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Transit Times (2026)

In ihrem Spielfilmdebüt, einer Koproduktion aus Deutschland, Rumänien und Moldawien, erzählt Ana-Felicia Scutelnicu von einer Zeit des Übergangs.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3 / 5
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In der krisengeschüttelten Republik Moldau des Jahres 1997 kämpft eine Künstlerfamilie ums Überleben. Während der Vater Victor (Ion Munteanu), ein Maler, an liebgewonnenen Routinen festhält und in Lethargie versinkt, setzt die einfallsreiche und geschäftstüchtige Mutter Zina (Marina Palii) alle Hebel in Bewegung, die Familie über Wasser zu halten. Dazu zählt nicht nur, endlich die offene Stromrechnung zu begleichen, sondern auch, der 17-jährigen Tochter Eva (Arina Mura), einer begabten Pianistin, weiterhin den Französisch- und Klavierunterricht bezahlen zu können.

Dafür gibt Zina die eigene Wohnung auf und vermietet sie über einen windigen Makler unter. Was zum endgültigen Bruch mit Victor führt. Derweil sucht Eva an der Seite ihrer besten Freundin Natasha (Corina Rotaru) ihren eigenen Weg aus der Krise. Die beiden verdienen in einem Nachtclub als Animiermädchen Geld. Als Eva einen vermeintlich aus Frankreich stammenden älteren Mann (Urs Remond) kennenlernt, glaubt sie, ihr Ticket in den Westen gelöst zu haben.

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"Transit Times": Brotlose Kunst in stürmischen Zeiten

Die dreiköpfige Familie, von der die Regisseurin Ana-Felicia Scutelnicu in ihrem Spielfilmdebüt erzählt, lebt für die Kunst. Der Vater Victor (Ion Munteanu) ist Maler, die Mutter Zina (Marina Palii) Bühnenbildnerin an einem Kindertheater und die 17-jährige Tochter Eva (Arina Mura) eine talentierte Pianistin. Sechs Jahre nach dem Zusammenbruch der UdSSR kann die Familie allerdings nicht mehr von der Kunst leben. Das Wirtschaftssystem des Westens hat die kleine Republik Moldau erreicht. Evas Jugend ist ihr größtes Kapital und die Wohnung der Familie deren einzige Währung. Also vermietet Zina die drei Zimmer über einen windigen Makler zunächst an ausländische Touristen, dann an eine Partnervermittlungsagentur unter, was zum endgültigen Bruch mit Victor führt. Es sind stürmische Zeiten, die Scutelnicu in "Transit Times" versiert in Szene setzt; eine Phase des Umbruchs und Übergangs.

Drei Wege durch die Krise

Das von der Regisseurin selbst verfasste Drehbuch zeigt die Kleinfamilie anfangs vereint, bevor drei Handlungsstränge den jeweiligen Familienmitgliedern folgen. Jedes Mitglied symbolisiert einen anderen Umgang mit der Krise. Während die Not Zina erfinderisch macht und ihren Geschäftssinn weckt, ist ihr sichtlich älterer Ehemann Victor zu verbittert, müde und lethargisch, um sich noch einmal neu zu erfinden. Den guten alten Zeiten nachtrauernd, heuert er ausgerechnet als Ikonenmaler in einem Kloster an, das aufwendig restauriert wird und lernt dort eine neue Partnerin, jünger, aber den Traditionen verhaftet, kennen. Ein starkes Bild, das Bände spricht. Eva, die noch zur Schule geht und an der Schwelle zur Volljährigkeit steht, sieht ihre Zukunft im Ausland, in das sie, in einer Mischung aus jugendlicher Naivität und Fatalismus, über eine Beziehung zu einem vermeintlichen Franzosen gelangen will.

Von Mädchen und Müttern

Die 1978 geborene Filmemacherin weiß, wovon sie spricht. Sie wuchs in der Republik Moldau auf und hat die titelgebenden "Transit Times" selbst miterlebt. "Eva trägt die Quintessenz sehr vieler Mädchen meiner damaligen Generation in sich", sagt sie. Der entscheidende Faktor sei jedoch Zina "und überhaupt die Mütter, die damals das Leben mit bloßen Händen angepackt und vorangetrieben haben". Den kleinen Leuten im Allgemeinen und den Müttern im Besonderen setzt Scutelnicu ein filmisches Denkmal. Etwas mehr Fokus, Dramaturgie und erzählerische Dichte hätte diese Zeitreise jedoch vertragen. Mit einer Laufzeit von mehr als zwei Stunden kommt dieses Debüt nicht ohne unnötige Längen aus.

Am Ende steht ein origineller Wendepunkt. Abermals ist es Zina, die nach einem unorthodoxen schließlich auch zu einem unerlaubten Mittel greift, um dem Elend zu entkommen und einen Neustart in einem anderen Land beginnen zu können. Not macht eben nicht nur erfinderisch, sondern beugt manchmal das Gesetz.

Fazit: In ihrem Debütfilm "Transit Times" reist die Drehbuchautorin und Regisseurin Ana-Felicia Scutelnicu in die Republik Moldau des Jahres 1997 zurück. Versiert erzählt sie von einer Zeit des Umbruchs und Übergangs, von der Abwesenheit der Väter und der Entschlossenheit der Mütter, die ihren Töchtern eine bessere Zukunft ermöglicht haben.




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Besetzung & Crew von "Transit Times"

Land: Rumänien, Deutschland
Jahr: 2026
Genre: Drama
Länge: 133 Minuten
Kinostart: 02.07.2026
Regie: Ana Felicia Scutelnicu
Darsteller: Urs Remond, Lucia Zurkinden
Verleih: filmreederei

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