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Bad Apples (2026)
Schwarze Komödie über eine Lehrerin, die ihre Klasse von einem rabiaten Störenfried befreit.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben bislang 0 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Maria (Saoirse Ronan) arbeitet als junge Lehrerin an einer englischen Grundschule. Weil der zehnjährige Schüler Danny (Eddie Waller) ständig etwas Böses ausheckt und im Unterricht randaliert, droht Maria die Kündigung. Als Danny auch noch die Mitschülerin Pauline (Nia Brown) über das Geländer im Treppenhaus stößt, kündigt die Schulaufsicht eine Inspektion an. Maria hat Angst, dass Danny zum Unterricht erscheint, obwohl er suspendiert ist. Sie will seinen Vater Josh bitten, ihn zu Hause zu behalten, doch der Paketzulieferer hat nicht einmal Zeit für ein kurzes Gespräch.
Maria begegnet auf dem Heimweg Danny, der gerade mit einer Stange auf geparkte Autos einschlägt. Es kommt zu einem Gerangel, Maria drückt Danny zu Boden und steckt den Bewusstlosen in ihr Auto. Sie will ihn rasch in die Klinik bringen, doch Danny kommt zu sich und sagt, er werde der Polizei sagen, dass sie ihn fast erwürgt habe. Maria bekommt Angst und fährt mit Danny zu sich nach Hause. Sie sperrt ihn in den Keller, wo er seine Wut austobt. Am nächsten Tag fährt Maria allein zur Schule und hält einen störungsfreien Unterricht.
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Filmkritik
"Bad Apples“: Wohin mit dem Störenfried?
Von der jungen Lehrerin Maria wird das Unmögliche erwartet: Sie soll mit dem Schüler Danny umgehen können, der ihr den Unterricht vergällt, Sachen kaputtmacht, Kinder angreift. Niemand hilft ihr, niemand erkennt, dass Danny nicht integrierbar ist. Aber auch eine besonnene, gutmütige Erwachsene wie Maria kann, wenn sie in die Enge getrieben wird und in Panik gerät, falsch abbiegen. Die schwarze britische Komödie "Bad Apples“ macht sich einen Spaß daraus, die Pädagogin auf ihren geheimen, kriminellen Pfaden zu begleiten. Der Roman "Die Unerwünschten“ von Rasmus Andersson liefert die Vorlage für diesen Spielfilm des schwedischen Regisseurs Jonatan Etzler.
Klar verteilte Sympathien
Von Anfang an sind die Sympathien klar verteilt. Der Schüler Danny verhält sich so zerstörerisch, dass sich einem der Wunsch aufdrängt, er solle zur allgemeinen Sicherheit irgendwo untergebracht werden. Auf extreme, übersteigerte Weise verkörpert der Junge, was im schulischen Alltag nicht selten geschieht: Ein einzelnes Kind beansprucht so viel Aufmerksamkeit, dass die anderen in der Klasse und der Unterricht zu kurz kommen. Dann herrscht mitunter Ratlosigkeit oder es wird auf Personalmangel verwiesen. Die Sympathieträgerin Maria hat völlig zu Recht Angst davor, dass der aggressive Danny sie den Beruf kosten kann, für den sie im übrigen, wie einige Szenen zeigen, hervorragend geeignet ist.
Wer gut ist, muss es nicht bleiben
Marias Selbsthilfe-Maßnahme gleicht anfangs einem Reflex, dann aber weiß sie nicht, wie sie aus der Nummer wieder herauskommen soll. Sie versucht, Dannys Vater zu texten, dass sein Sohn in ihrem Keller sei – und merkt zur Belustigung des Publikums selbst, wonach das klingt. Die Polizei fahndet nach dem Jungen. Bald nimmt die Handlung einen Verlauf, der an den Thriller "Good Boy – Wir wollen nur dein Bestes“ aus dem Jahr 2025 erinnert. Maria bringt ihrem Gefangenen, der zur Vernunft kommen soll, Essen in den Keller, unterrichtet ihn, spielt mit ihm. Danny wirkt bald umgänglicher. Eddie Waller spielt den Jungen, der zunehmend seine verletzliche Seite, seine seelische Not offenbart, beeindruckend. Saoirse Ronan glänzt in der Rolle der Lehrerin, die sich als zwiespältige, sogar verblüffend kaltblütige Figur entpuppt.
Und dann tritt da auch noch die Musterschülerin Pauline (Nia Brown) auf den Plan, die ihre Lehrerin anhimmelt und Macht über sie gewinnt. Der Humor des Films wirkt bitterböse. Als wiederkehrendes Motiv dient ein Obstgarten, in dem faulige Äpfel am Boden verrotten. Wer moralisch integer erscheint, muss es keineswegs bleiben. Eine überraschende Wendung krönt die satirische Posse, aber insgesamt bleibt ihre Aussage eher unklar.
