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Oh la la 2 – Neue Tests, Neues Chaos (2026)
Cocorico 2
In der Fortsetzung seiner französischen Erfolgskomödie schickt Regisseur Julien Hervé die Herren Bouvier-Sauvage und Martin noch einmal ins DNA-Labor – mit Folgen, die die Hochzeitsvorbereitungen der Kinder gehörig durcheinanderwirbeln.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
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Der Burgfrieden zwischen den Bouvier-Sauvages und den Martins scheint hergestellt: Nach den Turbulenzen des ersten Teils bereiten beide Familien die Hochzeit von Alice Bouvier-Sauvage (Chloé Coulloud) und François Martin (Julien Pestel) vor. Damit nichts mehr schiefgeht, schließen der aristokratische Frédéric Bouvier-Sauvage (Christian Clavier) und der Autohändler Gérard Martin (Didier Bourdon) auf Drängen ihrer Frauen Nicole (Sylvie Testud) und Catherine (Marianne Denicourt) sogar einen Nichtangriffspakt.
Der hält genau so lange, bis ein neuer DNA-Test eintrifft. Das Labor korrigiert sich: Die Ergebnisse von damals seien fehlerhaft gewesen, verkündet man den verdutzten Familien. Frédéric, der sich gerade erst mit seinen vermeintlichen Cherokee-Wurzeln arrangiert hatte, ist nun zu großen Teilen Türke, ein bislang unbekannter Cousin inklusive. Gérard trifft es nicht besser: Statt halb deutsch ist er plötzlich zu null Prozent Franzose, Vater Deutscher, Mutter Algerierin. Was folgt, sind neue Verwandte, neue Ressentiments und ein Eiertanz um die anstehende Hochzeit, der beide Familien zwingt, sich noch einmal – und diesmal angeblich gründlicher – mit der Frage zu beschäftigen, was Herkunft und Zugehörigkeit eigentlich bedeuten.
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Filmkritik
"Oh la la 2 – Neue Tests, neues Chaos": Aufgewärmte DNA-Geschichte
Dass "Oh la la 2 – Neue Tests, neues Chaos" eine Fortsetzung ist, verrät schon die Ziffer im Titel. Regisseur Julien Hervé, der bereits den ersten Teil 2024 unter dem Titel "Oh la la: Wer ahnt denn sowas?”" ablieferte und sich davor als Drehbuchautor für Mainstream-Ware wie die "Die Tuschs"-Reihe oder "Astérix & Obélix im Reich der Mitte" sein Handwerk am Gagfließband erarbeitet hat, greift für den zweiten Teil noch einmal tief in dieselbe Kiste. Zurück sind auch Christian Clavier und Didier Bourdon als aristokratischer Frédéric und prolliger Gérard – ein eingespieltes Duo, das sein komödiantisches Handwerk schon gemeinsam auf der Theaterbühne mit "Ein Käfig voller Narren" erprobt hat.
Was der erste "Oh la la" zumindest noch für sich hatte, den Charme der Überraschung, wirkt in Teil 2 wie aufgewärmter Kaffee. Die Ausgangssituation – eine Familie entdeckt per Gentest, dass sie nicht das ist, wofür sie sich hielt – ist bereits bekannt, jede neue Volte wirkt weniger wie eine Pointe als wie eine Pflichtübung. Wo der erste Teil zumindest noch die Neuheit der Idee für sich verbuchen konnte, tritt die Fortsetzung auf der Stelle und bleibt dabei mindestens genauso schwach wie ihr Vorgänger, wenn nicht sogar noch schwächer.
Dass die Herkunftsverhältnisse der Bouvier-Sauvages und Martins nun ein zweites Mal neu gemischt werden, verdankt sich einem denkbar simplen Dreh: Das Labor habe sich beim ersten Mal schlicht geirrt. Wieso ausgerechnet Frédérics vermeintliche Cherokee-Wurzeln und Gérards deutscher Vater damals falsch bestimmt wurden und nun ausgerechnet türkische beziehungsweise algerische Vorfahren zum Vorschein kommen, bleibt mehr oder weniger unklar – aber das ist am Ende auch egal, denn ohne diese Fehler der modernen Gentechnik gäbe es schlicht keinen zweiten Teil. Das Drehbuch nimmt die eigene Unglaubwürdigkeit dabei erstaunlich gelassen hin, fast so, als wüsste es selbst, dass hier zuerst die Idee einer Fortsetzung und erst danach die Handlung erdacht worden ist.
Zu allem Überfluss ist der Fortsetzung ihre Chance zur Selbstkorrektur gründlich misslungen: Die Gags sind nicht bloß platt, wie es schon der Vorgänger vorexerzierte, sie sind schlicht nicht komisch. Jedes noch so abgenutzte landsmannschaftliche Klischee wird brav durchdekliniert, dabei aber peinlich genau vermieden, wirklich derb-satirisch zu werden. Stattdessen bleibt alles auf jenem vermeintlich liebevoll-humorvollen Niveau hängen, das sich selbst gern als tolerant verkauft. Nur macht diese Betulichkeit die Sache nicht besser, sondern rückt sie eher noch näher an überheblich-chauvinistische Untertöne heran: Wer sich nicht traut, mit Klischees wirklich anzuecken, kann sich mit ihnen auch nicht ernsthaft auseinandersetzen.
