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Allegro Pastell (2026)
Generationenporträt: Zwei Thirtysomethings driften durch ihr Leben.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Tanja Arnheim (Sylvaine Faligant) und Jerome Daimler (Jannis Niewöhner) sind beide Anfang/Mitte 30 und freiberuflich tätig – sie als Schriftstellerin, er als Webdesigner. Gemeinsam leben die beiden in Berlin; später zieht Jerome in sein hessisches Heimatdorf Maintal bei Frankfurt am Main zurück. Mal scheinen sie als Paar zu funktionieren; mal trennen sie sich, da offenbar etwas fehlt. Als Jerome seiner Schulfreundin Marlene Seidl (Haley Louise Jones) wiederbegegnet, scheint sich zwischen ihnen etwas Ernstes zu entwickeln.
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Filmkritik
"Allegro Pastell": Life is good
"Allegro Pastell" ist eine Adaption des gleichnamigen Romans von Leif Randt aus dem Jahr 2020. Der 1983 geborene Schriftsteller lieferte selbst das Drehbuch. Die Regie übernahm Anna Roller ("Dead Girls Dancing"). In erster Linie lebt die literarische Vorlage davon, dass Clubs, Restaurants und Bars sowie Filme, Songs und Events genannt werden, die zum Lebensgefühl von Randts Generation dazugehören (sollten). Die Figuren und deren Beziehungen sind absichtsvoll oberflächlich: kaum eine Emotion geht tief genug, alles ist irgendwie ein bisschen egal. Während dies in Prosaform als Bestandsaufnahme einen gewissen Reiz haben mag, wirkt es als Filmversion doch rasch ziemlich leer und ermüdend.
Ich fühl's irgendwie (nicht)
"Findest du dich denn interessant?", wird die als Autorin tätige Tanja in einem Interview gefragt. "Null Komma null – aber ich habe Spaß!“, entgegnet diese. Der Film übernimmt jene kokett-selbstironische Attitüde. Am Rande einer Parodie auf wohlstandsverwahrloste junge Menschen zeigt "Allegro Pastell" die Pseudo-Konflikte seiner Figuren in der Liebe, in Freundschaften, im mehr oder weniger kreativen Beruf. Nichts tut richtig weh – keine Trennung, kein Drogentrip, kein vermeintlicher Kontrollverlust, kein Streit innerhalb der Familie. Leute mit möglicherweise ernsthafteren Problemen, etwa Tanjas Schwester Sarah (verkörpert von Luna Wedler), finden höchstens in Nebensträngen statt.
Maybe we could make it happen
Im E-Mail-Verkehr, der via Voiceover vermittelt wird, lassen Tanja und Jerome ihre On-Off-Geschichte Revue passieren. Die Gedanken dazu sind nicht originell – wehren jedoch jede Kritik daran ungerührt ab, da sie ja auch nie behaupten, originell zu sein. Wer das nicht gut (oder witzig oder sad) findet, hat es wohl einfach nicht verstanden. Ein spannender 100-Minuten-Film entsteht mit dieser Einstellung allerdings nicht.
Fazit: Eine Leif-Randt-Verfilmung über ein Freelance-Couple und dessen Konflikte – bewusst banal und fernab echter Sorgen.
"Allegro Pastell" ist eine Adaption des gleichnamigen Romans von Leif Randt aus dem Jahr 2020. Der 1983 geborene Schriftsteller lieferte selbst das Drehbuch. Die Regie übernahm Anna Roller ("Dead Girls Dancing"). In erster Linie lebt die literarische Vorlage davon, dass Clubs, Restaurants und Bars sowie Filme, Songs und Events genannt werden, die zum Lebensgefühl von Randts Generation dazugehören (sollten). Die Figuren und deren Beziehungen sind absichtsvoll oberflächlich: kaum eine Emotion geht tief genug, alles ist irgendwie ein bisschen egal. Während dies in Prosaform als Bestandsaufnahme einen gewissen Reiz haben mag, wirkt es als Filmversion doch rasch ziemlich leer und ermüdend.
Ich fühl's irgendwie (nicht)
"Findest du dich denn interessant?", wird die als Autorin tätige Tanja in einem Interview gefragt. "Null Komma null – aber ich habe Spaß!“, entgegnet diese. Der Film übernimmt jene kokett-selbstironische Attitüde. Am Rande einer Parodie auf wohlstandsverwahrloste junge Menschen zeigt "Allegro Pastell" die Pseudo-Konflikte seiner Figuren in der Liebe, in Freundschaften, im mehr oder weniger kreativen Beruf. Nichts tut richtig weh – keine Trennung, kein Drogentrip, kein vermeintlicher Kontrollverlust, kein Streit innerhalb der Familie. Leute mit möglicherweise ernsthafteren Problemen, etwa Tanjas Schwester Sarah (verkörpert von Luna Wedler), finden höchstens in Nebensträngen statt.
Maybe we could make it happen
Im E-Mail-Verkehr, der via Voiceover vermittelt wird, lassen Tanja und Jerome ihre On-Off-Geschichte Revue passieren. Die Gedanken dazu sind nicht originell – wehren jedoch jede Kritik daran ungerührt ab, da sie ja auch nie behaupten, originell zu sein. Wer das nicht gut (oder witzig oder sad) findet, hat es wohl einfach nicht verstanden. Ein spannender 100-Minuten-Film entsteht mit dieser Einstellung allerdings nicht.
Fazit: Eine Leif-Randt-Verfilmung über ein Freelance-Couple und dessen Konflikte – bewusst banal und fernab echter Sorgen.
Andreas Köhnemann
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Besetzung & Crew von "Allegro Pastell"
Land: DeutschlandJahr: 2026
Kinostart: 16.04.2026
Regie: Anna Roller
Darsteller: Luna Wedler, Martina Gedeck, Jannis Niewöhner als Jerome Daimler, Haley Louise Jones als Marlene Seidl, Jakob Schreier als Julian
Verleih: DCM GmbH
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