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Das gewisse Etwas (2026)

In Marc Rothemunds ("Wochenendrebellen“) Remake des französischen Kassenschlagers "Was ist schon normal" tarnen sich zwei Ganoven in einer Reisegruppe von jungen Menschen mit Behinderung.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4.3 / 5

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Karlo (Florian Lukas) und sein Sohn Alex (Max von der Groeben) sind Kleinganoven, die nach einem missglückten Juwelenraub vor der Polizei fliehen. Sie stoßen auf einen Reisebus, in dem eine Gruppe junger Erwachsener mit Beeinträchtigung zu einem Feriencamp in den Alpen aufbricht, und finden dort eine Gelegenheit zum Untertauchen. Alex gibt sich kurzerhand als der fehlende Teilnehmer "Otto" aus, während Karlo dessen Betreuer mimt. Geleitet wird die Reisegruppe von der sympathischen Polly (Mala Emde) und ihrer Kollegin Mona (Jasmin Schwiers), die von der Täuschung nichts ahnen.

Was als zynisches Versteckspiel beginnt, gerät zusehends außer Kontrolle: Die Polizei bleibt den beiden auf den Fersen und mittendrin verguckt sich Alex ausgerechnet in Polly. Und dann kommen sich Vater, Sohn und Reisegruppe auch noch näher – als es Karlo und Alex eigentlich lieb ist.

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"Das gewisse Etwas": Die Reise zum besseren Menschen

Dass es hier auf eine Läuterung der beiden Ganoven hinausläuft, ist von dem Moment an klar, als die beiden Gauner in den Bus in den einsteigen. "Das gewisse Etwas" bewegt sich auf den denkbar ausgetretensten Pfaden der deutschen Komödie, und wer schon einmal eine Handvoll einschlägiger Verwechslungsfilme gesehen hat, kennt Konflikt, Wendepunkte und Versöhnungsfinale, bevor der Abspann überhaupt in Sicht ist.

Gerettet wird das Ganze von der Besetzung – und zwar in erster Linie von den beeinträchtigten Darstellerinnen und Darstellern, die die Reisegruppe spielen. Ihr Timing sitzt, ihre Präsenz wirkt unverstellt, und sie bringen eine Erfrischung ins Geschehen, die dem Drehbuch allein nicht gelungen wäre. Ähnlich hatte man es schon beim französischen Original goutiert, das trotz aller Debatten um klischeehafte Züge vor allem für die Sichtbarkeit seiner Laiendarstellerinnen und -darsteller mit Behinderung gelobt wurde – ein Pfund, mit dem auch die deutsche Fassung wuchern kann. Mala Emde als Polly ist die zweite große Überraschung: ein frisches Gesicht, das sich mehr und mehr in die allererste Reihe des deutschen Films spielt und der Rolle spürbar mehr Tiefe verleiht, als das Drehbuch eigentlich hergibt. Max von der Groeben und Florian Lukas machen ihre Sache derweil solide – wobei es einen gewissen Insiderwitz hat, dass ausgerechnet der einstige Schüler-Chaot aus "Fack ju Göhte" nun selbst zum Ganoven in fremder Uniform wird. Zeki Müller musste sich dort als Vertretungslehrer tarnen, um sein vergrabenes Geld auf dem Schulgelände zu bergen; von der Groebens Alex tauscht nun die Schule gegen den Ferienbus – die Grundformel "Ganove tarnt sich in einer Institution, die ihm eigentlich fremd ist, und wird dabei nebenbei ein besserer Mensch" bleibt dieselbe.

Auch inhaltlich ist "Das gewisse Etwas" kein Einzelfall im deutschen Kino: Schon 2019 schickte "Die Goldfische" einen frisch querschnittsgelähmten Bankangestellten aus rein eigennützigen Motiven mit einer Wohngruppe von Menschen mit Behinderung auf Reisen. Dort wie hier funktioniert dasselbe Prinzip: Die vermeintlich nur zur Tarnung dienenden Nebenfiguren sind die heimlichen Hauptgewinne des Films, während die moralische Wandlung der eigentlichen Hauptfiguren mit spürbarer Dampfwalze durchgesetzt wird. Auch bei "Das gewisse Etwas" trägt die Läuterung der Räuber ordentlich dick auf und ist alles andere als wirklich glaubwürdig. Schlimm ist das nicht – der Charme der Geschichte hält das Publikum trotzdem bei der Stange, ganz ähnlich, wie es schon dem französischen Original trotz aller Kritik an seiner didaktischen Schlagseite gelang.

Etwas sauer stößt dagegen das Finale auf: Zum Schluss geht plötzlich alles hopplahopp, als hätte man Angst gehabt, die Laufzeit zu sehr auszureizen. Das geht spürbar auf Kosten der Plausibilität und lässt einen mit dem Gefühl zurück, dass für die letzten Volten der Geschichte schlicht die Zeit fehlte.

Fazit: Kein großer Wurf, aber ein warmherziger Beitrag zur deutschen Komödie – nicht wegen der Geschichte und auch nicht unbedingt wegen des Humors, sondern dank seines liebenswerten Ensembles, das den vorhersehbaren Weg mit sehr viel Herz beschreitet.




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Besetzung & Crew von "Das gewisse Etwas"

Land: Deutschland
Jahr: 2026
Genre: Komödie
Kinostart: 03.09.2026
Darsteller: Max von der Groeben, Mala Emde, Florian Lukas, Jasmin Schwiers, Lorenzo Germeno
Verleih: Constantin Film

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