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Die reichste Frau der Welt (2025)

La femme la plus riche du monde

Von einem wahren Fall inspirierter Spielfilm mit Isabelle Huppert als Eigentümerin eines großen Kosmetikkonzerns.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4.0 / 5

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Marianne Farrère (Isabelle Huppert) ist die Erbin des größten französischen Kosmetikkonzerns und gilt als reichste Frau der Welt. Bereits Großmutter, ödet sie der immergleiche Alltag mit geschäftlichen und gesellschaftlichen Terminen reichlich an. Nur ihrem Mann Guy (André Farcon) zuliebe, einem einflussreichen Politiker, stimmt sie einem Interview für eine große Frauenzeitschrift zu. So tritt der Fotograf Pierre-Alain Fantin (Laurent Lafitte) in ihr Leben und vergrößert seine Rolle darin Schritt für Schritt.

Er verordnet neue Möbel, flirtet mit Marianne, führt sie zum Tanzen aus, lässt sich mit seinem Lebensgefährten ins Feriendomizil einladen. Er stößt mit respektlos-frechen Bemerkungen den Butler Jérôme (Raphaël Personnaz), aber auch Frédérique (Marina Foïs), die immer ernste Tochter des Hauses, vor den Kopf. Marianne blüht auf, sie verlangt nach Pierre-Alains Gegenwart und schenkt ihm mit der Zeit ein Vermögen im Wert von 1 Milliarde Euro. Irgendwann wird es Frédérique und Jérôme, die um die Familie und deren Imperium bangen, doch zu bunt.

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"Die reichste Frau der Welt“: Der Fotograf ist es ihr wert

Die Freundschaft zwischen der steinreichen Kosmetik-Unternehmerin Marianne und dem Emporkömmling Pierre-Alain basiert auf einem realen Vorbild. Schon der Filmtitel "Die reichste Frau der Welt“ verrät, dass hier der Skandal um die L’Oréal-Erbin Liliane Bettencourt und ihren Günstling François-Marie Banier aufgegriffen wird, der ab 2008 jahrelang die Gerichte und die Medien beschäftigte. In dieser fiktionalen, zuweilen satirisch-komödiantischen Interpretation des Regisseurs Thierry Klifa glänzt Isabelle Huppert als Multimilliardärin, die sich im Alter eine private Verjüngungskur für die Seele gönnt.

Eine schillernde Freundschaft

Klifa beginnt die Dramödie aus der Welt des französischen Geldadels mit einer Rahmenhandlung, die das böse Ende vorwegnimmt. Im Morgenmantel wird Marianne von einer Hausdurchsuchung überrascht. Personen wie der Butler oder auch der Fotograf geben später Auskunft vor einem dunklen Hintergrund, als säßen sie Ermittlern oder einer dokumentarischen TV-Kamera gegenüber. Ihre kurzen Sätze leiten die Rückblenden ein, welche die schillernde Beziehung der beiden Hauptcharaktere aufrollen. Ist Marianne anfangs noch von Migräne geplagt, verwandelt sie sich unter Pierre-Alains Einfluss in eine Frau, die die Leichtigkeit des Lebens neu entdeckt.

Isabelle Huppert sorgt für Spannung

Die 2017 verstorbene Bettencourt soll in ihren letzten Jahren dement gewesen sein, aber damit haben weder Huppert, noch das Drehbuch viel am Hut. Huppert spielt Marianne so bravourös, wie nur sie das kann, als selbstbestimmte Person, die sich nicht in die Karten blicken lässt. Stets gediegen chic gekleidet, kann Marianne mal eben eine Million verschenken, ihre nicht zu Späßen aufgelegte Tochter kühl und achselzuckend auflaufen lassen, zwischen Übermut und kontrollierter Macht schwanken. Huppert verleiht der Geschichte eine enorme Spannung, wenn ihre Marianne dem unersättlichen Fotografen verfallen scheint und doch auch nur das Recht in Anspruch nimmt, mit ihrem Geld zu tun, was sie will. Sie findet offene, entwaffnende Worte dafür, dass sie selbst von ihrem Vater reich beschenkt wurde und nun auch spendabel sein kann.

Für den satirisch-übermütigen Ton der Geschichte aber ist vor allem der hervorragende Laurent Lafitte zuständig. Er spielt den Fotografen, der die Chance seines Lebens wittert, durchgehend mit großer, spöttischer Geste. Pierre-Alain nutzt jede Situation für den eigenen Auftritt und je mächtiger er sich als Günstling Mariannes wähnt, desto frecher, ja aggressiver trumpft er auf. Dieser filmische Ausflug ins Milieu der Superreichen bietet gut gespielte, fesselnde Unterhaltung.

Fazit: Ein Fotograf steigt zum Günstling einer alternden französischen Konzernerbin auf und nistet sich geldgierig im Alltag ihrer Familie ein. Die spannende, satirisch gefärbte Dramödie des Regisseurs Thierry Klifa greift einen wahren Fall auf, der für Schlagzeilen sorgte. Isabelle Huppert und Laurent Lafitte spielen schwungvoll und statten das ungleiche, befreundete Paar, das seine Umgebung in Atem hält, mit provokantem Selbstbewusstsein aus.




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Besetzung & Crew von "Die reichste Frau der Welt"

Land: Frankreich, Belgien
Weitere Titel: The Richest Woman in the World
Jahr: 2025
Genre: Drama, Komödie, Satire
Originaltitel: La femme la plus riche du monde
Länge: 121 Minuten
Kinostart: 23.04.2026
Regie: Thierry Klifa
Darsteller: Isabelle Huppert als Marianne Farrère, Laurent Lafitte als Pierre-Alain Fantin, Marina Foïs als Frédérique Spielman, Raphaël Personnaz als Jérôme Bonjean, André Marcon als Guy Farrère
Kamera: Hichame Alaouié
Verleih: Neue Visionen

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