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Cyberpunk Romance (2025)
Verborgene Türen sollten geschlossen bleibenKritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 109 Besucher eine Bewertung abgegeben.
In einer Zukunft, in der menschliche Gehirne mit Computern verbunden werden können, ermöglichen Kopfanschlüsse das Lernen von Fremdsprachen binnen Sekunden, den Upload von Fachwissen und virtuelle Rauscherlebnisse. Eine anarchistische Hacker-Gruppe nutzt diese Möglichkeiten reichlich. Doch Mona (Naemi Florez) steht der Technologie kritisch gegenüber. Als ihr Freund Milo (Jannik Schümann) in ein neurotechnisches Koma fällt, ist Mona die Einzige, die bereit ist, sich Brainbugs und Mental Malware auszusetzen. Um Milo zu retten, muss sie in seine Gedankenwelt eintauchen, was nicht ungefährlich ist.
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Filmkritik
Das Innere des Menschen als Bewährungsprobe und Herausforderung zählte schon häufiger zu beliebten Sujets des Science Fiction-Genres. Früher beschränkte man sich auf Trips ins Innere des Körpers wie "Die phantastische Reise“ oder "Reise ins Ich“. Inzwischen dient der Eintritt in Träume und Bewusstsein als Spielwiese für eine Suche nach Identität. So nutzen Werke wie "Paprika“ oder "Inception“ Expeditionen durch Geist und Psyche für die Erkundung des eigenen Ichs oder von Fremden.
Für seinen ersten Langfilm kombiniert Joscha Douma eine Liebesgeschichte mit dem Gedankenspiel des Einsatzes von Brain-Computer-Interfaces zur Verbindung mit dem Internet als neue Form der Empathie. Positive Aspekte wie das Ausschalten negativer Gefühle und Traum-Visualisierung dank Ports im Kopf können durch Brainbugs gestört werden, welche die Kontrolle über den Körper verlieren lassen. Protagonistin Mona steht dem System kritisch gegenüber. Doch als ihr Freund Jules in Koma fällt, lässt auch sie sich einen Port legen. Das Betriebssystem Kolibri nimmt bei ihr die Form ihrer Großmutter (Eleonore Weißgerber) an. Hinter zwei verschlossenen Türen lauern die Gefahren des Unterbewussten wie Monas böses Gegenstück mit funkelnden Augen.
Douma wirft diskussionswerte Fragen etwa über den Aspekt auf, ob man Gefühle steuern kann und darf. Kann eine Liebe noch existieren, wenn sie synthetisch entwickelt wurde? Wirklich packend verfolgt er diese Punkte allerdings selten. Angesichts einer überschaubaren Figurenanzahl und niedrigen Budgets vermag eine düstere Utopie schwer ihre Wirkung zu entfalten. Die Bedrohung durch einen alles kontrollierenden Tech-Konzern im Hintergrund manifestiert sich zudem nicht wirklich und wirkt nur behauptet. Ebenso können sich die großen Gefühle des Paares kaum entwickeln. Reizvoll wirkt immerhin Bamdad Afshars Score, der arabische Klänge in den elektronischen Soundtrack einfließen lässt. Aber auch damit lässt sich die Spannung auf Dauer nicht steigern.
Fazit: Eine junge Frau versucht, ihren per Port mit dem Internet verbundenen Freund aus einem neurotechnischen Koma zu erlösen. Dabei wird sie mit negativen Entdeckungen konfrontiert. Das deutsche Science-Fiction-Drama bleibt mit seiner Technikkritik eher an der Oberfläche.
Für seinen ersten Langfilm kombiniert Joscha Douma eine Liebesgeschichte mit dem Gedankenspiel des Einsatzes von Brain-Computer-Interfaces zur Verbindung mit dem Internet als neue Form der Empathie. Positive Aspekte wie das Ausschalten negativer Gefühle und Traum-Visualisierung dank Ports im Kopf können durch Brainbugs gestört werden, welche die Kontrolle über den Körper verlieren lassen. Protagonistin Mona steht dem System kritisch gegenüber. Doch als ihr Freund Jules in Koma fällt, lässt auch sie sich einen Port legen. Das Betriebssystem Kolibri nimmt bei ihr die Form ihrer Großmutter (Eleonore Weißgerber) an. Hinter zwei verschlossenen Türen lauern die Gefahren des Unterbewussten wie Monas böses Gegenstück mit funkelnden Augen.
Douma wirft diskussionswerte Fragen etwa über den Aspekt auf, ob man Gefühle steuern kann und darf. Kann eine Liebe noch existieren, wenn sie synthetisch entwickelt wurde? Wirklich packend verfolgt er diese Punkte allerdings selten. Angesichts einer überschaubaren Figurenanzahl und niedrigen Budgets vermag eine düstere Utopie schwer ihre Wirkung zu entfalten. Die Bedrohung durch einen alles kontrollierenden Tech-Konzern im Hintergrund manifestiert sich zudem nicht wirklich und wirkt nur behauptet. Ebenso können sich die großen Gefühle des Paares kaum entwickeln. Reizvoll wirkt immerhin Bamdad Afshars Score, der arabische Klänge in den elektronischen Soundtrack einfließen lässt. Aber auch damit lässt sich die Spannung auf Dauer nicht steigern.
Fazit: Eine junge Frau versucht, ihren per Port mit dem Internet verbundenen Freund aus einem neurotechnischen Koma zu erlösen. Dabei wird sie mit negativen Entdeckungen konfrontiert. Das deutsche Science-Fiction-Drama bleibt mit seiner Technikkritik eher an der Oberfläche.
Gregor Ries
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Besetzung & Crew von "Cyberpunk Romance"
Land: Deutschland, ÖsterreichJahr: 2025
Genre: Drama, Science Fiction
Länge: 98 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 18.06.2026
Darsteller: Naemi Florez als Mona, Jannik Schümann als Milo, Paula Hans, Thomas Mraz, Valentin Hagg
Verleih: Salzgeber & Co. Medien GmbH
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