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Mercy (2025)
Ein Polizist ist des Mordes an seiner Frau angeklagt und muss seine Unschuld vor einem KI-Gericht in 90 Minuten beweisen.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Los Angeles in naher Zukunft: Soziale Unruhen und Kriminalität sind an der Tagesordnung. Die Regierung hat ein System namens "Mercy“ eingeführt, um Verbrecher zügig zu verurteilen. Angeklagte müssen eine Künstliche Intelligenz innerhalb von 90 Minuten überzeugen, dass die Wahrscheinlichkeit ihrer Schuld geringer ist als angenommen, sonst werden sie sofort hingerichtet. Der Polizist Chris (Chris Pratt) hatte das System unterstützt und ihm den ersten Mann zur Verurteilung zugeführt. Nun aber sitzt Chris plötzlich selbst gefesselt auf einem Stuhl im Gericht vor einem Monitor, auf dem die KI-Richterin Maddox (Rebecca Ferguson) erscheint.
Sie führt Chris Videoaufnahmen vor, die zeigen, wie er mit Gewalt ins eigene Haus eindrang, sich danach in einer Bar betrank, die 16-jährige Tochter Britt (Kylie Rogers) zuhause die erstochene Mutter fand. Chris hat ein Alkoholproblem, seine Frau wollte sich scheiden lassen, aber er behauptet, unschuldig zu sein. Fieberhaft beginnt der Polizist, der nicht aufstehen darf, das in der Cloud vorhandene Bildmaterial mit der KI zu sichten, zu telefonieren und in eigener Sache zu ermitteln.
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Filmkritik
"Mercy“: In der Macht einer KI-Richterin
Der futuristische Actionthriller "Mercy“ entwirft für das Jahr 2029 in Los Angeles ein regelrechtes Schreckensszenario. Dort müssen Menschen, die des Mordes angeklagt sind, einer Künstlichen Intelligenz in 90 Minuten beweisen, dass die Wahrscheinlichkeit ihrer Schuld einen gewissen Prozentsatz nicht übersteigt. Sonst werden sie auf dem Stuhl hingerichtet, an den sie gefesselt sind. Die Beweislage gegen Chris scheint erdrückend zu sein, aber er hat eine Chance, weil er als Polizist weiß, wie man ermittelt. Regisseur Timur Bekmambetov ("Wanted“, "Profile“) und Drehbuchautor Marco van Belle entwickeln eine hoch spannende Dramaturgie, in der digitale Kommunikation eine zentrale Rolle spielt.
Belastendes Videomaterial
So weit entfernt von unserer Realität ist der Albtraum, den Chris vor Gericht erlebt, gar nicht. Moderne Software zur Datenanalyse und Künstliche Intelligenz kommen in immer mehr Bereichen zum Einsatz, um Verfahren und Abläufe zu beschleunigen und Kosten zu sparen. Und kann ein Computerprogramm, dem Gefühle fremd sind, nicht auch objektiver urteilen? Chris’ Lage erscheint zunächst aussichtslos, als ihm Richterin all die Videoaufnahmen vorführt, die ihn betrunken, jähzornig, randalierend zeigen. Der gesamte öffentliche Raum wird längst von Kameras überwacht, Fahrzeuge werden getrackt, die KI hat auch Zugriff auf die Social-Media-Kommunikation der Menschen.
Die Nadel im Heuhaufen finden
Genau diese vorhandene Datenfülle macht sich Chris zunutze, um im Wettlauf gegen die Zeit die Kontakte seiner verstorbenen Frau zu durchforsten. Er schickt seine Polizeikollegin Jaq (Kali Reis) los, um ihm per Kamera den Tatort zu zeigen, oder um auf einer Drohne zu entfernten Zielen in der Stadt zu fliegen. Bekmambetov hatte als Regisseur oder Produzent bereits in früheren Filmen anschaulich gemacht, wie sehr sich die Wirklichkeit bereits auf Smartphone und Computer abspielt. Auch hier sind Handy- und Videoaufnahmen zentral für die Handlung. Weiße Linien und Diagramme erscheinen, wenn Chris die zugespielten Daten, analysieren und scannen lässt.
Die Fülle des Datenmaterials erhöht den Druck auf Chris, schnell das Richtige herauszufischen, um neue Tatverdächtige zu verfolgen. Die KI gewährt keine Fristverlängerung. Aber je länger Chris ermittelt und neue Erkenntnisse ans Licht holt, desto mehr scheint sich die KI auf ungewöhnliche Weise für den Fall zu interessieren. Sie lernt eben dazu, auch über die blinden Flecken im eigenen Programm. Chris mischt von seinem Stuhl aus später gar an den Verfolgungsjagden mit, die draußen stattfinden. Der Thriller bietet fesselnde, visuell kreative Unterhaltung mit aufregendem Realitätsbezug.
