
© Capelight Pictures
Truly Naked (2026)
Drama: Der Sohn eines Porno-Filmers verliebt sich in eine Mitschülerin.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Der Teenager Alec (Caolán O’Gorman) hat vor einigen Jahren seine Mutter verloren. Einst hatten sich seine Eltern bei Pornodreharbeiten kennengelernt. Sein Vater Dylan (Andrew Howard) ist noch immer in der Erotikbranche tätig – als Darsteller und Produzent. Alec ist wiederum als Kameramann Teil des kleinen Familienunternehmens. In der Schule weiß niemand etwas davon. Als sich Alec zusammen mit seiner Mitschülerin Nina (Safiya Benaddi) einem Projekt zum Thema Internet-Pornosucht widmen soll, entwickelt er Gefühle für sie.
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Filmkritik
"Truly Naked": Was ist Intimität?
In ihrem Langfilmdebüt "Truly Naked", das in diesem Jahr als Premiere in der Berlinale-Sektion Perspectives lief, mixt die Drehbuchautorin und Regisseurin Muriel d'Ansembourg eine romantische Coming-of-Age-Geschichte mit einem Message-Movie zum Thema Sexualität und Pornografie. Im Mittelpunkt steht der jugendliche Alec, dessen Vater Dylan in der Pornoindustrie arbeitet. Als sich Alec zum ersten Mal verliebt, muss er rasch feststellen, dass die Vorstellungen von körperlicher Intimität, die sein Vater ihm vermittelt hat, wenig mit der Realität und den Bedürfnissen echter Menschen zu tun haben.
Ein Lernprozess
Der Film gelangt hier zu klugen Erkenntnissen und hat eine gute Botschaft. Die Art und Weise, wie er diese rüberbringt, mutet allerdings zuweilen ziemlich didaktisch an. Der junge Hauptdarsteller Caolán O'Gorman spielt, ebenso wie seine Co-Stars Safiya Benaddi und Andrew Howard ("Ohne Limit"), zwar solide; die Figuren haben innerhalb des Plots jedoch eher die Aufgabe, eine bestimmte dramaturgische Funktion zu erfüllen – wodurch sie weniger interessant wirken.
So ist Alec in erster Linie dazu da, Einsichten zum Thema des Films zu gewinnen; er darf dabei kaum eine eigenständige Persönlichkeit entwickeln. Sein Love-Interest Nina ist wiederum diejenige, die ihn mit ihren feministischen Positionen auf den richtigen Weg führt. Und der Vater Dylan verkommt mehr und mehr zu einem Heuchler, Macho und Geschäftsmann, der seinen Sohn ausnutzt und über keinerlei Einfühlungsvermögen verfügt. Das lässt alles recht einseitig erscheinen. Werke wie "Pleasure" (2021) von Ninja Thyberg warfen zudem bereits einen spannenderen Blick auf die Schattenseiten der Pornobranche.
Ein gewisser Indie-Charme
O'Gorman und Benaddi haben in ihren gemeinsamen Szenen dennoch eine einnehmende Chemie miteinander, die "Truly Naked" zumindest zu einer schönen Young-Adult-Love-Story im Stil von "Vielleicht lieber morgen" (2012) macht.
Fazit: Eine Mischung aus Adoleszenz-Romanze und Milieustudie, die oft zu schematisch-belehrend daherkommt, aber gelungene Momente hat.
In ihrem Langfilmdebüt "Truly Naked", das in diesem Jahr als Premiere in der Berlinale-Sektion Perspectives lief, mixt die Drehbuchautorin und Regisseurin Muriel d'Ansembourg eine romantische Coming-of-Age-Geschichte mit einem Message-Movie zum Thema Sexualität und Pornografie. Im Mittelpunkt steht der jugendliche Alec, dessen Vater Dylan in der Pornoindustrie arbeitet. Als sich Alec zum ersten Mal verliebt, muss er rasch feststellen, dass die Vorstellungen von körperlicher Intimität, die sein Vater ihm vermittelt hat, wenig mit der Realität und den Bedürfnissen echter Menschen zu tun haben.
Ein Lernprozess
Der Film gelangt hier zu klugen Erkenntnissen und hat eine gute Botschaft. Die Art und Weise, wie er diese rüberbringt, mutet allerdings zuweilen ziemlich didaktisch an. Der junge Hauptdarsteller Caolán O'Gorman spielt, ebenso wie seine Co-Stars Safiya Benaddi und Andrew Howard ("Ohne Limit"), zwar solide; die Figuren haben innerhalb des Plots jedoch eher die Aufgabe, eine bestimmte dramaturgische Funktion zu erfüllen – wodurch sie weniger interessant wirken.
So ist Alec in erster Linie dazu da, Einsichten zum Thema des Films zu gewinnen; er darf dabei kaum eine eigenständige Persönlichkeit entwickeln. Sein Love-Interest Nina ist wiederum diejenige, die ihn mit ihren feministischen Positionen auf den richtigen Weg führt. Und der Vater Dylan verkommt mehr und mehr zu einem Heuchler, Macho und Geschäftsmann, der seinen Sohn ausnutzt und über keinerlei Einfühlungsvermögen verfügt. Das lässt alles recht einseitig erscheinen. Werke wie "Pleasure" (2021) von Ninja Thyberg warfen zudem bereits einen spannenderen Blick auf die Schattenseiten der Pornobranche.
Ein gewisser Indie-Charme
O'Gorman und Benaddi haben in ihren gemeinsamen Szenen dennoch eine einnehmende Chemie miteinander, die "Truly Naked" zumindest zu einer schönen Young-Adult-Love-Story im Stil von "Vielleicht lieber morgen" (2012) macht.
Fazit: Eine Mischung aus Adoleszenz-Romanze und Milieustudie, die oft zu schematisch-belehrend daherkommt, aber gelungene Momente hat.
Andreas Köhnemann
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Besetzung & Crew von "Truly Naked"
Land: Niederlande, Belgien, Frankreich, GroßbritannienJahr: 2026
Genre: Drama
Länge: 102 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 11.06.2026
Darsteller: Andrew Howard, Lyndsey Marshal, Juliet Aubrey, Kate Kennedy, Alessa Savage
Verleih: Capelight Pictures
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