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Lebensansichten eines Huhns (2026)

Kota

Ein Huhn entkommt einer griechischen Hühnerfarm und beginnt eine abenteuerliche Suche nach einem guten Ort zum Leben.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse ??? / 5

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Auf einer griechischen Hühnerfarm schlüpft zwischen lauter gelben Küken auch ein schwarzes aus seinem Ei. Es wächst zur Henne heran, die mit anderen Hühnern abtransportiert wird. Der Fahrer sortiert das dunkel gefiederte Tier aus, aber statt in seinem Suppentopf zu landen, entkommt es an einer Tankstelle. Die Welt da draußen ist groß, aufregend und voller Gefahren.

In den Hügeln vor der Stadt schnappt sich ein Hund die Henne und liefert sie bei einem heruntergekommenen ehemaligen Fischrestaurant ab. Dessen Besitzer (Ioannis Kokiasmenos) bringt die Henne in den Hühnerstall und nimmt ihr jedes Ei weg, das sie legt. Das Tier will seine Freiheit wiederfinden und entdeckt ein geheimes Schlupfloch im Gehege. Auf seinen Streifzügen durch Haus und Hof kommt es mit kriminellen Aktivitäten, die dort stattfinden, in Berührung. Es gibt Tote und auch das Huhn gerät in Lebensgefahr.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse4 / 5

"Lebensansichten eines Huhns“: Gackernd in den Krimi

Der ungarische Regisseur György Pálfi ("Taxidermia – Friss oder stirb“) schickt in diesem ungewöhnlichen Spielfilm ein Huhn in ein Abenteuer, das sich zum Krimi ausweitet. Die Titelfigur in "Lebensansichten eines Huhns“ hebt sich nicht nur farblich vom restlichen Geflügel ab, sondern verhält sich auch wie das sprichwörtliche schwarze Schaf. Sie ist freiheitsliebend und verfolgt ihre eigenen Ziele, ohne Rücksicht auf die Interessen der Menschen. Doch um diese steht es ethisch sowieso nicht zum Besten, so wie sie mit Hühnern und, an diesem Schauplatz eines mafiösen Waren- und Menschenschmuggels, auch mit ihresgleichen umgehen.

Neugieriges, lernfähiges Tier

Das schwarze Huhn rennt gerne weg und ist neugierig auf die Welt. Da gibt es den Fuchs, den Raubvogel, die Rivalinnen im Hühnerstall. Wenn es sich in einen Hahn verguckt, erklingt zur Belustigung ein romantischer griechischer Schlager. Oft sieht das Huhn – es wird von acht verschiedenen Tieren gespielt – verwundert drein. Der schelmisch-bissige Film hat einerseits wenig Skrupel, dem Tier menschlich anmutende Eigenschaften zuzuschreiben, andererseits aber wahrt er mit ihm emotionale Distanz zum Treiben der Menschen.

Im Haus des Restaurantbesitzers fesselt eine Fernsehsendung über Dinosaurier kurz die Neugier des Huhns und man meint, es würde die eigenen Ahnen erkennen. Vorher geriet es schon in einer Demo zwischen Polizei und Protestierende, des öfteren ist es an Bord, wenn Autos losfahren. Das Huhn ist gewissermaßen eine Art Forrest Gump aus der Tierwelt. Aber es wird ahnungslos auch in den makabren, grausamen Teil des Geschehens hineingezogen.

Zeuge menschlicher Profitgier

Pálfi erzählt mit kühler Unbestechlichkeit, sozusagen vor den Augen des unbekümmert pickenden Huhns, was in der Familie des Restaurantsbesitzers und auf seinem Grund geschieht. Der alte Mann entwickelt Sympathien für das Tier, das sich nicht einsperren lässt. Es ließe sich spekulieren, ob der Mann eine wichtige Lebensentscheidung nicht sogar deswegen trifft, weil ihm das Huhn als Vorbild dient. Auf diese europäische Provinz wirft der Film allerdings ein düsteres Licht. Ob Menschen aus der Spirale von wirtschaftlichem Niedergang, Korruption, Profitgier und Verrohung herausfinden, ist nicht Sache des Huhns. Das Leben geht weiter, gleichgültig, was mit jenen passiert, die sich für die Krone der Schöpfung halten.

Fazit: Irgendwo in Griechenland macht sich ein Huhn selbständig, landet auf einem Anwesen mit Geflügelgehege und bricht immer wieder aus. Dabei gewinnt es die Sympathien des Hausbesitzers, gerät aber auch ins Räderwerk einer Schleusermafia. An der Seite des pickenden Tiers blickt der Regisseur György Pálfi beiläufig und distanziert auf das kriminelle Treiben. Die ungewöhnliche Perspektive und die zweigleisige Erzählweise sorgen für spannend-witzige Unterhaltung. Bissig-makaber wird enthüllt, wie sich Menschen in Profitgier verheddern, während das Huhn vergleichsweise klar auf Kurs bleibt.




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Besetzung & Crew von "Lebensansichten eines Huhns"

Land: Deutschland, Griechenland, Ungarn
Weitere Titel: Hen
Jahr: 2026
Genre: Drama, Komödie, Krimi
Originaltitel: Kota
Länge: 96 Minuten
Kinostart: 06.08.2026
Darsteller: Yannis Kokiasmenos, Maria Diakopanayotou, Argyris Pandazaras, Machmout Bamerni, Chronis Barbarian
Verleih: Neue Visionen

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