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Ready or Not 2 (2025)
Ready or Not 2: Here I Come
Erneut wartet auf Samara Weaving als kämpferische Grace MacCaullay ein "Todesspiel“ – Teil Zwei der Horror-Comedy-Reihe von Regie-Duo Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 3 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Grace MacCaullay (Samara Weaving) hat das mörderische "Spiel“ ihres Ehemanns und seiner (mittlerweile toten) Familie gerade so überstanden. Bewusstlos liegt sie nun Krankenhaus, während die Polizei an ihrer Seite wacht um sie zu den Ereignissen – und zum Brand – im viktorianischen Herrenhaus der Le Domas zu befragen. Doch ehe sie sich versieht, befindet sich die gebeutelte junge Frau erneut inmitten eines tödlichen Spiels. Diesmal an ihrer Seite: ihre jüngere Schwester Faith (Kathryn Newton), zu der der Kontakt eigentlich längst abgebrochen war. Doch diesmal sind es gleich mehrere wohlhabende Familien, die es auf die Schwestern abgesehen haben. Darunter befinden sich auch die mächtigen Danforths (u.a. Sarah Michelle Gellar und David Cronenberg), die durch einen Sieg zu noch mehr Einfluss und Macht gelangen wollen.
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Filmkritik
Keine billige Kopie des Vorgängers
Vor sechs Jahren entwickelte sich der kostengünstige "Ready or Not“ (Budget: rund sechs Millionen Dollar) mit einem Einspielergebnis von fast 60 Millionen Dollar zu einem der großen Horror-Überraschungshits des Jahres. Da war es keine Frage ob, sondern lediglich wann die Fortsetzung in den Kinos starten würde. Mit etwas Verspätung geht diese nun an den Start – erneut unter der Regie des Duos Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett, die für ihre pointierten Horror-Komödien ("Scream 6“, "Abigail“) bekannt sind. Pointiert, bissig und ganz schön blutig geht es auch in "Ready or Not 2“ zu.
Dabei fällt schnell auf, dass Gillett/Bettinelli-Olpin ihren erfolgreichen Erstling nicht einfach nur kopieren, sondern Story und Botschaft konsequent weiterentwickelt haben. Fans des Originals und Horror-Nerds dürfen sich hier nicht nur über lediglich eine wahnsinnige, exzentrische Familie mit einem Faible für perverse Versteckspiele freuen. Denn neben den herrlich überzeichneten und im Mittelpunkt stehenden Danforths mischen noch drei weitere schräge Familien mit, die zusammen den Geheimbund des "Hohen Rates“ bilden.
Noch mehr Kills, noch mehr Blut
Und weitere Änderungen im Vergleich zum ersten Film fallen schnell ins Auge. Während "Ready or Not“ vor allem als Kritik auf archaisch-elitäre Rollenbilder sowie antiquierte, rückständige Ansichten und veraltete Traditionen zu lesen war, richtet sich "Ready or not 2“ überdeutlich gegen den (mehr denn je) um sich greifenden Kapitalismus unserer Tage. "Geld regiert die Welt“ und die systemische Kritik des kreativen Regie-Gespanns Gillett/Bettinelli-Olpin fällt überdeutlich aus. Die Botschaft ist klar: Die Le Domas‘ waren kein Einzelfall. Sie gehören einem weltweiten, kultähnlichen Verbund ähnlich tickender, geisteskranker Sippen an. Und sie alle wollen durch den Gewinn der Hetzjagd auf die beiden Schwestern innerhalb des räuberischen Systems aufsteigen.
Der Tonfall in "Ready or Not 2“ ist wunderbar düster und bissig, beinahe zynisch. Und es geht, gerade in den Gewaltszenen, ordentlich zur Sache. Bisweilen könnten die blutigen Gewalteskalationen und harten Kills sanftere Gemüter schocken, denn ein ums andere Mal verkommt der Film stellenweise fast zur wahren Schlachtpatte. Fans von Torture Porn und Gore werden sich hingegen freudig die Hände reiben. Und noch ein Wort zu Hauptdarstellerin Samara Weaving: Als gewohnt unprätentiöse, von den traumatischen Erlebnissen der Vergangenheit geprägte Überlebenskämpferin entwickelt sie sich in "Ready or not 2“ endgültig zur resoluten, entschlossenen Identifikationsfigur für die Gen Z, die den Mächtigen und Reichen gehörig den Mittelfinger entgegenstreckt.
