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Sirens Call (2025)

Filmischer Hybrid: Ein Meereswesen in einem menschlichen Körper erforscht die Erde.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Una (Gina Rønning) ist eine Sirene. In menschlicher Gestalt bewegt sie sich durch die heutige USA. Auf der Suche nach Verbindung trifft sie schließlich auf die non-binäre Person Moth (Moth Rønning-Bötel), die ihr in einem Diner die Karten legt. Moth ist Teil der Merfolk-Gemeinschaft.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse4 / 5

"Sirens Call": Ein experimenteller Mix

Mit "Sirens Call" liefert das Regieduo Miri Ian Gossing und Lina Sieckmann eine spannende kinematografische Mischung. Zum einen weigert sich das Werk, sich eindeutig auf eine Gattung festzulegen; es oszilliert stattdessen zwischen Spielfilm und dokumentarischer Betrachtung. Zum anderen greift es auf diverse Genre-Elemente zurück – vom Roadmovie im Stil von Wim Wenders' "Paris, Texas" (1984) bis zur artifiziellen Science-Fiction-Fantasy, die an Jonathan Glazers sehr außergewöhnliche Arbeit "Under the Skin" (2013) mit Scarlett Johansson in der Rolle eines mysteriösen Aliens erinnert. Im ganz speziellen Blick des Films auf die Kultur der Vereinigten Staaten kommt auch David Lynch ("Twin Peaks") und dessen Gespür fürs Absurde in den Sinn.

In einem hybriden Raum

Gossing und Sieckmann erläutern in einem Regiestatement, dass sie sich von klassischer Dramaturgie gelöst und ihre Inspiration in der japanischen Erzählstruktur Kishotenketsu gefunden hätten: "einem Ansatz ohne konventionelle Höhepunkte, der sich vielmehr in fließenden Wellen entfaltet." Ein bemerkenswerter Moment ist etwa, wenn die Protagonistin Una, die sich als hybrides Wesen definiert, bei einer touristischen Aquarienshow "Meerjungfrauen" sieht. Der Film schildert eine Suche nach Identität und nach Zugehörigkeit, die zunächst als durch und durch märchenhaft gelesen werden kann, dann aber immer konkreter zum Porträt einer Community wird: der Merfolk-Gemeinschaft in Portland, Oregon.

Queer und ozeanisch

Durch Unas Begegnung mit der non-binären Person Moth kommen wir dieser queeren Meereswesen-Gemeinschaft näher – und können dabei begreifen, wie bedroht sich all jene in der aktuellen politischen Situation fühlen, die sich außerhalb der Norm befinden.

Fazit: Eine faszinierende und originelle Auseinandersetzung, die ihre erzählerischen Mittel passend zum Thema wählt.




Besetzung & Crew von "Sirens Call"

Land: Deutschland, Niederlande
Jahr: 2025
Genre: Science Fiction, Dokumentation, Roadmovie
Länge: 121 Minuten
Kinostart: 30.04.2026
Darsteller: Gina Ronning, Moth Ronning-Botel, Rei Barnes, Yl'luria Watersong, Mark Ginsberg
Verleih: missingFilms



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