Fazit: Bevor ein hoch aggressiver Schüler ihre Karriere zerstört, greift eine junge Lehrerin zur Selbsthilfe. Aus einer unbedachten, reflexhaften Handlung wird eine Straftat, die sich nicht ewig verbergen lässt. Saoirse Ronan glänzt als Frau mit zwei Gesichtern in dieser bitterbösen, satirischen Komödie des Regisseurs Jonatan Etzler über gute Absichten und moralische Abgründe.
Von der jungen Lehrerin Maria wird das Unmögliche erwartet: Sie soll mit dem Schüler Danny umgehen können, der ihr den Unterricht vergällt, Sachen kaputtmacht, Kinder angreift. Niemand hilft ihr, niemand erkennt, dass Danny nicht integrierbar ist. Aber auch eine besonnene, gutmütige Erwachsene wie Maria kann, wenn sie in die Enge getrieben wird und in Panik gerät, falsch abbiegen. Die schwarze britische Komödie "Bad Apples“ macht sich einen Spaß daraus, die Pädagogin auf ihren geheimen, kriminellen Pfaden zu begleiten. Der Roman "Die Unerwünschten“ von Rasmus Andersson liefert die Vorlage für diesen Spielfilm des schwedischen Regisseurs Jonatan Etzler.
Klar verteilte Sympathien
Von Anfang an sind die Sympathien klar verteilt. Der Schüler Danny verhält sich so zerstörerisch, dass sich einem der Wunsch aufdrängt, er solle zur allgemeinen Sicherheit irgendwo untergebracht werden. Auf extreme, übersteigerte Weise verkörpert der Junge, was im schulischen Alltag nicht selten geschieht: Ein einzelnes Kind beansprucht so viel Aufmerksamkeit, dass die anderen in der Klasse und der Unterricht zu kurz kommen. Dann herrscht mitunter Ratlosigkeit oder es wird auf Personalmangel verwiesen. Die Sympathieträgerin Maria hat völlig zu Recht Angst davor, dass der aggressive Danny sie den Beruf kosten kann, für den sie im übrigen, wie einige Szenen zeigen, hervorragend geeignet ist.
Wer gut ist, muss es nicht bleiben
Marias Selbsthilfe-Maßnahme gleicht anfangs einem Reflex, dann aber weiß sie nicht, wie sie aus der Nummer wieder herauskommen soll. Sie versucht, Dannys Vater zu texten, dass sein Sohn in ihrem Keller sei – und merkt zur Belustigung des Publikums selbst, wonach das klingt. Die Polizei fahndet nach dem Jungen. Bald nimmt die Handlung einen Verlauf, der an den Thriller "Good Boy – Wir wollen nur dein Bestes“ aus dem Jahr 2025 erinnert. Maria bringt ihrem Gefangenen, der zur Vernunft kommen soll, Essen in den Keller, unterrichtet ihn, spielt mit ihm. Danny wirkt bald umgänglicher. Eddie Waller spielt den Jungen, der zunehmend seine verletzliche Seite, seine seelische Not offenbart, beeindruckend. Saoirse Ronan glänzt in der Rolle der Lehrerin, die sich als zwiespältige, sogar verblüffend kaltblütige Figur entpuppt.
Und dann tritt da auch noch die Musterschülerin Pauline (Nia Brown) auf den Plan, die ihre Lehrerin anhimmelt und Macht über sie gewinnt. Der Humor des Films wirkt bitterböse. Als wiederkehrendes Motiv dient ein Obstgarten, in dem faulige Äpfel am Boden verrotten. Wer moralisch integer erscheint, muss es keineswegs bleiben. Eine überraschende Wendung krönt die satirische Posse, aber insgesamt bleibt ihre Aussage eher unklar.
Fazit: Bevor ein hoch aggressiver Schüler ihre Karriere zerstört, greift eine junge Lehrerin zur Selbsthilfe. Aus einer unbedachten, reflexhaften Handlung wird eine Straftat, die sich nicht ewig verbergen lässt. Saoirse Ronan glänzt als Frau mit zwei Gesichtern in dieser bitterbösen, satirischen Komödie des Regisseurs Jonatan Etzler über gute Absichten und moralische Abgründe.
Bianka Piringer
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Besetzung & Crew von "Bad Apples"
Land: GroßbritannienJahr: 2026
Genre: Thriller, Komödie, Mystery
Länge: 100 Minuten
Kinostart: 10.09.2026
Regie: Jonatan Etzler
Darsteller: Eddie Waller, Sean Gilder, Harvey Ip, Lakhan Konsal, Danny Iqbal
Kamera: Nea Asphäll
Verleih: Sony Pictures
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