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Supergirl (2026/II)
Partytime is Over!Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Nachdem sie zusammen mit ihrem Hund Krypto auf der Erde gelandet ist, fühlt sich Kara alias Supergirl (Milly Alcock) hier immer noch nicht angekommen. Statt wie ihr Cousin Superman (David Corenswet) Heldentaten zu vollbringen, zieht sie es vor, sich lieber zu verstecken. Deshalb verbringt sie die meiste Zeit auf Planeten unter roten Sonnen, welche Kryptonier schwächen, um sich betrinken und feiern zu können. Während sie auf einem desolaten Planeten abhängt, trifft Supergirl auf die junge Ruthye (Eve Ridley), die einen Söldner sucht, um sich für den Mord an ihrer Familie durch eine Bande Briganden zu rächen. Als deren skrupelloser Anführer Krem (Matthias Schoenaerts) nicht nur ihr Schiff stiehlt, sondern auch Krypto vergiftet, beschließt Supergirl, auf eine Rettungsmission zu gehen. Ruthye lässt sich dabei nicht abschütteln.
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Filmkritik
Von Heldentum will Supergirl zu Beginn ihres ersten Solofilms seit 42 Jahren nichts wissen. Die blonde junge Frau im Vintage-Blondie-Shirt, Western-Stiefeln und langem Mantel zieht sich zur endlosen Partyzeit nach ihrem 23. Geburtstag auf einen desolaten Planeten zurück. Anrufe ihres Cousins Superman ignoriert die dem Heldentum entfliehende Weltenbummlerin. Während Sasha Calle als Supergirl in dem gefloppten "The Flash“ eher einen Gothic-Look aufwies, tritt ihre stets perfekt gestylte Nachfolgerin Millie Alcock mit Punkrock-Attitüde auf. Neben Alkohol, ausgelassener Feierlaune und Musik (auf Plattenspieler) interessiert Kara lediglich ihr fliegender Hund Krypto. Deshalb tritt die Heldin in spe erst in Aktion, als ihr struppiger Gefährte bei einem Anschlag von Mädchen entführender Brigaden lebensgefährlich verletzt wird.
Nicht nur die Eröffnung des neusten Werks aus James Gunns und Peter Safrans DC-Universum erinnert an einen Western. Wenn ein verbittertes, mit Schwert bewaffnetes Teenager-Mädchen auf Söldnersuche in einer Weltraumkneipe auftaucht, werden Reminiszenzen an den Klassiker "True Grit/Der Marshal“ und dessen Remake wach. Auf ihrer unfreiwilligen Mission wird Kara die Klette nicht los, um in Folge die Position einer Ersatzmutter (wie im Dialog angedeutet) oder großen Schwestern einzunehmen. Beide dienen Regisseur Craig Gillespie ("Cruella“) als Identifikationsfiguren für das weibliche Publikum. Kara muss zum Late-Coming-of-Age aber zunächst einmal ihre Frustration und Verbitterung überkommen.
Ihr mörderischer Stehauf-Gegenspieler Krem mit Gesichtspiercing von Inhalt einer Werkzeugkiste, verkörpert von Dauerschurke Matthias Schoenaerts, bleibt stärker durch seine Esssucht in Erinnerung. Milly Alcock als teils melancholische, teils resolute Powerfrau, die erst im Finale ihre ikonische Super-Uniform überzieht, erscheint als eines der großen Pluspunkte des Reboots aus der Feder von Schauspielerin Anna Nogueira. Zumindest Jason Momoa darf im neuen DC-Universum weitermachen. Nach seiner Rolle als Auqaman prügelt er nun als finsterer Kopfgeldjäger Lobo weiter auf Gegner ein. Seine Rolle bleibt allerdings marginal. Vor dem Slow-Motion-Finale verabschiedet er sich – vielleicht zu einem eigenen Kinofilm?
