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15 Liebesbeweise (2025)
Love Letters
Drama: Zwei Frauen, die zusammen ein Kind erwarten, werden mit bürokratischen Herausforderungen konfrontiert.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
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Paris im Frühling 2014. Céline (Ella Rumpf) und Nadia (Monia Chokri) sind ein Ehepaar. Während Céline in Clubs Platten auflegt, arbeitet Nadia als Zahnärztin in der Notaufnahme. Gemeinsam erwarten die beiden ihr erstes Kind, das Nadia austragen wird. Für die künstliche Befruchtung mussten sie nach Dänemark reisen. Nach der Geburt des Babys muss Céline dieses dann erst noch adoptieren. Der behördliche Stress sorgt bald für Konflikte.
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Filmkritik
"15 Liebesbeweise": Bürokratische Hürden und Zwischenmenschliches
Die 1985 in Bordeaux geborene Drehbuchautorin und Regisseurin Alice Douard widmet sich in "15 Liebesbeweise" der Familienplanung des jungen Ehepaars Céline und Nadia im Jahr 2014. Zu Beginn erinnert der Film auf der Tonebene an den befreienden Moment, als die französische Nationalversammlung im Februar 2013 das Gesetz zur Einführung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare mehrheitlich annahm. Der äußerst zeitaufwendige und kostspielige Kampf der zwei Hauptfiguren gegen die Bürokratie macht jedoch deutlich, dass queere Paare trotz dieses Triumphes auch danach noch mit etlichen kleineren und größeren Diskriminierungen konfrontiert werden.
Familiäre Konflikte
So muss Céline etwa bei diversen Behördengängen viel Geld vorlegen und zahlreiche Dokumente einreichen, um das Kind ihrer Ehefrau adoptieren zu können – darunter die schriftlichen Aussagen von 15 Personen, die Célines Tauglichkeit als Elternteil bezeugen sollen. Darüber hinaus stoßen die beiden immer wieder auf Unverständnis oder müssen sich unangemessene Kommentare anhören, beispielsweise von Nadias Schwester (Émilie Brisavoine), die selbst noch kinderlos ist.
Eine Sequenz am Esstisch mit Nadias Familie ist eine Passage, die mit besonders viel emotionaler Spannung aufgeladen ist. Auch Célines schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter, einer renommierten Pianistin, wird beleuchtet. Noémie Lvovsky ("Camille – Verliebt nochmal!") interpretiert diese gekonnt als ambivalenten Charakter.
Eine tolle Chemie
"15 Liebesbeweise" lebt vom Zusammenspiel zwischen Ella Rumpf ("Tiger Girl", "Die Gleichung ihres Lebens") und der sowohl als Schauspielerin ("Herzensbrecher") als auch als Regisseurin ("Die Frau meines Bruders") aktiven Monia Chokri. Die beiden lassen uns die Vertrautheit zwischen Céline und Nadia jederzeit spüren, sodass wir stets mitfiebern.
Fazit: Ein gelungenes Porträt einer jungen Ehe zwischen zwei Frauen, die zusammen ein Kind bekommen – einfühlsam gespielt von Ella Rumpf und Monia Chokri.
Die 1985 in Bordeaux geborene Drehbuchautorin und Regisseurin Alice Douard widmet sich in "15 Liebesbeweise" der Familienplanung des jungen Ehepaars Céline und Nadia im Jahr 2014. Zu Beginn erinnert der Film auf der Tonebene an den befreienden Moment, als die französische Nationalversammlung im Februar 2013 das Gesetz zur Einführung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare mehrheitlich annahm. Der äußerst zeitaufwendige und kostspielige Kampf der zwei Hauptfiguren gegen die Bürokratie macht jedoch deutlich, dass queere Paare trotz dieses Triumphes auch danach noch mit etlichen kleineren und größeren Diskriminierungen konfrontiert werden.
Familiäre Konflikte
So muss Céline etwa bei diversen Behördengängen viel Geld vorlegen und zahlreiche Dokumente einreichen, um das Kind ihrer Ehefrau adoptieren zu können – darunter die schriftlichen Aussagen von 15 Personen, die Célines Tauglichkeit als Elternteil bezeugen sollen. Darüber hinaus stoßen die beiden immer wieder auf Unverständnis oder müssen sich unangemessene Kommentare anhören, beispielsweise von Nadias Schwester (Émilie Brisavoine), die selbst noch kinderlos ist.
Eine Sequenz am Esstisch mit Nadias Familie ist eine Passage, die mit besonders viel emotionaler Spannung aufgeladen ist. Auch Célines schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter, einer renommierten Pianistin, wird beleuchtet. Noémie Lvovsky ("Camille – Verliebt nochmal!") interpretiert diese gekonnt als ambivalenten Charakter.
Eine tolle Chemie
"15 Liebesbeweise" lebt vom Zusammenspiel zwischen Ella Rumpf ("Tiger Girl", "Die Gleichung ihres Lebens") und der sowohl als Schauspielerin ("Herzensbrecher") als auch als Regisseurin ("Die Frau meines Bruders") aktiven Monia Chokri. Die beiden lassen uns die Vertrautheit zwischen Céline und Nadia jederzeit spüren, sodass wir stets mitfiebern.
Fazit: Ein gelungenes Porträt einer jungen Ehe zwischen zwei Frauen, die zusammen ein Kind bekommen – einfühlsam gespielt von Ella Rumpf und Monia Chokri.
Andreas Köhnemann
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Besetzung & Crew von "15 Liebesbeweise"
Land: FrankreichJahr: 2025
Genre: Drama, Komödie, Romantik
Originaltitel: Love Letters
Länge: 96 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 04.12.2025
Regie: Alice Douard
Darsteller: Ella Rumpf als Céline Steyer, Monia Chokri als Nadia Hamadi, Noemie Lvovsky, Emy Juretzko, Julien Gaspar-Oliveri
Verleih: Camino, Films that Matter
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