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Babystar (2026)

Jagd auf KlickzahlenKritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4.0 / 5

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Die 16-jährige Luca Sommer (Maja Bons) präsentiert sich glücklich auf Social Media, während sie mit ihren Eltern Stella (Bea Brocks) und Chris (Liliom Lewald) ein scheinbar perfektes Influencer-Leben führt. Unter dem Namen "our_bright_life" betreiben sie ein erfolgreiches Family-Business mit Millionen von Followern. Als sie erfährt, dass ihre Eltern ein weiteres Kind planen, steigert sie ihre Bemühungen, den Erwartungen gerecht zu werden. Ihre Eltern überschreiten jedoch ihre Grenzen, indem sie ihrem Publikum gegen Lucas Willen von ihren Ängsten erzählen. Luca beginnt, widerständig zu handeln, während das zur Schau gestellte Familienglück ins Wanken gerät.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse4 / 5

In seinem ersten Langfilm "Pornfluencer“ verknüpfte Regisseur Joscha Bongard Interviews und Szenen von Heimdrehs eines sich selbst vermarktenden Paars mit Expertengesprächen und Youtube-Auszügen etwa zu Aufreißertipps. Dabei offenbart sich die männlich geprägte Arbeitsbeziehung des jungen Duos in einer männlich geprägten Industrie. Optisch verwendete er den Look eines Streamingvideos als Verweis auf die Verhaltensweisen von Internetbenutzern. Daran knüpft Bongard inhaltlich mit seinem ersten Spielfilm "Babystar“ über eine zum Influencer-Star avancierte Jugendliche als perfekte Einnahmequelle an. Erneut nutzt er nachgestellte Youtube-, Instagram- und Tik-Tok-Bilder, um Social Media-Mechanismen offenzulegen. Markennamen von Waren, für die Protagonistin Luca wirbt, werden im Verlauf geblurrt und in den Dialogen verfremdet, als würden sie tatsächlich existieren.

Häufig nimmt die Kamera die Perspektive eine Überwachungsvideos ein - die Wege der jungen Protagonistin werden von Kindesbeinen an auf Schritt und Tritt aufgezeichnet. Bongard setzt auf statische Blickwinkel mit langen Einstellungen als distanzierter Blick auf eine kalte Welt. Darin erinnert seine überhöhte Bildgestaltung an Werke von Regisseuren wie Michael Haneke oder Ulrich Seidl. Teils verschmelzen die Charaktere visuell mit ihrer Umwelt. Gegen Ende erscheint Luca zunehmend als Schattenumriss. Das Mädchen wird an den Bildrand gedrängt, um ihre Einsamkeit trotz unzähliger Follower zu unterstreichen. Als sie bei einem Interview nach ihren Freundinnen gefragt wird, betont der Teenager, dass vielmehr die Eltern Priorität hätten.

Nicht nur hier entstehen erste Risse. Ein Avatar von Luca beweist ihre Austauschbarkeit. Ihre Eltern wirken selbst wie künstliche Wesen. Das geschäftstüchtige junge Paar plant, den neuen Nachwuchs ebenso zu vermarkten, weshalb sich das Influencer-Girl ins Hintertreffen manövriert sieht. Ein inszeniertes Ertrinken im Pool vor den Augen der Eltern bleibt von ihnen unbemerkt. Als Abnabelung will sich Luca neue, ebenso vermarktbare Eltern suchen, da sie nichts anderes kennt. Im Gegensatz zu Seidl vermeidet Bongard Voyeurismus und bleibt optisch dezent. Trotz des satirischen Untertons hätte man sich im Finale jedoch eine schärfere Zuspitzung gewünscht.

Fazit: Eine junge, von den Eltern vermarktete Influencerin erkennt allmählich ihre Austauschbarkeit. Bissige Mediensatire in stilisierten Bildern mit Kritik an der öffentlichen Verbreitung privater Momente.




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Zum Video: Babystar

Besetzung & Crew von "Babystar"

Land: Deutschland
Jahr: 2026
Genre: Drama
Länge: 98 Minuten
Kinostart: 23.04.2026
Regie: Joscha Bongard
Darsteller: Verena Altenberger, Maja Bons, Bea Brocks, Joy Ewulu, Christian Koch
Verleih: Across Nations

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