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Lesbian Space Princess (2025)
Preisgekrönter australischer Animationsfilm.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Prinzessin Saira wächst als Tochter zweier lesbischer Königinnen auf dem Planeten Clitopolis auf. Mit ihrem wohlbehüteten Leben in diesem Safe Space ist es schlagartig vorbei, als Sairas Ex, die Kopfgeldjägerin Kiki, von den Straight White Maliens entführt wird. Diese an Incels erinnernden Typen benutzen Kiki, um ein Lösegeld von Saira zu erpressen. Sie sind hinter Sairas Labrys her, die ihnen dazu dienen soll, endlich Frauen anziehen zu können.
Um Kiki aus den Fängen dieser heterosexuellen weißen Schurken zu befreien, kehrt die Prinzessin ihrem Heimatplaneten erstmals den Rücken und begibt sich in einem "problematischen Raumschiff" auf "inter-gay-laktische" Rettungsmission.
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Filmkritik
"Lesbian Space Princess": Derb durchs Weltall
Wer Animation für ein erwachsenes Publikum liebt, wird nach wie vor eher auf dem kleinen Schirm als auf der großen Leinwand fündig. Denn während sich Serien wie "BoJack Horseman" (2014–2020) oder "Rick and Morty" (seit 2013) auf den gängigen Streamingplattformen großer Beliebtheit erfreuen, haben es vergleichbare Kinofilme nach wie vor schwer, ein Publikum zu finden. Mit der "Lesbian Space Princess" biegt jetzt ein abgedrehtes Weltraumabenteuer um die Ecke, das nicht nur aufgrund des Sci-Fi-Plots an "Rick and Morty" erinnert. Auch was den Humor und die Zeichnungen anbelangt, liegen die Produktionen auf einer ähnlichen Wellenlänge.
Trockener Humor
Subtil geht es in diesem australischen Animationsfilm nämlich nicht zu. Die titelgebende lesbische Prinzessin stammt vom Planeten Clitopolis und bekommt es mit den Straight White Maliens zu tun, also einer Mischung aus Männern ("men") und Außerirdischen bzw. Außenseitern ("aliens"), die keinen blassen Schimmer davon haben, wie man(n) sich gegenüber Frauen adäquat verhält. Diese an Incels, also an unfreiwillig sexuell enthaltsam lebende Männer, angelehnten Typen sind hinter der königlichen Labrys her, einer Doppelaxt, die in der queeren Community sinnbildlich für die lesbische Lebensweise steht. Die Axt soll ihren chick magnet aufladen, sie folglich zu wahren Frauenschwärmen machen. An diesen mal mehr, mal weniger gelungenen Wortspielen lässt sich der Humor des Films bereits ablesen. Er ist bisweilen (selbst-)ironisch, in erster Linie aber trocken, direkt, derb und geht voll auf die Zwölf!
Wichtige Mission
Bei "Lesbian Space Princess" handelt es sich um das Langfilmdebüt der Regisseurinnen Emma Hough Hobbs und Leela Varghese, die nicht nur beruflich, sondern auch privat ein Paar sind. Mit ihrem Erstling haben sie es auf Anhieb zur 75. Berlinale geschafft. Dort lief der Film in der Panorama-Sektion, wo er beim Publikumspreis den zweiten Platz belegte und den Teddy Award als bester queerer Langfilm/Spielfilm erhielt. So gut diese verrückte Space Opera in Berlin auch ankam, ohne Schwächen ist sie nicht. Bei aller Bedeutung, queeren Themen auf eine locker leichte Art die nötige Sichtbarkeit zu verleihen und gleichzeitig auf toxische (männliche) Verhaltensweisen aufmerksam zu machen, bleibt das größte Manko des Films, dass ihm recht schnell Ideen und Luft ausgehen. Obwohl nicht einmal 90 Minuten lang, hat diese Science-Fiction-Komödie deutliche Längen. Ein Muss für alle Fans von Animationsfilmen für Erwachsene – ob queer oder hetero – ist sie aber trotzdem!
Fazit: "Lesbian Space Princess" ist ein preisgekröntes Debüt, das Lust auf mehr macht. Die animierte Science-Fiction-Komödie aus Australien macht queeres Leben und queere Liebe locker leicht, (selbst-)ironisch und rotzfrech sichtbar, kommt dabei aber leider nicht ohne unnötige Längen aus. Ein Muss für alle Fans von Animationsfilmen für ein erwachsenes Publikum ist dieser abgedrehte Spaß aber trotzdem.
