas, der bereits in mehr als 60 Film- und Fernsehrollen vor der Kamera stand, füllt auch diese Rolle überzeugend aus.

Der Hintergrund für diesen Film ist ein ernster. "Dänemark war, pro Kopf gerechnet, das Land mit der höchsten Anzahl an europäischen Teilnehmern am syrischen Bürgerkrieg", sagt die Regisseurin Charlotte Sieling. Einige hätten gegen Assad, andere für den IS und wieder andere gegen den IS gekämpft. "Kein Weg zurück" sei nicht nur "eine Manifestation dieser Tatsache", sie wolle mit ihrem Film auch eine Diskussion darüber anstoßen, wie die Gesellschaft, vor allem aber wie Eltern mit ihren Kindern – denn es waren vor allem junge Männer, die in den Bürgerkrieg zogen – kommunizieren würden, sagt Sieling. Zumindest in ihrem Film gehören dazu auch einige harte Antworten.

Spannende Umsetzung

Sieling ist schon lange im Geschäft, hat viel fürs Fernsehen und zuletzt das shakespearehafte Historiendrama "Die Königin des Nordens" (2021) gedreht. Unter den Serien, bei denen sie auf dem Regiestuhl saß, sind zahlreiche Spannungsformate wie "Die Brücke" und deren US-Remake "The Bridge", "The Americans" und "Homeland". Die 1960 geborene Dänin kennt sich mit Krimis und Themen wie Spionage und Terrorismus also bestens aus. In "Kein Weg zurück" fügt sie all das zu einem nervenaufreibenden Film zusammen, der überzeugend zwischen Kriegsfilm, Thriller und Familiendrama balanciert – und dabei nichts beschönigt oder gar romantisiert.

Fazit: Nach dem Historiendrama "Die Königin des Nordens" nimmt sich die Regisseurin Charlotte Sieling eines zeitgenössischen Themas an. "Kein Weg zurück" erzählt die Geschichte eines gescheiterten Rettungsversuchs, einer gescheiterten Familie und einer geglückten Radikalisierung. Sieling macht daraus eine gelungene Mischung aus Drama, Thriller und Kriegsfilm, die nichts beschönigt oder gar den Terrorismus romantisiert.




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Besetzung & Crew von "Kein Weg zurück"

Land: Dänemark
Weitere Titel: Way Home
Jahr: 2024
Genre: Drama
Originaltitel: Vejen hjem
Länge: 97 Minuten
Kinostart: 11.12.2025
Regie: Charlotte Sieling
Darsteller: Nikolaj Lie Kaas als Christian, Albert Rudbeck Lindhardt als Adam, Arian Kashef, Besir Zeciri, Harki Bhambra
Kamera: Camilla Hjelm
Verleih: 24 Bilder

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