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Forgotten Island (2026)

US-Animationsabenteuer über zwei beste Freundinnen, die sich in einer von mythologischen Wesen bevölkerten Parallelwelt bewähren müssen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4 / 5
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Die impulsive Jo und die schüchterne Raissa sind beste Freundinnen, seit sie zusammen zum Rektor ihrer Schule zitiert wurden, um sich eine Standpauke abzuholen. Jo, die gern Schauermärchen erzählt, die sie von ihrer Großmutter Lola gehört hat, steckt Raissa mit ihrer Begeisterung für diese philippinische Folklore an. Fortan träumen die zwei Mädchen davon, vermittels eines Sanddollars auf die geheimnisvolle Insel Nakali zu gelangen.

Kurz vor dem Schulabschluss stehen die Freundinnen am Scheideweg. Während Jo in die Hauptstadt Manila ziehen und mit Raissa eine Wohngemeinschaft gründen möchte, strebt Raissa ein Studium am California Institute of Technology, kurz Caltech, in den USA an, wovon sie Jo, aus Angst vor deren Reaktion, noch nichts gesagt hat. Bei einem letzten gemeinsamen Abend am Strand öffnet sich ein Portal, dass die beiden tatsächlich nach Nakali transportiert. In dieser sagenumwobenen Parallelwelt wird ihre Freundschaft auf die Probe gestellt.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse4 / 5

"Forgotten Island": Einfach fantastisch, fantastisch einfach!

Dass ein guter Film keiner komplizierten Handlung bedarf, ist eine alte Hollywood-Weisheit: "boy meets girl, boy loses girl, boy gets girl" lautet die klassische Formel, der bis heute jede heteronormative Romanze folgt. Im vorliegenden Fall handelt es sich zwar um keinen Liebesfilm, sondern um eine hinreißende Abenteuergeschichte über eine Freundschaft. Das Schema greift aber auch hier: Ein Mädchen trifft ein anderes Mädchen, wird deren beste Freundin, verliert die beste Freundin (beinahe) und rettet am Ende heldinnenhaft die Beziehung.

So einfach ist das! Und trotzdem ist es ganz schön schwer, aus diesen simplen Bausteinen, einen herausragenden Film zu formen. Sonst könnte es ja jeder. Die Macher hinter dem Film aus dem Hause DreamWorks beherrschen ihr Metier jedenfalls. "Forgotten Island" zählt zum Besten, was in diesem Jahr im Animationsbereich im Kino zu sehen sein wird – erzählerisch wie visuell.

Freundschaften fürs Leben

Das Drehbuch ist eine Lehrstunde in erzählerischer Ökonomie, denn die zwei Co-Regisseure und -Autoren Joel Crawford und Januel P. Mercado verschwenden keine Zeit. Ohne Umschweife führen sie die zwei liebenswerten Protagonistinnen Jo und Raissa ein und machen deren innige Verbindung vom Grundschulalter bis zum bevorstehenden Schulabschluss mit nur wenigen markanten Szenen und Montagesequenzen glaubhaft.

Crawford und Mercado saßen bereits bei "Der gestiefelte Kater – Der letzte Wunsch" (2022) gemeinsam auf dem Regiestuhl – und erhielten dafür eine Oscarnominierung in der Kategorie "Bester Animationsfilm". Auch für "Forgotten Island" könnte es am Ende eine Nominierung für den begehrtesten Filmpreis der Welt geben, so toll sind die zwei gegensätzlichen Figuren geschrieben, so witzig sind die Pointen und so atemberaubend ist die fantastisch animierte Fantasiewelt, in die das Regieduo das Kinopublikum entführt.

Der Ausgangspunkt der im Film gezeigten Freundschaft ist Crawfords und Mercados eigene. Denn die zwei kennen sich nicht erst seit "Der gestiefelte Kater", sondern arbeiteten bereits bei "Kung Fu Panda 2" (2011) zusammen; damals beide noch in verschiedenen Animationsabteilungen. Die Idee, den ersten großen Animationsfilm über die philippinische Kultur und Mythologie zu drehen, geht auf Mercados philippinische Wurzeln und den Umstand zurück, dass Crawford mit einer Filipina verheiratet ist. Das Ergebnis ist ein bunter, mitunter neongreller Spaß.

Familienfilm mit vielen kuriosen Figuren

"Forgotten Island" ist ein Film für die ganze Familie, allerdings nicht für das ganz junge Publikum geeignet. Neben vielen kuriosen Figuren wie dem wilden Werhund Raww, dem eitlen Meermann Mermahn und dem drolligen Dämonenbaby Bungi sind mit der Erinnerungen-Jägerin Batiba und dem hexenhaften Wesen Manang auch zwei Bösewichtinnen vertreten, die durchaus für furchteinflößende Szenen gut sind. In der Auseinandersetzung mit Batiba ist Köpfchen gefragt, um die Erinnerungen an die jahrelange Freundschaft nicht an die mythologische Gestalt zu verlieren. Hier kommen die gegensätzlichen Charaktere Jos und Raissas, die miteinander wie Feuer und Wasser agieren, schließlich voll zum Tragen.

Visuell wechselt der Film mutig zwischen den Stilen hin und her und peppt die gelungenen plastischen Animationen wiederholt mit zweidimensionalen Zeichenstilen vom klassischen Trickfilm bis zum Anime auf, wodurch ein moderner Mix entsteht, der an "Spider-Man: Into the Spider-Verse" (2018) und "Spider-Man: Across the Spider-Verse" (2023) erinnert. Wenn man dem Film eines vorwerfen kann, dann, dass es der fantastischen Figuren auf der geheimnisvollen Insel Nakali ein paar zu viel sind, dass nicht jede Pointe zielsicher landet und dass erzählerisch die eine oder andere unglaubwürdige Abkürzung genommen wird. Weshalb es letzten Endes auch nicht ganz für die Höchstwertung reicht.

Fazit: Einer der besten Animationsfilme des Jahres kommt von DreamWorks. "Forgotten Island" ist eine in der philippinischen Kultur und Folklore verwurzelte Abenteuergeschichte über eine Freundschaft zweier Mädchen, aus denen junge Frauen werden. Ein liebenswert und lustig erzählter und umwerfend animierter Film, der dem jungen wie alten Kinopublikum in Erinnerung ruft, wie wichtig gemeinsame Erinnerungen sind.




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Besetzung & Crew von "Forgotten Island"

Land: USA, Japan, Kanada
Weitere Titel: Die vergessene Insel
Jahr: 2026
Genre: Action, Abenteuer, Animation
Kinostart: 08.10.2026
Regie: Joel Crawford, Januel Mercado
Darsteller: Dave Franco, Jenny Slate, Ronny Chieng, Dolly De Leon, Manny Jacinto
Verleih: Universal Pictures International

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