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Verflucht Normal (2026)
I Swear
Biopic: Ein junger Mann lernt, mit seinem Tourette-Syndrom umzugehen.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.
1983: Der Jugendliche John Davidson (Scott Ellis Watson) lebt mit seiner Mutter Heather (Shirley Henderson) und seinem Vater David (Steven Cree) sowie seinen drei Geschwistern in Galashiels, Schottland. Plötzlich entwickelt er erste Tics, die damals noch nicht als Symptome des Tourette-Syndroms bekannt waren. Er wird rasch zum Außenseiter; zudem geht die Ehe seiner Eltern in die Brüche. Mit Mitte 20 begegnet John (jetzt verkörpert von Robert Aramayo) seinem ehemaligen Mitschüler Murray (Francesco Piacentini-Smith) wieder – und wird von dessen Mutter Dottie (Maxine Peake) kurzerhand in die Familie aufgenommen. Dank des Hausmeisters Tommy (Peter Mullan) erhält er bald einen Assistenzjob im Gemeindezentrum.
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Filmkritik
"Verflucht normal": Die Lebensgeschichte eines Aktivisten
In "Verflucht normal" erzählt der Drehbuchautor und Regisseur Kirk Jones ("Lang lebe Ned Devine!", "Eine zauberhafte Nanny") vom Werdegang des 1971 in der schottischen Stadt Galashiels geborenen Aktivisten John Davidson. Dieser entwickelte als Teenager erste Tics, die damals noch nicht als Symptome des Tourette-Syndroms bekannt waren. Während sein soziales Umfeld und er selbst früher mit seinen unwillkürlichen Bewegungen sowie seinen unfreiwillig ausgestoßenen Lauten und Obszönitäten völlig überfordert waren, machte es sich Davidson später zur Aufgabe, seine persönlichen Erfahrungen mit anderen zu teilen – und dadurch vielen Betroffenen und deren Angehörigen zu helfen. Er trug dazu bei, ein gesellschaftliches Bewusstsein für die Erkrankung zu schaffen und eine Sensibilisierung zu ermöglichen.
Kein Grund, sich zu schämen
Auch das Biopic erfüllt einen aufklärerischen Zweck, ist dabei aber nie nur ein belehrendes Message-Movie ohne Unterhaltungswert. Das Werk verzichtet auf eine übertriebene Dramatisierung der Ereignisse; zugleich verkitscht und banalisiert es das Tourette-Syndrom und dessen Auswirkungen auf das Leben der Erkrankten nie.
Der Jungdarsteller Scott Ellis Watson, der Davidson als Schüler verkörpert, zeigt einfühlsam, wie die auftretenden Tics ihn zum Outsider werden lassen und seinen Alltag erschweren. Robert Aramayo ("Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht"), der den Part dann im Erwachsenenalter übernimmt, vermittelt wiederum nachvollziehbar, wie der Protagonist allmählich lernt, sich für seine Tics nicht zu schämen und sich nicht ständig dafür entschuldigen zu müssen. So entsteht ein optimistischer und energischer Film.
Eine tolle Besetzung
Neben Watson und Aramayo liefern die Charakterköpfe Shirley Henderson (bekannt als Maulende Myrte aus der "Harry Potter"-Reihe) und Peter Mullan ("Mein Name ist Joe") sowie die Theater- und TV-Veteranin Maxine Peake ("Shameless") eindrückliche Leistungen.
Fazit: Eine empathische und humorvolle Filmbiografie, getragen von einem sehr guten Ensemble.
In "Verflucht normal" erzählt der Drehbuchautor und Regisseur Kirk Jones ("Lang lebe Ned Devine!", "Eine zauberhafte Nanny") vom Werdegang des 1971 in der schottischen Stadt Galashiels geborenen Aktivisten John Davidson. Dieser entwickelte als Teenager erste Tics, die damals noch nicht als Symptome des Tourette-Syndroms bekannt waren. Während sein soziales Umfeld und er selbst früher mit seinen unwillkürlichen Bewegungen sowie seinen unfreiwillig ausgestoßenen Lauten und Obszönitäten völlig überfordert waren, machte es sich Davidson später zur Aufgabe, seine persönlichen Erfahrungen mit anderen zu teilen – und dadurch vielen Betroffenen und deren Angehörigen zu helfen. Er trug dazu bei, ein gesellschaftliches Bewusstsein für die Erkrankung zu schaffen und eine Sensibilisierung zu ermöglichen.
Kein Grund, sich zu schämen
Auch das Biopic erfüllt einen aufklärerischen Zweck, ist dabei aber nie nur ein belehrendes Message-Movie ohne Unterhaltungswert. Das Werk verzichtet auf eine übertriebene Dramatisierung der Ereignisse; zugleich verkitscht und banalisiert es das Tourette-Syndrom und dessen Auswirkungen auf das Leben der Erkrankten nie.
Der Jungdarsteller Scott Ellis Watson, der Davidson als Schüler verkörpert, zeigt einfühlsam, wie die auftretenden Tics ihn zum Outsider werden lassen und seinen Alltag erschweren. Robert Aramayo ("Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht"), der den Part dann im Erwachsenenalter übernimmt, vermittelt wiederum nachvollziehbar, wie der Protagonist allmählich lernt, sich für seine Tics nicht zu schämen und sich nicht ständig dafür entschuldigen zu müssen. So entsteht ein optimistischer und energischer Film.
Eine tolle Besetzung
Neben Watson und Aramayo liefern die Charakterköpfe Shirley Henderson (bekannt als Maulende Myrte aus der "Harry Potter"-Reihe) und Peter Mullan ("Mein Name ist Joe") sowie die Theater- und TV-Veteranin Maxine Peake ("Shameless") eindrückliche Leistungen.
Fazit: Eine empathische und humorvolle Filmbiografie, getragen von einem sehr guten Ensemble.
Andreas Köhnemann
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Besetzung & Crew von "Verflucht Normal"
Land: GroßbritannienJahr: 2026
Genre: Drama, Historie, Biografie
Originaltitel: I Swear
Länge: 120 Minuten
Kinostart: 28.05.2026
Regie: Kirk Jones
Darsteller: Robert Aramayo, Peter Mullan, Maxine Peake, Shirley Henderson, Paul Donnelly
Verleih: Wild Bunch
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