
© Constantin Film
Der Magier im Kreml (2026)
Le mage du Kremlin
Semifiktionales Biopic: Ein Mann aus der Medienbranche wird zum Berater von Vladimir Putin.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 3 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Moskau 2019: Der Sachbuchautor Rowland (Jeffrey Wright) trifft den zurückgezogen lebenden Vadim Baranov (Paul Dano), um über dessen Werdegang zu sprechen. In den 1990er Jahren bewegte sich Baranov in einer kreativen Blase und steckte in einer Dreiecksbeziehung mit der Performance-Künstlerin Ksenia (Alicia Vikander) und dem extrovertierten Dmitri Sidorov (Tom Sturridge). Später stieg er ins Fernsehgeschäft ein – und fasste gemeinsam mit dem Unternehmer Boris Berezovsky (Will Keen) den Plan, den damaligen Direktor des russischen Geheimdienstes FSB, Vladimir Putin (Jude Law), zum Regierungschef des Landes aufzubauen. Bald wurde Baranov zum Leiter der Kampagne für den Präsidentschaftswahlkampf – und schließlich zum politischen Berater Putins in den folgenden Jahren.
Bildergalerie zum Film "Der Magier im Kreml"
Hier streamen
Filmkritik
"Der Magier im Kreml": Macht und Kontrolle
Mit "Der Magier im Kreml" adaptiert der französische Filmemacher Olivier Assayas ("Carlos – Der Schakal", "Die Wolken von Sils Maria") gemeinsam mit seinem Co-Autor Emmanuel Carrère den gleichnamigen semifiktionalen Bestseller-Roman des italienisch-schweizerischen Schriftstellers und Politikwissenschaftlers Giuliano da Empoli aus dem Jahre 2022. Darin geht es um das Leben und die Karriere eines an Wladislaw Surkow angelehnten politischen Beraters von Wladimir Putin. Die Leinwandversion ist sehr mono- und dialoglastig, verschachtelt erzählt und mit bekannten Hollywood-Gesichtern besetzt.
Die Gesellschaft neu erschaffen
Als Rahmenhandlung dient ein langes Interview, das ein von Jeffrey Wright ("Amerikanische Fiktion") gespielter Sachbuchautor mit dem Protagonisten Vadim Baranov in dessen Zuhause auf dem Lande führt. Paul Dano ("There Will Be Blood") verkörpert den ehemaligen Putin-Vertrauten in diesen Szenen als ziemlich bieder anmutenden Mann. In den Rückblenden sehen wir, wie Baranov im Russland der 1990er Jahre die Aufbruchstimmung und den Freiheitsdrang einer jungen Generation miterlebt – und wie er sich dann mehr und mehr mit totalitärer Macht befasst. Gerade in den Passagen, die den Versuch einer Rebellion gegen das herrschende System beleuchten, gelingen Assayas spannende Momente und in Zusammenarbeit mit seinem Kameramann Yorick Le Saux starke Bilder.
Die strategische Steuerung der öffentlichen Meinung
Weniger überzeugend ist die Darstellung der Jahre, in denen Baranov an der Seite Putins agiert, um die öffentliche Meinung zu manipulieren. Vieles wirkt wie ein Abhaken von Ereignissen. Das Gezeigte ist nicht erhellend genug – aber auch keine treffende Satire. Die Performance von Jude Law ("Der talentierte Mr. Ripley") als Putin kommt dem Vorbild mimisch und gestisch zwar sehr nah, hat jedoch – wie so oft bei der schauspielerischen Nachahmungen von Menschen, die schwere Verbrechen begangen haben – etwas seltsam Banalisierendes.
Fazit: Ein solide inszenierter und gespielter Film, der als semifiktionale Schilderung eher ratlos stimmt.
Mit "Der Magier im Kreml" adaptiert der französische Filmemacher Olivier Assayas ("Carlos – Der Schakal", "Die Wolken von Sils Maria") gemeinsam mit seinem Co-Autor Emmanuel Carrère den gleichnamigen semifiktionalen Bestseller-Roman des italienisch-schweizerischen Schriftstellers und Politikwissenschaftlers Giuliano da Empoli aus dem Jahre 2022. Darin geht es um das Leben und die Karriere eines an Wladislaw Surkow angelehnten politischen Beraters von Wladimir Putin. Die Leinwandversion ist sehr mono- und dialoglastig, verschachtelt erzählt und mit bekannten Hollywood-Gesichtern besetzt.
Die Gesellschaft neu erschaffen
Als Rahmenhandlung dient ein langes Interview, das ein von Jeffrey Wright ("Amerikanische Fiktion") gespielter Sachbuchautor mit dem Protagonisten Vadim Baranov in dessen Zuhause auf dem Lande führt. Paul Dano ("There Will Be Blood") verkörpert den ehemaligen Putin-Vertrauten in diesen Szenen als ziemlich bieder anmutenden Mann. In den Rückblenden sehen wir, wie Baranov im Russland der 1990er Jahre die Aufbruchstimmung und den Freiheitsdrang einer jungen Generation miterlebt – und wie er sich dann mehr und mehr mit totalitärer Macht befasst. Gerade in den Passagen, die den Versuch einer Rebellion gegen das herrschende System beleuchten, gelingen Assayas spannende Momente und in Zusammenarbeit mit seinem Kameramann Yorick Le Saux starke Bilder.
Die strategische Steuerung der öffentlichen Meinung
Weniger überzeugend ist die Darstellung der Jahre, in denen Baranov an der Seite Putins agiert, um die öffentliche Meinung zu manipulieren. Vieles wirkt wie ein Abhaken von Ereignissen. Das Gezeigte ist nicht erhellend genug – aber auch keine treffende Satire. Die Performance von Jude Law ("Der talentierte Mr. Ripley") als Putin kommt dem Vorbild mimisch und gestisch zwar sehr nah, hat jedoch – wie so oft bei der schauspielerischen Nachahmungen von Menschen, die schwere Verbrechen begangen haben – etwas seltsam Banalisierendes.
Fazit: Ein solide inszenierter und gespielter Film, der als semifiktionale Schilderung eher ratlos stimmt.
Andreas Köhnemann
TrailerAlle "Der Magier im Kreml"-Trailer anzeigen

Besetzung & Crew von "Der Magier im Kreml"
Land: Frankreich, USAWeitere Titel: The Wizard of the Kremlin
Jahr: 2026
Genre: Thriller, Drama, Historie
Originaltitel: Le mage du Kremlin
Länge: 152 Minuten
Kinostart: 09.04.2026
Regie: Olivier Assayas
Darsteller: Alicia Vikander, Will Keen, Jeffrey Wright, Jude Law, Paul Dano
Kamera: Yorick Le Saux
Verleih: Constantin Film
Verknüpfungen zu "Der Magier im Kreml"Alle anzeigen

Gewinne