Trotz des Zeitlupen-Actionballetts im Endkampf wirken die Fights teils unüberschaubar und die Tricks nicht immer überzeugend. Am besten funktioniert das Konzept im witzigen Kampf gegen drei Tech-Weltraumpiratinnen bei Einsatz eines Beamers. Leider hält sich der von Produzent James Gunn gewohnte respektlose Humor in Maßen. Vielmehr dominiertet in der zweiten Hälfte Pathos bei den tempodrosselnden Rückblenden zur Origin-Story auf Karas Heimatplanet Argo mit David Krumholtz und Emily Beecham ("Cruella“) als Eltern. "Supergirl“ vermag als solider Superheldinnen-Ausflug zu unterhalten. Von den großen DC-Filmen (wie eben "The Flash“ oder "The Suicide Squad“) erweist er sich weit entfernt.
Fazit: Auf der Jagd nach plündernden Weltraumbrigaden kann Supergirl ihre Balance finden. Der Coolness-Faktor des soliden Reboots wird durch (Rückblenden-)Pathos, nur teils überzeugende Spezialeffekte und Selbstjustiz-Botschaft getrübt.
Nicht nur die Eröffnung des neusten Werks aus James Gunns und Peter Safrans DC-Universum erinnert an einen Western. Wenn ein verbittertes, mit Schwert bewaffnetes Teenager-Mädchen auf Söldnersuche in einer Weltraumkneipe auftaucht, werden Reminiszenzen an den Klassiker "True Grit/Der Marshal“ und dessen Remake wach. Auf ihrer unfreiwilligen Mission wird Kara die Klette nicht los, um in Folge die Position einer Ersatzmutter (wie im Dialog angedeutet) oder großen Schwestern einzunehmen. Beide dienen Regisseur Craig Gillespie ("Cruella“) als Identifikationsfiguren für das weibliche Publikum. Kara muss zum Late-Coming-of-Age aber zunächst einmal ihre Frustration und Verbitterung überkommen.
Ihr mörderischer Stehauf-Gegenspieler Krem mit Gesichtspiercing von Inhalt einer Werkzeugkiste, verkörpert von Dauerschurke Matthias Schoenaerts, bleibt stärker durch seine Esssucht in Erinnerung. Milly Alcock als teils melancholische, teils resolute Powerfrau, die erst im Finale ihre ikonische Super-Uniform überzieht, erscheint als eines der großen Pluspunkte des Reboots aus der Feder von Schauspielerin Anna Nogueira. Zumindest Jason Momoa darf im neuen DC-Universum weitermachen. Nach seiner Rolle als Auqaman prügelt er nun als finsterer Kopfgeldjäger Lobo weiter auf Gegner ein. Seine Rolle bleibt allerdings marginal. Vor dem Slow-Motion-Finale verabschiedet er sich – vielleicht zu einem eigenen Kinofilm?
Trotz des Zeitlupen-Actionballetts im Endkampf wirken die Fights teils unüberschaubar und die Tricks nicht immer überzeugend. Am besten funktioniert das Konzept im witzigen Kampf gegen drei Tech-Weltraumpiratinnen bei Einsatz eines Beamers. Leider hält sich der von Produzent James Gunn gewohnte respektlose Humor in Maßen. Vielmehr dominiertet in der zweiten Hälfte Pathos bei den tempodrosselnden Rückblenden zur Origin-Story auf Karas Heimatplanet Argo mit David Krumholtz und Emily Beecham ("Cruella“) als Eltern. "Supergirl“ vermag als solider Superheldinnen-Ausflug zu unterhalten. Von den großen DC-Filmen (wie eben "The Flash“ oder "The Suicide Squad“) erweist er sich weit entfernt.
Fazit: Auf der Jagd nach plündernden Weltraumbrigaden kann Supergirl ihre Balance finden. Der Coolness-Faktor des soliden Reboots wird durch (Rückblenden-)Pathos, nur teils überzeugende Spezialeffekte und Selbstjustiz-Botschaft getrübt.
Gregor Ries
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Besetzung & Crew von "Supergirl"
Land: USAJahr: 2026
Genre: Action, Science Fiction, Abenteuer
Länge: 108 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 25.06.2026
Regie: Craig Gillespie
Darsteller: Milly Alcock, Eve Ridley, Matthias Schoenaerts, Emily Beecham, Wil Coban
Kamera: Rob Hardy
Verleih: Warner Bros.
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