Wer Animation für ein erwachsenes Publikum liebt, wird nach wie vor eher auf dem kleinen Schirm als auf der großen Leinwand fündig. Denn während sich Serien wie "BoJack Horseman" (2014–2020) oder "Rick and Morty" (seit 2013) auf den gängigen Streamingplattformen großer Beliebtheit erfreuen, haben es vergleichbare Kinofilme nach wie vor schwer, ein Publikum zu finden. Mit der "Lesbian Space Princess" biegt jetzt ein abgedrehtes Weltraumabenteuer um die Ecke, das nicht nur aufgrund des Sci-Fi-Plots an "Rick and Morty" erinnert. Auch was den Humor und die Zeichnungen anbelangt, liegen die Produktionen auf einer ähnlichen Wellenlänge.
Trockener Humor
Subtil geht es in diesem australischen Animationsfilm nämlich nicht zu. Die titelgebende lesbische Prinzessin stammt vom Planeten Clitopolis und bekommt es mit den Straight White Maliens zu tun, also einer Mischung aus Männern ("men") und Außerirdischen bzw. Außenseitern ("aliens"), die keinen blassen Schimmer davon haben, wie man(n) sich gegenüber Frauen adäquat verhält. Diese an Incels, also an unfreiwillig sexuell enthaltsam lebende Männer, angelehnten Typen sind hinter der königlichen Labrys her, einer Doppelaxt, die in der queeren Community sinnbildlich für die lesbische Lebensweise steht. Die Axt soll ihren chick magnet aufladen, sie folglich zu wahren Frauenschwärmen machen. An diesen mal mehr, mal weniger gelungenen Wortspielen lässt sich der Humor des Films bereits ablesen. Er ist bisweilen (selbst-)ironisch, in erster Linie aber trocken, direkt, derb und geht voll auf die Zwölf!
Wichtige Mission
Bei "Lesbian Space Princess" handelt es sich um das Langfilmdebüt der Regisseurinnen Emma Hough Hobbs und Leela Varghese, die nicht nur beruflich, sondern auch privat ein Paar sind. Mit ihrem Erstling haben sie es auf Anhieb zur 75. Berlinale geschafft. Dort lief der Film in der Panorama-Sektion, wo er beim Publikumspreis den zweiten Platz belegte und den Teddy Award als bester queerer Langfilm/Spielfilm erhielt. So gut diese verrückte Space Opera in Berlin auch ankam, ohne Schwächen ist sie nicht. Bei aller Bedeutung, queeren Themen auf eine locker leichte Art die nötige Sichtbarkeit zu verleihen und gleichzeitig auf toxische (männliche) Verhaltensweisen aufmerksam zu machen, bleibt das größte Manko des Films, dass ihm recht schnell Ideen und Luft ausgehen. Obwohl nicht einmal 90 Minuten lang, hat diese Science-Fiction-Komödie deutliche Längen. Ein Muss für alle Fans von Animationsfilmen für Erwachsene – ob queer oder hetero – ist sie aber trotzdem!
Fazit: "Lesbian Space Princess" ist ein preisgekröntes Debüt, das Lust auf mehr macht. Die animierte Science-Fiction-Komödie aus Australien macht queeres Leben und queere Liebe locker leicht, (selbst-)ironisch und rotzfrech sichtbar, kommt dabei aber leider nicht ohne unnötige Längen aus. Ein Muss für alle Fans von Animationsfilmen für ein erwachsenes Publikum ist dieser abgedrehte Spaß aber trotzdem.
Falk Straub
TrailerAlle "Lesbian Space Princess"-Trailer anzeigen

Besetzung & Crew von "Lesbian Space Princess"
Land: AustralienJahr: 2025
Genre: Animation
Länge: 86 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 22.01.2026
Darsteller: Shabana Azeez als Princess Saira, Bernie Van Tiel als Kiki the Destroyer, Jordan Raskopoulos als Queen Leanne, Madeleine Sami als Queen Anne, Sam Matthews als Citizen
Verleih: Salzgeber & Co. Medien GmbH