Fazit: Ein Polizist muss im Jahr 2029 in Los Angeles einer KI-Richterin unter hohem Zeitdruck beweisen, dass er nicht der Mörder seiner Frau ist. Unter der Regie von Timur Bekmambetov nimmt ein hoch spannender Thriller mit aktuellen Bezügen seinen Lauf, der das Begleitthema der digitalen Bilderflut und Datenanalyse auch gestalterisch geschickt nutzt.
Der futuristische Actionthriller "Mercy“ entwirft für das Jahr 2029 in Los Angeles ein regelrechtes Schreckensszenario. Dort müssen Menschen, die des Mordes angeklagt sind, einer Künstlichen Intelligenz in 90 Minuten beweisen, dass die Wahrscheinlichkeit ihrer Schuld einen gewissen Prozentsatz nicht übersteigt. Sonst werden sie auf dem Stuhl hingerichtet, an den sie gefesselt sind. Die Beweislage gegen Chris scheint erdrückend zu sein, aber er hat eine Chance, weil er als Polizist weiß, wie man ermittelt. Regisseur Timur Bekmambetov ("Wanted“, "Profile“) und Drehbuchautor Marco van Belle entwickeln eine hoch spannende Dramaturgie, in der digitale Kommunikation eine zentrale Rolle spielt.
Belastendes Videomaterial
So weit entfernt von unserer Realität ist der Albtraum, den Chris vor Gericht erlebt, gar nicht. Moderne Software zur Datenanalyse und Künstliche Intelligenz kommen in immer mehr Bereichen zum Einsatz, um Verfahren und Abläufe zu beschleunigen und Kosten zu sparen. Und kann ein Computerprogramm, dem Gefühle fremd sind, nicht auch objektiver urteilen? Chris’ Lage erscheint zunächst aussichtslos, als ihm Richterin all die Videoaufnahmen vorführt, die ihn betrunken, jähzornig, randalierend zeigen. Der gesamte öffentliche Raum wird längst von Kameras überwacht, Fahrzeuge werden getrackt, die KI hat auch Zugriff auf die Social-Media-Kommunikation der Menschen.
Die Nadel im Heuhaufen finden
Genau diese vorhandene Datenfülle macht sich Chris zunutze, um im Wettlauf gegen die Zeit die Kontakte seiner verstorbenen Frau zu durchforsten. Er schickt seine Polizeikollegin Jaq (Kali Reis) los, um ihm per Kamera den Tatort zu zeigen, oder um auf einer Drohne zu entfernten Zielen in der Stadt zu fliegen. Bekmambetov hatte als Regisseur oder Produzent bereits in früheren Filmen anschaulich gemacht, wie sehr sich die Wirklichkeit bereits auf Smartphone und Computer abspielt. Auch hier sind Handy- und Videoaufnahmen zentral für die Handlung. Weiße Linien und Diagramme erscheinen, wenn Chris die zugespielten Daten, analysieren und scannen lässt.
Die Fülle des Datenmaterials erhöht den Druck auf Chris, schnell das Richtige herauszufischen, um neue Tatverdächtige zu verfolgen. Die KI gewährt keine Fristverlängerung. Aber je länger Chris ermittelt und neue Erkenntnisse ans Licht holt, desto mehr scheint sich die KI auf ungewöhnliche Weise für den Fall zu interessieren. Sie lernt eben dazu, auch über die blinden Flecken im eigenen Programm. Chris mischt von seinem Stuhl aus später gar an den Verfolgungsjagden mit, die draußen stattfinden. Der Thriller bietet fesselnde, visuell kreative Unterhaltung mit aufregendem Realitätsbezug.
Fazit: Ein Polizist muss im Jahr 2029 in Los Angeles einer KI-Richterin unter hohem Zeitdruck beweisen, dass er nicht der Mörder seiner Frau ist. Unter der Regie von Timur Bekmambetov nimmt ein hoch spannender Thriller mit aktuellen Bezügen seinen Lauf, der das Begleitthema der digitalen Bilderflut und Datenanalyse auch gestalterisch geschickt nutzt.
Bianka Piringer
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Besetzung & Crew von "Mercy"
Land: Großbritannien, Brunei Darussalam, USAJahr: 2025
Genre: Action, Drama, Krimi
Kinostart: 22.01.2026
Regie: Timur Bekmambetov
Darsteller: Chris Pratt als Chris Raven, Rebecca Ferguson als Judge Maddox, Kali Reis als Jacqueline 'JAQ' Diallo, Annabelle Wallis als Nicole Raven, Chris Sullivan als Rob Nelson
Kamera: Khalid Mohtaseb
Verleih: Sony Pictures
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