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Clayface (2026)

Der erste Horrorfilm aus dem Hause DC handelt von einem Schauspieler, der sich nach einem tragischen Unfall allmählich in ein tödliches Monster verwandelt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3 / 5
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Schauspieler Matt Hagen (Tom Rhys Harries) ist jung, attraktiv und womöglich der neue Stern am Schauspielhimmel. In Gotham City scheint sich für ihn nämlich endlich der lang erhoffte, große Durchbruch im Showbiz abzuzeichnen. Doch dann kommt es zu einem tragischen Zwischenfall. Matt wird überfallen und sein Gesicht bei dem Angriff derart schwer entstellt, dass seine berufliche Karriere, die noch nicht einmal richtig begonnen hat, beendet scheint. Er sucht daraufhin Kontakt zu einer Wissenschaftlerin, die eine neuartige rekonstruktive Technologie entwickelt hat. Das Verfahren soll sein Gesicht rekonstruieren, bringt allerdings ebenso schwere wie unerwartete Nebenwirkungen mit sich. Langsam verwandelt sich Matt in ein lehmartiges Monster mit Superkräften, das nach Macht und Rache strebt.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse3 / 5

Body-Horror trifft auf Charakterdrama

Nach "Superman“ (2025) und "Supergirl“ aus diesem Jahr ist "Clayface“ der dritte Film aus dem neuen DC Universe. Es ist der erste reine Horrorstreifen des Studios, der in Sachen Tonalität und Stil so ganz anders daherkommt als die beiden Vorgängerwerke. Waren die Action und der humoristische Anteil – allen voran bei "Supergirl“ – zuvor noch deutlich höher, geht Regisseur James Watkins ("Speak No Evil“) mit seinem siebten abendfüllenden Film gänzlich andere Wege.

Kein Wunder: Der 48-Jährige kommt ursprünglich vom Horror-Film ("Eden Lake“, "The Descent 2“) und hat mehrfach bewiesen, dass er ein Meister des atmosphärischen, psychologischen und sich langsam anschleichenden Grusels ist. All diese Komponenten finden sich bei "Clayface“, der, gerade im ersten Drittel, beinahe mehr Psycho-Drama als Horror-Schocker ist. Das liegt vor allem an der komplexen, ambivalent gezeichneten Hauptfigur. Matt ist von Grund auf kein böser Mensch. Vielmehr ist er von einem fast pathologischen Perfektionismus und egozentrischen, Ich-bezogenen Wesensmerkmalen geprägt.

Emotionale Tour de Force

Matts Aussehen und Ausstrahlung sind gewissermaßen sein Kapital und man wäre geneigt zu sagen: Sie machen seine gesamte Identität aus. Nach dem Überfall (verübt von Schergen der lokalen Mafia) erlebt er tiefe Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und fällt in eine schwere Identitätskrise. In der Folge macht er gleich eine doppelte, folgenschwere Wandlung durch, einmal physisch und einmal psychisch. Matt wird aggressiver, unberechenbarer und manipulativ. "Clayface“ nimmt sich dabei viel Zeit und Raum, um seinen allmählichen Niedergang zu zeigen. Hauptdarsteller Harris trägt diese physische und emotionale Höllenfahrt mit seiner Ausdrucksweise und Präsenz. Körperhorror-Fans kommen darüber hinaus auf ihre Kosten.

Watkins vertraut ganz auf deftige Ekel-Szenen, hauptsächlich bei den – optisch toll in Szene gesetzten – Verwandlungen und den zunehmenden körperlichen Veränderungen. Schade ist, dass "Clayface“ nur wenig Bezüge zum DC-Universum aufweist und selbst Verweise zu "Batman“ (Clayface ist einer der Erzfeinde des Dunklen Ritters) gibt es nur wenige. Austauschbar bleiben ferner fast alle Nebenfiguren, deren charakterlicher Entwicklung sich Watkins leider nur stiefmütterlich widmet. Darunter die Wissenschaftlerin Dr. Caitlyn Corr, Ermittler John Borrelli sowie Gangsterboss Markos Szabo.

Fazit: Ungewöhnlicher aber interessanter Mix aus Charakter-Psychogramm und atmosphärischem Körperhorror. Der Film legt zu Beginn seinen Schwerpunkt auf die Psychologie der Hauptfigur und lebt von seinen heftigen Ekel-Effekten – vernachlässigt darüber aber die Nebenfiguren und die inhaltliche Einbettung ins "Batman“-Universum.




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Zum Video: Clayface

Besetzung & Crew von "Clayface"

Land: USA
Jahr: 2026
Genre: Thriller, Horror, Science Fiction
Länge: 109 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 22.10.2026
Darsteller: Tom Rhys Harries, Eddie Marsan, Max Minghella, Naomi Ackie, Nancy Carroll
Verleih: Warner Bros.

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