oder

London (2026)

Semi-dokumentarisches Roadmovie: Ein Mann fährt regelmäßig von Wien nach Salzburg und zurück – und bietet hierfür Mitfahrgelegenheiten an.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse ??? / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben bislang 0 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Bobby (Bobby Sommer) lebt in Wien. Sein Freund Arthur liegt nach einem Schlaganfall im Koma in einem Krankenhaus in Salzburg. Fast jede Woche macht sich Bobby in seinem Auto auf den Weg, um Arthur zu besuchen. Um die Benzinkosten nicht ganz allein tragen zu müssen, bietet er Leuten Mitfahrgelegenheiten an. So kommt es immer wieder zu interessanten Begegnungen und Gesprächen.

Bildergalerie zum Film "London"

LondonLondonLondonLondonLondon

Hier streamen


Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse4 / 5

"London": Ein Kammerspiel auf der Autobahn

Der Regisseur Sebastian Brameshuber ("Bewegungen eines nahen Bergs") liefert mit "London" ein Werk, das irgendwo zwischen den Gattungen Dokumentar- und Spielfilm anzusiedeln ist. Das Drehbuch, das Brameshuber zusammen mit Anna Lehner verfasst hat, zeichnet lebensechte Figuren – wobei diese Authentizität dadurch entsteht, dass hier reale Personen Versionen ihrer selbst verkörpern. Der Hauptdarsteller Bobby Sommer war schon in Jem Cohens essayistischem Drama "Museum Hours" (2012) in der Rolle eines Wärters im Kunsthistorischen Museum in Wien zu sehen.

Zwiegespräche im mobilen Raum

Bobby fährt einmal in der Woche die fast 300 Kilometer lange Strecke zwischen seiner Heimatstadt Wien und Salzburg (und wieder zurück), um einen im Koma liegenden Freund im Krankenhaus besuchen zu können. Erst nach und nach erfahren wir die biografischen Hintergründe des ruhig wirkenden Protagonisten – und die genaueren Umstände seiner Beziehung zu diesem Mann im Spital. In Gesprächen, die er mit wechselnden Mitfahrenden führt, öffnet er sich langsam – so wie auch all die unterschiedlichen Leute, die in Bobbys Auto steigen, Einblicke in ihr Leben geben.

Auf diesem Wege lernen Bobby und wir etwa einen Wehrdienstleistenden des Österreichischen Bundesheers kennen, der sein Unbehagen beim Gedanken, sein Land verteidigen zu müssen, äußert. Oder eine queere Geflüchtete aus dem ehemaligen Jugoslawien, deren Hochzeit bevorsteht. "London" greift durch die Herkunft und durch die Geschichten der beteiligten Menschen viele (oft auch politische) Themen auf und wird dadurch zu einer Reflexion über das heutige Europa.

Zwiegespräche im mobilen Raum

Abgesehen von ein paar kurzen Stopps an Parkplätzen oder Raststätten konzentriert sich die Kamera ganz auf das fahrende Auto. Mit Aufnahmen, die die Fahrbahn zeigen, und Schuss-/Gegenschuss-Einstellungen zwischen dem Fahrer und der Person auf dem Nebensitz erzählt dieser Film in reduzierter, aber sehr wirkungsvoller Form von Momenten der Nähe.

Fazit: Ein einfühlsames semi-dokumentarisches Roadmovie, in dem wir an Gesprächen zwischen Fremden teilhaben und einiges über das aktuelle Europa erfahren.




TrailerAlle "London"-Trailer anzeigen

Zum Video: London

Besetzung & Crew von "London"

Land: Österreich
Jahr: 2026
Genre: Drama, Roadmovie
Länge: 122 Minuten
Kinostart: 15.10.2026
Regie: Sebastian Brameshuber
Darsteller: Clifford Agu, Lana Prerad, Bobby Sommer
Verleih: Grandfilm

Verknüpfungen zu "London"Alle anzeigen





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.