Dass das grundsätzlich gut aufgelegte Ensemble – allen voran Clavier und Bourdon, mit Sylvie Testud und Marianne Denicourt als pragmatischen Gegengewichen – bei so viel hausgemachter Humorlosigkeit kaum etwas ausrichten kann, überrascht wenig. Selbst eingespielte Chemie verpufft, wenn das Drehbuch sie nirgendwohin führt. "Oh la la 2 – Neue Tests neues Chaos" ist letztlich ein Aufguss des ersten Teils, der dessen Fehler nicht korrigiert, sondern wiederholt – obwohl sie nach Teil 1 eigentlich bekannt gewesen sein müssten.
Fazit: Wo schon der erste Teil mit seinem Klischeegewitter überforderte, tut es der zweite mit noch weniger frischen Ideen und noch mehr Betulichkeit um so mehr. Ein eigentlich gutes Ensemble wird hier für eine Fortsetzung verheizt, die ihre eigene Ausgangsidee nicht ernst genug nimmt, um daraus mehr als lauwarme Wiederholung zu machen. Auch beim zweiten Mal kein Oh la la.
Dass "Oh la la 2 – Neue Tests, neues Chaos" eine Fortsetzung ist, verrät schon die Ziffer im Titel. Regisseur Julien Hervé, der bereits den ersten Teil 2024 unter dem Titel "Oh la la: Wer ahnt denn sowas?”" ablieferte und sich davor als Drehbuchautor für Mainstream-Ware wie die "Die Tuschs"-Reihe oder "Astérix & Obélix im Reich der Mitte" sein Handwerk am Gagfließband erarbeitet hat, greift für den zweiten Teil noch einmal tief in dieselbe Kiste. Zurück sind auch Christian Clavier und Didier Bourdon als aristokratischer Frédéric und prolliger Gérard – ein eingespieltes Duo, das sein komödiantisches Handwerk schon gemeinsam auf der Theaterbühne mit "Ein Käfig voller Narren" erprobt hat.
Was der erste "Oh la la" zumindest noch für sich hatte, den Charme der Überraschung, wirkt in Teil 2 wie aufgewärmter Kaffee. Die Ausgangssituation – eine Familie entdeckt per Gentest, dass sie nicht das ist, wofür sie sich hielt – ist bereits bekannt, jede neue Volte wirkt weniger wie eine Pointe als wie eine Pflichtübung. Wo der erste Teil zumindest noch die Neuheit der Idee für sich verbuchen konnte, tritt die Fortsetzung auf der Stelle und bleibt dabei mindestens genauso schwach wie ihr Vorgänger, wenn nicht sogar noch schwächer.
Dass die Herkunftsverhältnisse der Bouvier-Sauvages und Martins nun ein zweites Mal neu gemischt werden, verdankt sich einem denkbar simplen Dreh: Das Labor habe sich beim ersten Mal schlicht geirrt. Wieso ausgerechnet Frédérics vermeintliche Cherokee-Wurzeln und Gérards deutscher Vater damals falsch bestimmt wurden und nun ausgerechnet türkische beziehungsweise algerische Vorfahren zum Vorschein kommen, bleibt mehr oder weniger unklar – aber das ist am Ende auch egal, denn ohne diese Fehler der modernen Gentechnik gäbe es schlicht keinen zweiten Teil. Das Drehbuch nimmt die eigene Unglaubwürdigkeit dabei erstaunlich gelassen hin, fast so, als wüsste es selbst, dass hier zuerst die Idee einer Fortsetzung und erst danach die Handlung erdacht worden ist.
Zu allem Überfluss ist der Fortsetzung ihre Chance zur Selbstkorrektur gründlich misslungen: Die Gags sind nicht bloß platt, wie es schon der Vorgänger vorexerzierte, sie sind schlicht nicht komisch. Jedes noch so abgenutzte landsmannschaftliche Klischee wird brav durchdekliniert, dabei aber peinlich genau vermieden, wirklich derb-satirisch zu werden. Stattdessen bleibt alles auf jenem vermeintlich liebevoll-humorvollen Niveau hängen, das sich selbst gern als tolerant verkauft. Nur macht diese Betulichkeit die Sache nicht besser, sondern rückt sie eher noch näher an überheblich-chauvinistische Untertöne heran: Wer sich nicht traut, mit Klischees wirklich anzuecken, kann sich mit ihnen auch nicht ernsthaft auseinandersetzen.
Dass das grundsätzlich gut aufgelegte Ensemble – allen voran Clavier und Bourdon, mit Sylvie Testud und Marianne Denicourt als pragmatischen Gegengewichen – bei so viel hausgemachter Humorlosigkeit kaum etwas ausrichten kann, überrascht wenig. Selbst eingespielte Chemie verpufft, wenn das Drehbuch sie nirgendwohin führt. "Oh la la 2 – Neue Tests neues Chaos" ist letztlich ein Aufguss des ersten Teils, der dessen Fehler nicht korrigiert, sondern wiederholt – obwohl sie nach Teil 1 eigentlich bekannt gewesen sein müssten.
Fazit: Wo schon der erste Teil mit seinem Klischeegewitter überforderte, tut es der zweite mit noch weniger frischen Ideen und noch mehr Betulichkeit um so mehr. Ein eigentlich gutes Ensemble wird hier für eine Fortsetzung verheizt, die ihre eigene Ausgangsidee nicht ernst genug nimmt, um daraus mehr als lauwarme Wiederholung zu machen. Auch beim zweiten Mal kein Oh la la.
Markus Solty
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Besetzung & Crew von "Oh la la 2 – Neue Tests, Neues Chaos"
Land: FrankreichJahr: 2026
Genre: Komödie
Originaltitel: Cocorico 2
Länge: 92 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 27.08.2026
Darsteller: Christian Clavier, Didier Bourdon, Sylvie Testud, Chloé Coulloud, Marianne Denicourt
Verleih: Weltkino Filmverleih






