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Frühstück bei Audrey (2026)

La Poupée

In der französischen Komödie wird die Sexpuppe eines Mannes plötzlich lebendig.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3 / 5
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Rémi (Vincent Macaigne) hat sich nach einer großen Enttäuschung in Sache Liebe eine Sexpuppe zugelegt. Mit dieser Audrey (Zoé Marchal) teilt er Tisch und Bett und beim abendlichen Fernsehen auch das Sofa. Er spricht gerne mit ihr und gibt in der Firma mit seiner Frau an. Doch immer wenn seine Kollegen Audrey kennenlernen wollen, hat er eine Ausrede. Plötzlich aber wird die Puppe lebendig, richtet sich auf und fällt aus dem Bett. Rémi lädt sie schockiert vor dem Zaun der Herstellerfirma ab. Doch am nächsten Tag sagt ihm die neue Kollegin Patricia (Cécile de France), seine Frau habe angerufen. Rémi findet Audrey zuhause vor der Tür, sie kann nun auch reden und will essen. Sie beteuert, dass es ihre Bestimmung sei, Rémi zu lieben und ihn nie zu verlassen. Der Mann scheint das perfekte Glück gefunden zu haben und es wird Zeit, Audrey den Eltern und den Leuten in der Firma vorzustellen…

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"Frühstück bei Audrey“: Die Puppe wird lebendig

Männer, die mit Sexpuppen reden, Leute, die sich in KI-Chatbots verlieben, Roboter, die ein Bewusstsein entwickeln: Die menschliche Vorstellungskraft ist bekanntlich groß. Aber die Grenzen zwischen Wunsch und Angst sind fließend und immer mehr Spielfilme loten sie genüsslich aus. War die Sexpuppe in "Lars und die Frauen“ 2007 noch leblos, so verliebte sich der Mann in "Her“ 2013 in eine Stimme aus dem Computer, welche sich nach Körperkontakt sehnte. 2025 erwies sich eine Roboterfrau im Thriller "Companion – Die perfekte Begleitung“ als lernfähig und schlagkräftig. Die französische Komödie "Frühstück bei Audrey“ konfrontiert nun einen Mann damit, dass seine Sexpuppe unverhofft zum Leben erwacht. Diese Audrey verhält sich im Spielfilmdebüt der Regisseurin und Drehbuchautorin Sophie Beaulieu zwar freundlich, aber durchaus eigenwillig.

Vom Sexobjekt zur unbequemen Frau

Im Grunde ist der Hauptcharakter nicht die Puppe, die zum Menschen mutiert, sondern ihr Besitzer Rémi. Vincent Macaigne spielt ihn als unsicheren Mann, der sich nach einer Enttäuschung vor echten Beziehungen fürchtet. Erst reagiert er panisch, als Audrey zu gehen und zu sprechen beginnt, dann aber schwebt er eine Weile im siebten Himmel. Denn Audrey empfindet beim Sex echte Lust und winkt ihm morgens, wenn er zur Arbeit geht, als fröhliche Hausfrau nach. Bald aber stellt Audrey feministisch gefärbte Fragen über die Rolle der Frauen, schickliches Benehmen, Bemerkungen von Männern, die ihr merkwürdig vorkommen. Sie ist ja nicht in der menschlichen Kultur und Gesellschaft aufgewachsen.

Eine neue Leichtigkeit des Seins

Beaulieus Film verbindet auf unbeschwerte, aber dennoch etwas holprige Weise viele verschiedene Ideen. Eine weitere ist, dass sich Rémi mit der neuen Kollegin Patricia zunehmend gut versteht und gerne mit ihr kichert. Die Leichtigkeit des Lebens bleibt ihm nicht länger verwehrt, während Audrey erst einmal begreifen muss, dass auch ihr als Mensch neue Wege offenstehen. Zoé Marchal stattet die attraktive Blondine mit unbekümmerter Offenheit und Selbstbewusstsein aus. Auf andere wirkt sie allerdings oft unberechenbar, wenn sie zwischen Freude und Kummer schwankt.

Eine sympathische, geerdete Rolle spielt Cécile de France als Patricia. Sie ist zupackend, sportlich und humorbegabt. Rémi weckt ihre Aufmerksamkeit vielleicht gerade weil er sich oft komisch verhält. Zuerst druckst er herum, weil er seine Frau niemandem vorstellen will, dann weil ihn auch ihr Erwachen in Erklärungsnot bringt. Mit den anderen Nebenfiguren – von Rémis Eltern und Schwester bis zu den männlichen Bürokollegen – reichern noch weitere kleine Erzählstränge die Handlung an. So bietet die originelle, fantasievolle Geschichte insgesamt kurzweilige Unterhaltung.

Fazit: Ein Mann durchlebt ein Wechselbad der Gefühle, als sich seine Sexpuppe überraschend in eine lebendige Frau verwandelt. Das Spielfilmdebüt der französischen Regisseurin Sophie Beaulieu erweist sich als fantasievolle romantische Komödie. Ihre vielen Ideen ergeben eine originelle Mischung, die zuweilen etwas holprig wirkt, ohne dass die charmante Leichtigkeit des Films ernsthaft Schaden nimmt.










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Besetzung & Crew von "Frühstück bei Audrey"

Land: Frankreich
Jahr: 2026
Genre: Komödie
Originaltitel: La Poupée
Länge: 80 Minuten
Kinostart: 10.09.2026
Regie: Sophie Beaulieu
Darsteller: Vincent Macaigne, Cécile De France, Zoé Marchal, Marianne Basler, Adèle Journeaux
Verleih: Neue Visionen

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