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Mythos Schalke (2026)
Von der kollektiven Demütigung zurück ins Fußball-Oberhaus: Eine Doku begleitet den FC Schalke 04 durch seine wohl emotionalste Saison der jüngeren Vereinsgeschichte.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
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Sommer 2025, das Ende einer bitteren Zweitliga-Saison für den FC Schalke 04: Die eigenen Fans kehren ihrer Mannschaft im Stadion demonstrativ den Rücken, Spott hallt durch die Ränge. Von diesem Tiefpunkt aus erzählt der Film die folgende Spielzeit 2025/26, in der ein neuer Trainer und ein neuer Sportvorstand den Klub grundlegend umbauen. Am Ende dieses Weges steht der Wiederaufstieg in die Bundesliga. Erzählt wird aus vielen Perspektiven: Fans kommen ebenso zu Wort wie Ehrenspielführer Benedikt Höwedes und Vereinslegende Olaf Thon, dazu Funktionäre wie Vorstandsvorsitzender Matthias Tillmann, Profifußball-Direktor Youri Mulder und Sportvorstand Frank Baumann. Im Zentrum aber stehen Trainer Miron Muslic, Kapitän Kenan Karaman und Vize-Kapitän Timo Becker, der selbst in einer Gelsenkirchener Zechensiedlung aufwuchs. Kabinenansprachen, Teamausflüge und private Momente werden aus nächster Nähe eingefangen.
Filmkritik
"Mythos Schalke – Ein Leben lang": Eine Heldengeschichte mit Beigeschmack
Regisseur Christoph Küppers, der für Sky bereits mit "Der stärkste Gegner – Eintracht Frankfurt und die Nachhaltigkeit" eine Klub-Doku über einen anderen Bundesligisten realisierte, hat für dieses Projekt gemeinsam mit Co-Autor Martin Schultheiß rund ein Jahr lang mit der Kamera an Schalke geklebt. Und das merkt man: Was dabei entstanden ist, ist Fanservice vom Feinsten. Wer blau-weiß fühlt, dürfte bei dieser Doku kaum um Gänsehaut herumkommen – weil sie handwerklich souverän erzählt ist, aber eben auch, weil das Rohmaterial selbst schon wie geschriebenes Drehbuch wirkt: eine Aufstiegsgeschichte von ganz unten nach ganz oben, die im den Aufstieg besiegelnden Siegtor von Kapitän Karaman gegen Düsseldorf ihren logischen Höhepunkt findet. Folgerichtig inszeniert der Film genau diesen Moment als sein emotionales Zentrum.
Dabei begnügt sich Küppers nicht mit der reinen Saisonchronik. Immer wieder blendet er zurück in die Vereinsgeschichte und erzählt von Schalke als Arbeiterklub, der ausgerechnet in einer der ärmsten Städte Deutschlands so etwas wie Stolz und Zusammenhalt stiftet. Die niederländischen Ex-Profis Youri Mulder und Klaas-Jan Huntelaar dürfen in kurzen historischen Rückblenden von der Strahlkraft des Vereins über die Landesgrenzen hinaus schwärmen – eine Anziehungskraft, die weit in die Vergangenheit zurückreicht. Auch Sophia Thomalla hat ihren Auftritt: Als Quasi-Stieftochter von Manager-Legende Rudi Assauer, dem Erbauer der heutigen Arena, ist sie in Gelsenkirchen groß geworden und bringt so eine sehr persönliche, wenn auch nicht bei jedem Fan unumstrittene Facette in den Film.
Die eigentliche Schwachstelle liegt aber genau dort, wo auch die größte Stärke des Films zu finden ist: in seiner Nähe zum Verein. Mitproduziert von Schalke 04 selbst, spart "Mythos Schalke – Ein Leben lang" konsequent alles aus, was dem Bild schaden könnte – Schuldenberg, interne Streitereien und Fanproteste kommen im Film schlicht nicht vor. Diese Art der unkritischen Vereinsverehrung kennt man aus dem Sportdoku-Genre der großen Streamingplattformen inzwischen zur Genüge. Fast schon entlarvend ist ein Satz, den Trainer Muslic selbst über die Aufstiegsfeier im Stadion fallen lässt: Das sei "fast schon zu viel", geradezu "kitschig". Man könnte diesen Satz mühelos auf den Film selbst ummünzen.
Entsprechend zweigeteilt dürfte die Publikumsreaktion ausfallen. Schalke-Anhänger bekommen eine mehr als gelungene Zeitreise durch die eigene Leidenschaft geboten. Wer dem Verein neutral gegenübersteht, verlässt das Kino dagegen eher mit dem schalen Gefühl, einer sehr professionell gemachten PR-Veranstaltung beigewohnt zu haben.