Fazit: Spektakel und Tempo hui, Logik pfui! Noch gnadenloser und härter als im Vorgänger kämpft Hauptfigur Grace MacCaullay in dieser kurzweiligen Mixtur aus Horror, Thriller und pechschwarzer Komödie ums Überleben. Dass es dabei in Sachen Plot und Dramaturgie nicht schlüssig zugeht, dürfte Genre-Fans nicht stören. Dafür sind die Kills deftiger, die Wendungen unverhoffter und die Kritik an Eliten, machtgeilen Obrigkeiten und Materialismus fällt noch deutlicher aus.
Vor sechs Jahren entwickelte sich der kostengünstige "Ready or Not“ (Budget: rund sechs Millionen Dollar) mit einem Einspielergebnis von fast 60 Millionen Dollar zu einem der großen Horror-Überraschungshits des Jahres. Da war es keine Frage ob, sondern lediglich wann die Fortsetzung in den Kinos starten würde. Mit etwas Verspätung geht diese nun an den Start – erneut unter der Regie des Duos Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett, die für ihre pointierten Horror-Komödien ("Scream 6“, "Abigail“) bekannt sind. Pointiert, bissig und ganz schön blutig geht es auch in "Ready or Not 2“ zu.
Dabei fällt schnell auf, dass Gillett/Bettinelli-Olpin ihren erfolgreichen Erstling nicht einfach nur kopieren, sondern Story und Botschaft konsequent weiterentwickelt haben. Fans des Originals und Horror-Nerds dürfen sich hier nicht nur über lediglich eine wahnsinnige, exzentrische Familie mit einem Faible für perverse Versteckspiele freuen. Denn neben den herrlich überzeichneten und im Mittelpunkt stehenden Danforths mischen noch drei weitere schräge Familien mit, die zusammen den Geheimbund des "Hohen Rates“ bilden.
Noch mehr Kills, noch mehr Blut
Und weitere Änderungen im Vergleich zum ersten Film fallen schnell ins Auge. Während "Ready or Not“ vor allem als Kritik auf archaisch-elitäre Rollenbilder sowie antiquierte, rückständige Ansichten und veraltete Traditionen zu lesen war, richtet sich "Ready or not 2“ überdeutlich gegen den (mehr denn je) um sich greifenden Kapitalismus unserer Tage. "Geld regiert die Welt“ und die systemische Kritik des kreativen Regie-Gespanns Gillett/Bettinelli-Olpin fällt überdeutlich aus. Die Botschaft ist klar: Die Le Domas‘ waren kein Einzelfall. Sie gehören einem weltweiten, kultähnlichen Verbund ähnlich tickender, geisteskranker Sippen an. Und sie alle wollen durch den Gewinn der Hetzjagd auf die beiden Schwestern innerhalb des räuberischen Systems aufsteigen.
Der Tonfall in "Ready or Not 2“ ist wunderbar düster und bissig, beinahe zynisch. Und es geht, gerade in den Gewaltszenen, ordentlich zur Sache. Bisweilen könnten die blutigen Gewalteskalationen und harten Kills sanftere Gemüter schocken, denn ein ums andere Mal verkommt der Film stellenweise fast zur wahren Schlachtpatte. Fans von Torture Porn und Gore werden sich hingegen freudig die Hände reiben. Und noch ein Wort zu Hauptdarstellerin Samara Weaving: Als gewohnt unprätentiöse, von den traumatischen Erlebnissen der Vergangenheit geprägte Überlebenskämpferin entwickelt sie sich in "Ready or not 2“ endgültig zur resoluten, entschlossenen Identifikationsfigur für die Gen Z, die den Mächtigen und Reichen gehörig den Mittelfinger entgegenstreckt.
Fazit: Spektakel und Tempo hui, Logik pfui! Noch gnadenloser und härter als im Vorgänger kämpft Hauptfigur Grace MacCaullay in dieser kurzweiligen Mixtur aus Horror, Thriller und pechschwarzer Komödie ums Überleben. Dass es dabei in Sachen Plot und Dramaturgie nicht schlüssig zugeht, dürfte Genre-Fans nicht stören. Dafür sind die Kills deftiger, die Wendungen unverhoffter und die Kritik an Eliten, machtgeilen Obrigkeiten und Materialismus fällt noch deutlicher aus.
Björn Schneider
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Besetzung & Crew von "Ready or Not 2"
Land: USAJahr: 2025
Genre: Horror
Originaltitel: Ready or Not 2: Here I Come
Kinostart: 09.04.2026
Darsteller: Elijah Wood als Lawyer, Samara Weaving als Grace, Shawn Hatosy als Titus, Kevin Durand, Sarah Michelle Gellar als Ursula
Kamera: Brett Jutkiewicz
Verleih: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
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