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Nur geträumt (2026)

Juste une illusion

Französische Komödie über einen Jungen und seine Familie in den 1980er Jahren.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse ??? / 5

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Vincent (Simon Boublil) wird in Kürze 13 Jahre alt und die Eltern wollen seine bevorstehende Bar Mizwa groß feiern. Es sind die 1980er Jahre in Frankreich und Vater Yves (Louis Garrel) hat wie viele andere seine Arbeit verloren. Das versucht er der Familie zu verheimlichen, doch der jugendliche Sohn Arnaud (Alexis Rosenstiehl) blickt längst durch und klärt auch Vincent auf. Für gewöhnlich aber geraten sich die beiden Brüder, die sich ein Zimmer in der Blockwohnung teilen müssen, aber handfest in die Haare.

Auch die Eltern sind fast nie einer Meinung und liefern sich wegen jeder Kleinigkeit lautstarke Wortgefechte. Mutter Sandrine (Camille Cottin) hat es satt, als Sekretärin zu arbeiten und bildet sich erfolgreich fort. Vincent und seine Schulfreunde gehen ihren eigenen Interessen nach. Sie stibitzen einen Erotikfilm aus der Videothek, aber die Chancen, ihn in Ruhe anzuschauen, stehen schlecht. Und dann ist da noch die Klassenkameradin Anne-Karine (Jeanne Lamartine), für die sich Vincent brennend interessiert.

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"Nur geträumt“: Ein Kind der 1980er Jahre

Das französische Regie-Duo Éric Toledano und Olivier Nakache ist in Deutschland vor allem für den Kinohit "Ziemlich beste Freunde“ bekannt. Nun haben die beiden Filmemacher eine Komödie inszeniert, die von ihren Jugenderinnerungen inspiriert ist. Wie ihr Filmheld Vincent erlebten auch Toledano und Nakache den Übergang von der Kindheit in die nächste Lebensphase Mitte der 1980er Jahre. "Nur geträumt“ erzählt realitätsnah und nostalgisch, lustig und bewegend von pubertären Streichen, geplagten Eltern, mühsam erkämpften Freiräumen und erster Liebe.

Der Vater hat eigene Probleme

Vincent ist im Grunde noch ein Kind, aber er beginnt, seinen Blick zu weiten und zu verändern. Der aufgeweckte Junge entdeckt, dass sein geliebter Vater Probleme hat. Vor allem aber versucht er, Anne-Karine zu gefallen. Simon Boublil spielt den Jungen hervorragend in seinem Alltag zwischen Schule, Kämpfen mit dem älteren Bruder und peinlichen Momenten. Oft folgt der Film seiner Perspektive. Vincent stellt seinen Eltern, die aus Algerien und Marokko stammen, auch Fragen zu seiner Identität in einer Gesellschaft, in der es Rassisten wie Anne-Karines Vater gibt.

Vincents ernsten, etwas unnahbaren und auch unbeholfenen Vater Yves spielt Louis Garrel mit feinem Gespür für Komik. Camille Cottin verleiht Mutter Sandrine Glaubwürdigkeit als gestresste, gewissenhafte Frau, die beruflich vorankommen will. Eine lustige Rolle spielt Pierre Lottin als Hausmeister, der Sandrine gerne bei Reparaturen oder der Installation ihres Computers hilft und Yves auf die Nerven geht. Aus den zahlreichen witzigen Szenen sticht besonders ein deftiger Streich hervor, den Arnaud seinem Bruder spielt, als er ihm in Geschichte helfen soll.

Zwischen Komik und Wehmut

Es gibt aber auch Momente, in denen die Komik plötzlich eine traurige oder gar bittere Note bekommt. So geht Yves zum Vorstellungsgespräch in einer großen Firma und trifft im Wartezimmer auf Dutzende Männer, die genau wie er einen Trenchcoat und Aktenkoffer tragen und hoffen, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Solche Realitätsnähe verleiht der Geschichte Gewicht und weckt Mitgefühl für die Charaktere.

Vincent überlässt sich ab und zu kleinen Wunschfantasien, es gibt ein-zwei Momente in Schwarz-Weiß und solche, die sich in Zeitlupe einprägen. Gegen Ende wird es immer nostalgischer, der Blick auf Vincent und seine Familie verklärt sich. Dabei spielt auch die Musik eine wichtige Rolle. Wenn verschiedene Hits der Epoche erklingen, entdeckt man ihren zeitlosen Reiz neu und schwelgt womöglich selbst in Erinnerungen an frühere Zeiten.

Fazit: Die Komödie der Regisseure Éric Toledano und Olivier Nakache ist von ihrer Jugend in den 1980er Jahren inspiriert. Kurz vor seiner Bar Mizwa lockert ein Junge die Fesseln elterlicher Bevormundung und erlebt die erste Liebe. Witzig, realitätsnah und mit einer guten Prise Nostalgie taucht der Film in den Alltag seiner Familie ein. Neue und bekannte französische Schauspieltalente sorgen in zahlreichen Rollen für Kinogenuss.




Besetzung & Crew von "Nur geträumt"

Land: Frankreich, Italien
Weitere Titel: Just an Illusion
Jahr: 2026
Genre: Drama, Komödie
Originaltitel: Juste une illusion
Länge: 116 Minuten
Kinostart: 17.12.2026
Darsteller: Simon Boublil, Louis Garrel, Camille Cottin, Pierre Lottin, Alexis Rosenstiehl
Kamera: Augustin Barbaroux
Verleih: Weltkino Filmverleih



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