Fazit: "Mythos Schalke – Ein Leben lang" ist emotional, bildgewaltig und dabei durchaus ehrlich gemeint – bleibt aber bis zuletzt auch PR in eigener Sache. Wer Schalke liebt, bekommt Gänsehaut geliefert, wer neutral bleibt, spürt vor allem das Kalkül dahinter. Eine gelungene Heldengeschichte – erzählt im Auftrag des Helden selbst.
Regisseur Christoph Küppers, der für Sky bereits mit "Der stärkste Gegner – Eintracht Frankfurt und die Nachhaltigkeit" eine Klub-Doku über einen anderen Bundesligisten realisierte, hat für dieses Projekt gemeinsam mit Co-Autor Martin Schultheiß rund ein Jahr lang mit der Kamera an Schalke geklebt. Und das merkt man: Was dabei entstanden ist, ist Fanservice vom Feinsten. Wer blau-weiß fühlt, dürfte bei dieser Doku kaum um Gänsehaut herumkommen – weil sie handwerklich souverän erzählt ist, aber eben auch, weil das Rohmaterial selbst schon wie geschriebenes Drehbuch wirkt: eine Aufstiegsgeschichte von ganz unten nach ganz oben, die im den Aufstieg besiegelnden Siegtor von Kapitän Karaman gegen Düsseldorf ihren logischen Höhepunkt findet. Folgerichtig inszeniert der Film genau diesen Moment als sein emotionales Zentrum.
Dabei begnügt sich Küppers nicht mit der reinen Saisonchronik. Immer wieder blendet er zurück in die Vereinsgeschichte und erzählt von Schalke als Arbeiterklub, der ausgerechnet in einer der ärmsten Städte Deutschlands so etwas wie Stolz und Zusammenhalt stiftet. Die niederländischen Ex-Profis Youri Mulder und Klaas-Jan Huntelaar dürfen in kurzen historischen Rückblenden von der Strahlkraft des Vereins über die Landesgrenzen hinaus schwärmen – eine Anziehungskraft, die weit in die Vergangenheit zurückreicht. Auch Sophia Thomalla hat ihren Auftritt: Als Quasi-Stieftochter von Manager-Legende Rudi Assauer, dem Erbauer der heutigen Arena, ist sie in Gelsenkirchen groß geworden und bringt so eine sehr persönliche, wenn auch nicht bei jedem Fan unumstrittene Facette in den Film.
Die eigentliche Schwachstelle liegt aber genau dort, wo auch die größte Stärke des Films zu finden ist: in seiner Nähe zum Verein. Mitproduziert von Schalke 04 selbst, spart "Mythos Schalke – Ein Leben lang" konsequent alles aus, was dem Bild schaden könnte – Schuldenberg, interne Streitereien und Fanproteste kommen im Film schlicht nicht vor. Diese Art der unkritischen Vereinsverehrung kennt man aus dem Sportdoku-Genre der großen Streamingplattformen inzwischen zur Genüge. Fast schon entlarvend ist ein Satz, den Trainer Muslic selbst über die Aufstiegsfeier im Stadion fallen lässt: Das sei "fast schon zu viel", geradezu "kitschig". Man könnte diesen Satz mühelos auf den Film selbst ummünzen.
Entsprechend zweigeteilt dürfte die Publikumsreaktion ausfallen. Schalke-Anhänger bekommen eine mehr als gelungene Zeitreise durch die eigene Leidenschaft geboten. Wer dem Verein neutral gegenübersteht, verlässt das Kino dagegen eher mit dem schalen Gefühl, einer sehr professionell gemachten PR-Veranstaltung beigewohnt zu haben.
Fazit: "Mythos Schalke – Ein Leben lang" ist emotional, bildgewaltig und dabei durchaus ehrlich gemeint – bleibt aber bis zuletzt auch PR in eigener Sache. Wer Schalke liebt, bekommt Gänsehaut geliefert, wer neutral bleibt, spürt vor allem das Kalkül dahinter. Eine gelungene Heldengeschichte – erzählt im Auftrag des Helden selbst.
Markus Solty
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Besetzung & Crew von "Mythos Schalke"
Land: DeutschlandJahr: 2026
Genre: Dokumentation
Länge: 89 Minuten
Kinostart: 27.08.2026
Regie: Christoph Küppers, Martin Schultheiß
Darsteller: Edin Dzeko, Timo Becker, Frank Baumann
Verleih: DCM GmbH
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